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Author Topic: [DE] Grub-Menü wird nicht angezeigt / Kernelboot lässt sich nicht beeinflussen / etc.  (Read 5933 times)

GrafMager

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Danke für die Unterstützung. Kann ich leider alles erst heute Abend probieren, aber ich melde mich dann!

... vorweg: wie kann so etwas "plötzlich" passieren? Eigentlich bastele ich nicht an dem System rum, mache regelmäßig meine Updates und ab und zu war halt mal eine Kernel-Version dabei, die bei mir nicht wollte. Bin dann meist eine Version wieder zurück und dann ging alles wieder. Und jetzt plötzlich geht gar nix mehr!

An dieser Stelle eine große Lobpreisung an SSH. Ich wäre sonst wohl verloren...

GrafMager

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So, also der Reihe nach:

/etc/default/grub:
Code: [Select]
GRUB_DEFAULT=0
GRUB_TIMEOUT=5
GRUB_DISTRIBUTOR='lsb_release -i -s 2> /dev/null || echo Debian'
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet systemd.show_status=1 amdgpu.dc=1 ipv6.disable=1 splash"
GRUB_CMDLINE_LINUX=""

/boot/grub/grubenv:
Code: [Select]
#GRUB Environment Block
saved_entry=gnulinux-simple-18b68ba7-aa30-4ec1
next_entry=
##############################

Was mir noch eben aufgefallen ist:
wenn ich beim Anmeldebildschirm per ALT-STRG-Fx in der Konsole mich als root anmelde und DANN startx ausführe, komme ich auf den Desktop. Als normaler User geht das nicht. ...........


EDIT:
Warum auch immer (habe alle eure Ratschläge befolgt): es geht wieder! Ich komme wieder als User auf den Desktop.
Was aber immer noch nicht geht, ist das GRUB-Menü. Das wäre allerdings ziemlich nützlich ...
« Last Edit: 2018/07/27, 19:04:44 by GrafMager »

Offline melmarker

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das mit den _allen Ratschlägen_ streichen wir mal flugs. Und dann sei doch mal so freundlich und editier die richtigen Dateien - auf gut deutsch kann jeder fast soviel in /etc/default/grub editieren, das wird aber nichts helfen, weil danach die /etc/default/grub.d/siduction.cfg gesourced wird :D
Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (Benjamin Franklin, November 11, 1755)
Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity. (Hanlons razor)

GrafMager

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Verstehe auch nach mehrmaligem Lesen deinen Post nicht, sorry. Aber weiterhin danke für die Hilfe.

Offline melmarker

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Du hast aber schon einmal von Konfigurations-Direktories gehört?

Code: [Select]
if test -f ${sysconfdir}/default/grub ; then
  . ${sysconfdir}/default/grub
fi
for x in ${sysconfdir}/default/grub.d/*.cfg ; do
  if [ -e "${x}" ]; then
    . "${x}"
  fi
done
« Last Edit: 2018/07/27, 22:59:15 by melmarker »
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GrafMager

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Durchaus. Aber in keinem der Guides, die ich in den letzten Tagen zum Thema Grub durchgelesen habe, stand etwas von der siduction.cfg. Liegt wohl daran, dass es eine Eigenheit eures Systems ist?

Offline melmarker

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Das liegt daran, dass wir uns die freiheit herausnehmen, Standards auch zu benutzen. - siehe orginal-upstream grub-mkconfig

Hmm - vielleicht ist etwas ausführlicher an dieser Stelle gut. Die Idee der KonfigDirs ist zwar nicht ganz neu, aber immer noch klasse. Vor allem, wenn Upstream das Zeug gleich einbaut. Und da Menschen und Distributionen halt in vielen Fällen behäbig sind, spricht sich das auch kaum rum. Lange Rede, kurzer Schwachsinn - dieser Mechanismus versetzt uns in die wunderbare Lage, eigene Konfigurationen zu verteilen, ohne bei den Orginal-Autoren oder Debian was reinpatchen zu müssen. Patchen ist zwar an sich nicht das Problem, man muss dann nur auf ewig und immer den jeweiligen Upstream überschreiben - bei jeder neuen Version. Und das kostet Zeit und ist fehleranfällig. Von daher ist das ein Segen, weil es halt immer funktioniert. Nicht so segensreich ist, dass debian das nicht auch benutzt - das ist leicht inkonsequent, in X und anderen Stellen (profile.d, apt/preferences.d, apt/sources.list.d usw) wird davon reichlich gebrauch gemacht.

Eine andere Sache ist die der Kommunikation - auch wieder am Beispiel X - vor Jahren hieß es, dass debian die xorg.conf abgeschafft hätte und alle feierten das als großen Erfolg. Erm ja, abgeschafft wurde da gar nyx, das funktioniert weiterhin wie gewohnt - nur es wird nicht mehr benutzt. Und das erkärt dann auch, warum man zu manchen Themen halt Anleitungen findet wie: Editieren Sie XYZ - was an dieser Stelle gar nicht da ist. Wenn man so frech ist und das einfach mal anlegt, dann wird das auch astrein gelesen 8) Leider ist das wirklich ein wenig ungewohnt und eventuell auch oftmals auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

Edit zum Edit:
Und genau das zeigt der Codeschnipsel: So vorhanden wird die /etc/default/grub gesourced (. ${sysconfdir}/default/grub) - und, so vorhanden, werden danach alles in /etc/default/grub.d gesourced. Sind es mehrere Dateien, ist die native Reihenfolge entscheidend.
Und natürlich ist es dann so, dass die Datei, die zuletzt schreibt, einfach mal gewinnt.
« Last Edit: 2018/07/28, 02:28:45 by melmarker »
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GrafMager

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Alles klar, jetzt kapiert. Wobei ich das mit der Konfigurationsdateien, die manchmal (noch) da sind und manchmal nicht, grundsätzlich auch schon vorher verstanden hatte und durchaus auch so gehandelt habe (sie ist nicht da? dann erstelle ich sie...).

In diesem Fall sieht aber meine siduction,cfg so aus:
Code: [Select]
GRUB_TERMINAL_OUTPUT=gfxterm
GRUB_GFXMODE=1280x1024
GRUB_GFXPAYLOAD_LINUX=1280x1024
GRUB_THEME=/usr/share/grub/themes/patience/theme.txt

GRUB_DISTRIBUTOR="siduction 2018.3.0 Patience (Xfce)"

Wüsste also weiterhin nicht, warum ich nicht per SHIFT in mein Grub-Menü komme! Es muss doch einen Weg geben, im Notfall einen älteren Kernel laden zu können.

Offline melmarker

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Nü - das ist einfach - versagt das Umschalten in den grafischen Modus - schein bei Dir der Fall zu sein, aus welchen Gründen auch immer - stehst Du im Regen.
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GrafMager

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Es gibt also keinerlei Lösungsansatz? Und vor allem: das Grub-Menü ist doch nicht grafisch....

Offline melmarker

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Es gibt einen Lösungsansatz - und unser Grubmenu ist grafisch, dat mit dem Hintergrundbild und dem schicken Rahmen um ein halbdurchsichtiges Menu, die Icons vor den Punkten etc. pp.

In kurz - irgendwas™ haste verfrickelt, irgendwie™ kann man das bestimmt auch wieder richten. Ich glaub, dass sich IRC besser für diesen speziellen Support macht.
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