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Author Topic:  SID mit Original-Debiankernel  (Read 3405 times)

Offline bluelupo

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SID mit Original-Debiankernel
« on: 2011/04/18, 15:07:19 »
Hi zusammen,
hat von euch jemand ein SID mit akuellen Debian Originalkernel 2.6.38-2 am laufen.

linux-headers-2.6.38-2-all-amd64
linux-image-2.6.38-2-amd64

Gibt's nachteilge Gründe die gegen einen Einsatz auf einem Notebook sprechen würden gegenüber den origianlen aptosid-Kernel? Es würde mich sehr interessieren wenn einer von euch von seinen Erfahrungen berichten könnte.

Offline gerd

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #1 on: 2011/04/18, 15:55:33 »
Die interessante Frage ist wohl eher, was du dir davon versprichst. Unabhängigkeit vom Aptosid-Kernel, also von slh?
Nachteil ist klar, er ist älter und wird es zunehmender. Aber laufen sollte er.

Offline hubi

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #2 on: 2011/04/18, 17:06:38 »
Wenn du viel Multimedia machst, geht er in die Knie (zu langsam getaktet). Bei Auspacken eines großen ZIP- oder RAR-Archivs konnte ich z.B. Amarok vergessen. Insgesamt fühlte der Laptop, auf dem ich es ausprobiert hatte, sich etwas zäh an. Vielleicht geht es auf ganz modernen Notebooks mit viel Power nun auch schon besser.

Vorteil: wegen der geringeren Taktung dürfte eine längere Akkulaufzeit gegeben sein.

Probier's aus. Die Kernel lassen sich eh parallel installieren. Und Debian ist ja auch schon bei 2.6.38-2.

hubi

Offline gerd

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #3 on: 2011/04/18, 17:40:23 »
@hubi: Sprichst du vpm Aptosid- oder Debian-Kernel? Das, was du beschreibst erlebe ich mit dem Aptosid-Kernel und guter HW (Dual Core, 4GB Ram).

Offline hubi

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #4 on: 2011/04/18, 18:11:43 »
Mit dem Aptosid-Kernel hatte ich noch nie Performance-Probleme.

hubi

Offline ReinerS

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #5 on: 2011/04/18, 19:12:20 »
hmm,
zum reinen Debian-Kernel kann ich nichts beitragen. Aber ich selbst verwende standardmäsig die 2.6.38er Liquorix-Kernel von Damentz auf dem Laptop (i386) und dem Rest (AMD64)und bin eigentlich damit recht happy.
Ansonsten gabs doch auch ordentliche Kernel von towo| oder hat er das eingestellt ?

Grüße

Reiner
slackware => SuSE => kanotix => sidux => aptosid  => siduction

Offline brummer

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #6 on: 2011/04/18, 21:00:03 »
Ich verwende reines SID, allerdings mit einem vanilla + rt patch, diese habe ich auch unter sidux (die umstellung auf aptosid hab ich nicht gemacht, bin lieber auf sid blanck umgestiegen) immer verwendet. Ich nutze aber noch dem 2.6.33, da es der letzte verfügbare rt-patch ist. Am wochenede habe ich dann ma den 2.6.39-rc3 angetestet, da er alle wichtige teile des rt-patch's nun im mainline hat, leider friert mein Desktop damit ein wen ich threadirqs einschalte,  :cry:
werd wohl noch ne weile auf dem 2.6.33-rt reiten müssen.

brummer

Offline agaida

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #7 on: 2011/04/19, 03:34:19 »
Ich hab den sid-Kernel auf meinen Entwicklungsmaschinen laufen und kann nichts Negatives darüber sagen. Habe den jetzt auch mal auf meinen Atomen mit xfce laufen lassen. Es gab keinerlei Probleme. Vorteil dürfte sein, dass er nicht ganz so experimentell ist, wie der Kernel von slh. Ein weiterer Vorteil dürfte sein, dass man nicht wie bei einer Wundertüte gespannt sein darf, was wieder mal nicht mehr funktioniert ;). Ausserdem hat man wesentlich weniger Last mit den Versionswechseln. Die sind halt weniger häufig. Als richtig veraltet kann man die Sid-Kernel wirklich nicht bezeichnen, dafür aber als erfreulich konservativ.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

Offline ralfi

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #8 on: 2011/04/19, 06:50:52 »
erfreulich konservativ ist hübsch ... Ich habe den 38.2 auf einigen Rechnern laufen - und das völlig problemlos
Gruss, ralfi

Niveau sieht von unten oft wie Arroganz aus ...

Offline bluelupo

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #9 on: 2011/04/19, 08:52:32 »
@all: Meine Beweggründe für den Einsatz eines Debiankernel sind auch die von agaida genannten "konservativen" Versionen. Ich will auf meinen Arbeitsrechner (mittlerweile 3 Stück) keine unnötigen Risikien eingehen und mehr auf eine Unabhängigkeit setzen. Ich sehe für mich keine besonderen Vorteile wenn ich ausschließlich auf slh-Kernel einsetze. Natürlich könnte ich dann gleich SID mit Debiankernel auf meinen Rechnern installieren, aber den Aufwand scheue ich z.Zt. noch ;-)

Danke für das Feedback.

Offline ralul

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #10 on: 2011/04/19, 10:25:49 »
Ich verwende einen auf Gentoo gebackenen Vanilla+KolivasBfsPatches 2.6.38.3 Kernel, der auf Debian sid sogar ohne neu backen der initramfs läuft. Einfach die Teile aus /lib/modules und /boot rüberkopiert.

Aber ich werfe auch gerne mein git script an:
Code: [Select]
#!/bin/bash
if [ -d ./stable-queue/.git ] ; then
   cd stable-queue || exit
   git pull
else
   git clone git://git.kernel.org/pub/scm/linux/kernel/git/stable/stable-queue.git
fi
und vergleiche was bei so bei slh und Greg Kroah-Hartmann übereinstimmt. Das schiebe ich dann nach /usr/src/linux/patches , trage es in die /usr/src/linux/patches/series ein und quilt es. So dass ich im Endeffekt oft fast einen slh Kernel habe.
experiencing siduction runs better than my gentoo makes me know I know nothing

Offline agaida

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #11 on: 2011/04/19, 11:39:55 »
Auch wenn sich die Aussage "erfreulich konservativ" in Verbindung mit Sid vielleicht blöd anhört. Mir ist mein Kernel in sofern vollkommen Wurst, dass die Änderungen, auf die ich Wert lege, frühestens im .39 enthalten sein werden. Namentlich ist dass die volle dom0-Unterstützung für Xen. Der Rest funktioniert halt schon jetzt für mich.

Ich brauche bei einem 2.6.38 wirklich nur einen 2.6.38, nicht einen 2.6.38+ .39 alpha + .40 alpha alpha. Die Aktualisierungsgeschwindigkeit ist mir dabei vollständig egal, solange Sicherheitslücken, die gravierend sind, innerhalb einer angemessenen Zeit draussen sind. Beinahe hätte ich es vergessen: Stabilität wäre wirklich nicht schlecht und meine vorhandene Landschaft an Hard- und Software sollte ohne Klimmzüge funktionieren. Hört sich in der Summe wie der Kernel von Sid an. Durch besondere Kreativität haben die Jungs bisher nicht geglänzt. Das ist bei der Breite der "Kundschaft" auch gut so.

Vor veraltet würde ich bei den Kerneln in Sid in Nich-Freeze-Zeiten nicht sprechen wollen.
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Offline ralul

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SID mit Original-Debiankernel
« Reply #12 on: 2011/04/19, 22:00:11 »
Also ich habe mir gerade heute die Debian Patches reingezogen: Sehr viel Verwaltungskram (Debian VersionsNummernPatches) aber auch ein paar kreative Patches im Serverbereich (vserver etc)!
Es kommt halt darauf an, was das Eigeninteresse des Maintainers ist. Slh legt Wert auf vdr zum Beispiel.

Wenn man an einem neuesten Kernel dran ist, sollte man sich auch beeilen die ersten vier Punktreleases mit zu vollziehen: Da werden noch sehr viel Schusselfehler im Code korrigiert, die jeden betreffen. Der Schwerpunkt der höheren Punktreleases verlagert sich dann immer mehr in Spezialtreiber, die verbessert werden, was man natürlich auch merkt, wenn man zufälligerweise einen dieser aus tausenden von Gerätetreibern benutzt.
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