Welcome, Guest. Please login or register.
Did you miss your activation email?

Author Topic: [DE] unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?  (Read 9805 times)

Offline Lanzi

  • User
  • Posts: 1.781
[DE] RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #15 on: 2012/06/17, 15:54:29 »
Nachtrag: Wenn noch jemand eine Idee hat, dann nat. immer her damit. Momentan mach ich noch ein Backup.
Werde die Partition auch erstmal behalten und auf sda2 neu installieren. Hatte auf meiner SDD eine freie Partition gelassen!

Vlt. kann man die aktuelle ja doch noch retten

Offline ralul

  • User
  • Posts: 1.814
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #16 on: 2012/06/17, 16:57:48 »
Erstmal: wine ist gerade wild ...
Das ist doch klar: Die Einführung von Multiarch betrifft vor allen Dingen erstmal wine. Und da werden Fehler gemacht.

Dann war da noch vor 1 oder 2 Wochen ein schlimmer Tagesbug von dpkg, wodurch Installationsscripts nicht abgearbeitet wurden. Ich würde also in dieser Reihenfolge
- erstmal alles purgen was mit wine zusammenhängt
- alle x86 Pakete purgen
- die letzten 222 Pakete nochmal reinstallieren
- die wine Bugliste lesen um einen guten Zeitpunkt der Neuinstallation von Wine zu finden.
experiencing siduction runs better than my gentoo makes me know I know nothing

Offline agaida

  • User
  • Posts: 1.760
    • http://g-com.eu
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #17 on: 2012/06/17, 17:02:07 »
und aptitude gibt dir doch die Liste der zu löschenden Pakete aus. ab in eine Datei damit und ein wenig Handauflegen. Wenn Du dir damit das System zerschiesst, ist es nicht schlimm, Du hast ja eine datensicherung, die du mühelos wieder herstellen kannst. Oder?

aptitude why und why not könnten auch noch weiterhelfen. Manchmal sollte man solche Situationen wirklich als chance sehen, dinge zu tun, die man sonst niemals in Betracht ziehen würde ;)
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

Offline ralul

  • User
  • Posts: 1.814
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #18 on: 2012/06/17, 17:08:20 »
Genau! Risiko jetzt, wann sonst!
experiencing siduction runs better than my gentoo makes me know I know nothing

Offline michaa7

  • User
  • Posts: 2.302
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #19 on: 2012/06/17, 18:24:53 »
jau, ralul hat recht.

Aber was spräche dann dagegen meinen "--force-breaks" vorschlag aufzugreifen. Immerhin ist die ursachenlage extrem ähnlich (in beiden fällen wine-gcc-cpp-related). Und trotz meiner warnung ist die vorgehensweise weniger extrem als es auf den ersten blick scheint, sie ist ja nachvollziehbar begrenzt auf eine anzahl pakete und nur temporär.

Du bist doch in der gleichen situation wie ich damals, kein d-u, kein purge, kein apt-get -f install möglich ... alles sackgassen. Wobei ein schritt zur auflösung des knotens bei mir darin bestand, zunächst version 1.2.irgendwas von wine zu installieren (also keine ältere der 1.4-er) was ich in den anderen thread ja beschrieben hatte und was im gegensatz zu purge möglich war!

Das soll jedoch nicht heißen, dass die aptidude vorschläge nicht vielleicht auch zum ziel führen ... nur hab ich es halt anders gelöst ;-)
Ok, you can't code, but you still might be able to write a bug report for Debian's sake

Offline Lanzi

  • User
  • Posts: 1.781
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #20 on: 2012/06/17, 19:23:34 »
Danke für Eure Aufmunterung :-)

force braks habe ich probiert, aber installiert nicht, weil das Packet nicht verfügbar ist. Also auch eine Sackgasse.

Deinstalieren kann ich garnichts... weder mit dpkg -purge noch mit apt-get remove, apt-get purge.
Selbst wenn ich, wie von agaida vorgeschlagen einzelene Packete entfernen möchte, dann ist das nicht möglich.

Ich habe jetzt mal alles gesichert und werde erstmal in der freien Partition neu installieren.

Dann werde ich die drei Kandidaten manuel laden und versuchen mit dpkg zu installieren.

Zum Thema aptitude: es scheint sinnvoll zu sein, was appitude vorschlägt und mit dem Schlater -f habe ich ihn auch schon zweimal dazu gebracht etwas zu laden und wine zu deinstallieren... aber er beendet keinen Vorgang. Die Liste an dann genannten Gründen ist seeeehr lang :-)

Offline michaa7

  • User
  • Posts: 2.302
Re: RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #21 on: 2012/06/17, 19:36:47 »
Quote from: "Lanzi"
Danke für Eure Aufmunterung :-)

force braks habe ich probiert, aber installiert nicht, weil das Packet nicht verfügbar ist. Also auch eine Sackgasse.
...


Nein

Code: [Select]
# cd /var/cache/apt/archives
Code: [Select]
# wget pfad/zu/datei(en)/auf/mirror (datei zunächst hier
http://ftp.de.debian.org/debian/pool/main/
mit browser auf dem server suchen)

Ich hatte mir sowhl die alten als auch die neueren gcc-4.7 versionen gezogen. Auch die cpp versionen sind im gcc verzeichnis! Wenn ich deine situation richtig in erinnerung habe ist es wohl günstiger, die ältern versionen zu zwangsinstallieren, schau dir zuvor nochmal genauer an welche abhängigkeit die entscheidende ist. Letzlich kommt es jedoch nur daruf an aus der sackgasse heraus zu kommen, am ende instalierst du eh' die neuesten versionen.
Ok, you can't code, but you still might be able to write a bug report for Debian's sake

Offline devil

  • Administrator
  • User
  • *****
  • Posts: 4.844
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #22 on: 2012/06/17, 20:26:02 »
Ich vermute multiarch Begleiterscheiningen.

greetz
devil

Offline Lanzi

  • User
  • Posts: 1.781
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #23 on: 2012/06/18, 03:02:53 »
jo, ich werde morgen nochmal ein wenig basteln und schauen, was ich hinbekomme.

Die Neuinstallation verlief sehr schnell. /home konnte ich direkt übernehmen.
Akonadidatenbank mit Adressen usw war auch noch da.

Habe ein Dokument, mit der Liste aller wichtigen nachinstallierbaren Programme und die gleich mal in einem Rutsch reingeholt.
gesamter Zeitaufwand für die Neuinstallation, mit Netzwerk, NFS, hdparm usw. ca. 1-2 Stunden. Alles in allem also keine größere Sache.

Zu Devils Äußerung:
Ja, das ich denke auch. Während vorgestern das installieren von wine noch unmöglich war, weil eine wine-bin gefordert war, die es nicht gab, ist heute eine wine64-bin aufgetaucht, die für mich weitere Architekturen neben AMD64 überflüssig macht.

@michaa7: ich verspreche morgen nochmal an die alte zu gehen. Kann nur lehrreich sein. Heute war ich am Ende zu gefrustet. Da ist ein Tag Abstand manchmal gut für den klaren Kopf.

@Agaida: Du hattest weiter oben geschrieben und auch schon mal vor mehreren Monaten, dass Du Dein System regelmäßig sicherst. IM Grunde richtig, aber ich sicherer nur /home und die Disks.
Bin auch damit noch nie, bis gestern so richtig auf die Nase gefallen.
Wie sicherst Du? Mit copy? im Laufenden Betrieb?

Wie ich Dich kenne, hast DU bestimmt nen schönen Einzeiler parat, oder? ;-)

Offline agaida

  • User
  • Posts: 1.760
    • http://g-com.eu
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #24 on: 2012/06/18, 09:16:56 »
Sicherungen mache ich eigentlich nur sporadisch und als Schlangenöl. Das ist für mich auch gut so, denn je weiter ich Linux einsteige, desto mehr ändert sich mein System. Das einzige, worauf ich wirklich acht gebe, sind meine Daten, die liegen im Falle der Programmierung in Repos extern. Restliche Dokumente liegen auf dem (n) Server (n).

Wenn es mich überkommt, dann mach ich halt ne Kopie des Systems und schieb das Root halt auf Halde, lauffähig versteht sich. Datenbanken werden gedumpt und gehen ebenfalls auf Halde.

Edit: Nur zur Klarheit - Meine Bewegungsdaten sind gesichert, die Konfigurationen auch. Mit dem Rückspielen einer Sicherung wäre ich total unglücklich, da ich ja eigentlich mit Änderungen eine neue Qualität in meinem System erreichen will. Das einzige, was ärgerlich wäre bei einem Totalverlust wären eventuell verlorene Settings. Das habe ich durch die lauffähigen Clones abgefedert.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

Offline Lanzi

  • User
  • Posts: 1.781
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #25 on: 2012/06/19, 18:21:01 »
So, mal ein Zwischenstand...

mit einer guten Kombination aus gezieltem purgen einiger Dateien und Löschen von vielen Programmen (gimp, inkskape, imagemagick uvm) durch apptitude -f install habe ich dann begonnen per absolutem Pfad, aktuelle cpp, gcc und g++ zu installieren.

ich denke ich bin einer Lösung näher gekommen.
Momentan hängt es an:

Quote

oot@siduction:/var/cache/apt/archives# dpkg -C
Die folgenden Pakete wurden entpackt, aber noch nicht konfiguriert.
Sie müssen mit dpkg --configure oder dem Konfigurations-Menüeintrag in
dselect konfiguriert werden, damit sie ordnungsgemäß funktionieren:
 lib32gcc1            GCC support library (32 bit Version)
 lib32stdc++6         GNU Standard C++ Library v3 (32 bit Version)



Ich werde die beiden werde los, noch kann ich irgendwas konfigurieren. dselect scheint nicht installiert zu sein.

Das konfigurieren wollte ich mit:

dpkg --configure <Paketname> anstoßen.
Aber da bricht er immer sofort ab:

Quote

oot@siduction:/var/cache/apt/archives# dpkg --configure lib32stdc++6
dpkg: Abhängigkeitsprobleme verhindern Konfiguration von lib32stdc++6:
 lib32stdc++6 hängt ab von lib32gcc1 (>= 1:4.1.1); aber:
  Paket lib32gcc1 ist noch nicht konfiguriert.
dpkg: Fehler beim Bearbeiten von lib32stdc++6 (--configure):
 Abhängigkeitsprobleme - verbleibt unkonfiguriert
Fehler traten auf beim Bearbeiten von:
 lib32stdc++6



Was ist noch möglich?

Offline Lanzi

  • User
  • Posts: 1.781
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #26 on: 2012/06/19, 18:27:29 »
KOmmando zurück :-)

Ein manuelles installieren von
/var/cache/apt/archives/lib32gcc1_1%3a4.7.1-1_amd64.deb

brachte die Lösung!

Werde mal versuchen nun alles neu zu instalieren, was deinstalliert wurde.

Offline bluelupo

  • User
  • Posts: 2.068
    • BluelupoMe
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #27 on: 2012/06/19, 18:39:49 »
Hi Lanzi,
du solltest dir ernsthaft Gedanken machen über eine Backup- und Recoverystragie in deinem Umfeld. Nichts ist ärgerlich als der Verlust von einem aufwendig konfigurierten System bzw. noch schlimmer der Verlust von Daten.

Vielleicht hilft es dir wenn ich dir meine Backup- und Recoverystragie kurz erläutere.

* ich sichere alle Daten und Configs auf einen NAS und in größeren Anzahl von Versionen
* Daten werden mit rsnapshot gesichert
* Config wird ebenfalls mit rsnapshot gesichert
* das System wird via LVM-Snapshot und einen nachfolgenden dd auf das NAS gesichert (pro LV ein Image)
* alle dd-Images werden zu späteren Zeitpunkt nochmals komprimiert um Platz zu sparen

Bei einem Recoveryfall bei dem mein System völlig kaputt ist mache folgendes:
* Livesystem starten
* NAS per NFS einbinden
* Rücksicherung des Systems per dd anstoßen
* Dauer der Rücksicherung ca. 15 Minuten

Sind nur Daten betroffen, kopiere ich aus dem (rsnapshot) Backupsatz, der Files enthält, die Daten auf mein System. Das geniale an rsnapshot (Frontend zu rsync) ist, das man ein Backup von Remote nach Remote durchführen kann. Also zB. ich sicher von einen Desktop-PC ein NB auf das NAS.

Offline Lanzi

  • User
  • Posts: 1.781
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #28 on: 2012/06/19, 21:21:38 »
Hi Bluelupo,
danke für die Nachricht. Ich denke zum zentralen Thema Backup, kann man garnicht oft genug die eigene Strategie in Frage stellen. Insaofern danke schonmal für Dein Input.
ich selbst habe damals mit dem Seagate HDD Bug meine Erfahrungen gesammelt und bin denke ich ganz gut aufgestellt. Aber wie gesagt, das ständige Hinterfragen ist bei diesem sensiblen Thema wichtig. Den wahren Wert seiner Daten erkennt man erst im Notfall!

Zum Thema "Systempartition sichern" wohnen leider zwei Gedanken in meinem Herzen.

Zum Hintergrund: Ich habe vier Systeme hier laufen, alle auf siduction und alle immer recht aktuell. Der Ausfall eines Systems ist also kein Beinbruch.
Ich sichere alle meine HDDs auf denen Daten sind, vor allem meine selbst geschrieben Open Source-Bücher und meine vielen TByte Fotos mehrfach, auf verschiedenen HDDs (an verschiednen Orten) und neuerdings zusätzlich bei Crashplan (aber im Grunde nicht empfehlenswert, da zu langsam!).
Insofern sind meine Daten relativ sicher.

Meine Homepartition ist ebenfalls gesichert, allerdings bin ich da minimal nachlässiger. Das wird sich evtl. mal rächen... aber eine halbwegs aktuelle Kopie gibts immer.

Was ich nicht sichere ist mein System! Und zwar exakt seit es grub2 gibt. Ich checke die siduction Anleitung zu chroot nicht! Auch die von Aptosid damals war mir unverständlich!

Der Aufwand ein System per cp zurückzuspeieln war damals bei grub1 ein leichtes und man konnte leicht grub neu installieren.
Seit grub2 ist das ein dermaßen kompliziertes Ding geworden, und ich vermute, wenn ich mich mal einarbeiten würde, dann wäre es bestimmt durchschaubar. Aber mometan ist es so, dass ein Neuaufsetzten des Systems leider die schnellere und praktikablere Lösung ist.
So gut grub2 auch mittlerweiele ist, das sehe ich definitv als Nachteil!

So auch in diesem Fall. Es ging echt flott, alles schnell neu auf eine freie Installation zu installieren. Und das ist ja auch als Kompliment an Siduction zu verstehen. Siduction ist so gut vorkonfiguriert, dass viele individuelle Anpasungen, die früher notwendig waren, heute einfach entfallen. Das war früher echt noch anders!

Wenn Du schreibst "Nichts ist ärgerlich als der Verlust von einem aufwendig konfigurierten System", muss ich erstmal sagen, dass es zur Zeit garnicht aufwändig ist!

Ich habe eine Liste an zu installierenden Programmen, da reicht ein anbpassen der Sourcen, dann ein "apt-get install"-Befehl und alles ist installiert.
Dann kopiere ich die Home-Ordner von gimp, Mozilla und icedove rüber und spiele das Adressbuch ein und dann ist schon zu 98% alles okay!
Es fehlen ein paar conf Dateien (hdparm, exports) sowie fstab und der networks-Ordner und dann wars das.

Das ist echt gut und ein echter Fortschritt von siduction gegenüber aptosid/ Sidux/ Kanotix!

Ich werde mal über Deine Gedanken zu dd nachdeneken. dd hat leider immer das Rest-Risiko, dass, wenn man nicht aufpasst, die root-partition überschrieben wird. Ein dd Image ist nat. immer sehr komfortabel rück-zu überspielen. Dann wären auch meine grub-Probleme nicht von belang.

Eine Frage dazu am Rande, kann ich eine hdd mit d in eine Datei speichern? ALso nicht auf eine andere komplette Partition? ich vermute schon, oder?

Ales erstmal vielen Dank für Deine Zeit und Deine Gedanken. ich werde sie mir zu Herzen nehmen!

Offline bluelupo

  • User
  • Posts: 2.068
    • BluelupoMe
RE: unerfüllte Abhängigkeiten durch eigene Schuld?
« Reply #29 on: 2012/06/19, 21:44:33 »
Hi Lanzi,
du kannst natürlich eine komplette oder einen Partition einer Disk sichern, wo auch immer du sie ablegst.

Beispiel (hier wird die Partition sda1 in das File sda1-image.dd geschrieben):
Code: [Select]

# dd if=/dev/sda1 of=./sda1-image.dd


Rücksicherung würde so gehen (von einem Livesystem aus):
Code: [Select]

# dd if=./sda1-image.dd of=/dev/sda1


Ratsam ist auch noch den MBR zusichern, wenn man die mal defekt sein sollte.
Code: [Select]

# dd if=/dev/sda of=./sda_MBR.img bs=512 count=1


Zurückspielen des MBR:
Code: [Select]

# dd if=./sda_MBR.img of=/dev/sda bs=512 count=1