Ist zwar jetzt ein Sommerlochthema... aber ich denke mir, dass hier die richtigen Leute sind.
Bin hier gerade noch die letzten Tage im Urlaub. Hatte gestern mit ein paar Leuten (Applefanboys mit kompletter Ausrüstung, pods, pads, Airbook usw... ;-)) eine Diskussion.
nun ist es als einzelner Linuxanhänger nicht ganz einfach einer Horde von Appleleuten mit Argumenten beizukommen... zumal ich mich bei Apple nicht gut auskenne.
Wer hat den ein paar Argumente, was bei Apple nicht so gut ist, wo Nutzer eingeschränkt, ausspioniert oder Daten weitergegeben werden, wo technische Einschränkungen sind, oder die Ausführung von fremder Software behindert wird. (bsp. kein VLC im iPhoneshop).
Im Apfel steckt immer ein Wurm :twisted:
Also die Apple Systeme sind gut. Es gibt aber durchaus bessere. Seit die Intel Prozessoren verbauen ist der Hauch des exotischen irgendwie weg.
Nachteil: Gemessen an dem was man bekommt ist der Kram vom Herrn Jobs SCHWEINETEUER....
Quote from: "Kuddenberg"Gemessen an dem was man bekommt ist der Kram vom Herrn Jobs SCHWEINETEUER....
Das würde ich persönlich auch als Hauptnachteil werten.
Klar, Apple ist vor allem im Multimediabereich bestimmt nicht schlecht und gerade Avid macht beim Mac schon ne beeindruckende Figur.
Aber man muss für solcherlei Extratouren auch wirklich Verwendung haben.
Für den allgemeinen Hausgebrauch steht da doch oft eher Lifestyle im Hauptfocus. :lol:
Schweineteuer ist gut. Ich hab Geld, aber kein Hirn... Die Geräte sollten noch exclusiver sein, dann könnte man sich noch besser amüsieren.
Was ist von einem Gesamtsystem zu halten, wenn die beste Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, die verfügbar ist, von Microsoft stammt und das Java noch schlechter kann, als Win7 und Linux mit allen Derivaten zusammen.
EDIT: Autoandimat, der Einwand ist berechtigt. Wenn es zwingende Gründe gibt, dass man an Mac nich vorbeikommt, hat man leider ins Klo gegriffen. Da man diesen Griff ins Klo dann aber wahrscheinlich nicht privat macht, ist das auch egal, man kan das Gerät abschreiben und die Mehrkosten in die Kalkulation einflißen lassen. Also nicht wirklich ein Problem.
Moin,
die Dinger sind teuer ? Teurer als ein Aldi Rechner auf jeden Fall.
Aber sonst ? Da kann man mit "handverlesenen" "qualitativ hochwertigen" Komponenten auch im PC Bereich viel , sehr viel Geld ausgeben.
Und was besser ist ? Fuer den der's mag ist es das Hoechste. Das gilt natuerlich fuer beide Richtungen.
Und kann man einen Linux Benutzer umstimmen / abwerben ? .........
Leben und leben lassen.
Tschuess
Henning
PS Bei uns Im Familienhaushalt gibt's alle Systeme nebeneinander... :-)
Ich denke auch, dass Apple sehr hochwertige Produkte in seinen Geräten verbaut. Das kann man sicher nicht mit einem 08/15 Consumergerät vergleichen.
Für ein gutes Thinkpad gibt man auch reichlich Geld aus, und hier ist der Plastikanteil noch deutlich höher als bei Macbooks. Der Rest geht wohl für Design und Name drauf.
Mein Hauptnachteil wäre die enge und zwingende Bindung an Apple und deren Geschäftsgebahren.
KLar snd sie teuer. Aber ich sehe hier auch im Appartment mit einem Macuser, dass er im Seitenaufbau mit Safari schneller ist als ich mit FF5. Vermutlich hat der Mac das bessere Wlanmodul (habe einen Travelmate 8371)
Dafür läuft auf dem Mac keine Flashaplication...
Wenn noch jemand handfeste Argumente hat (danke agaida), wäre ich echt dankbar :-)
Quote from: "henning"Moin,
Und was besser ist ? Fuer den der's mag ist es das Hoechste. Das gilt natuerlich fuer beide Richtungen.
Und kann man einen Linux Benutzer umstimmen / abwerben ? .........
Zumal das MacOs ein Unix ist....
Quote from: "Kuddenberg"
Zumal das MacOs ein Unix ist....
Sorry, hab mich verlesen. :P
also ich finde die Macbook und air eigentlich nicht teuer. Ein vergleichbares Lenovo oder Notebook einer Marke kostet meist das gleiche Geld oder deutlich mehr. Handy und Tablett sind sicher für die Hardware sehr teuer, aber der Markt gibt Apple recht. Bei Apple fehlt in den Notebooks leider das eingebaute UMTS....
Allgemein ist es halt so, dass man bei Apfel Funktionen sau gut dabei ist, wenn man genau 100% den vorgesehenen Weg mag. Will man nur ein WEnig andere SAchen, geht es nicht und ist nicht hinzubekommen.
Aber ich finde nicht so viel dagegen, kann jeden verstehen, der Apple kauft. (ausser baim Telefon...)
Der Nachteil an Apple ist meiner Meinung nach, dass hinter dem System die Philosophie der Einfachheit steht: Du kommst meist ans Ziel und es gibt dafür einen vorgegebenen Weg - wie 944 schon geschrieben hat - aber nur wenige Alternativen zu diesem Weg. Zum Beispiel kann man keine Mediaplayer-Anwendung so angenehm benutzen wie iTunes (die auf der Tastatur enthaltenen Tasten sprechen vorzugsweise iTunes an, wenn nicht gerade ein anderer Mediaplayer das aktive Fenster ist). Damit ist man dann auch an die Einschränkungen von iTunes gebunden, es sei denn man gibt ein wenig Komfort auf.
Zum Glück ist das ganze Software-Ökosystem auf den vollwertigen Computern optional, wobei es auch schon Anbieter gibt, die nur über den App Store veröffentlichen.
(Ich nutze inzwischen seit knapp einem Jahr einen Apple-Rechner und bin glücklich darüber, dass es "einfach funktioniert".)
Hallo Namensvetter,
auch wenn Du nur gefragt hast, ob wir Nachteile wissen, möchte ich einen Vorteil doch erwähnen, der allerdings eine kleinere Gruppe von Menschen betrifft:
Der Mac hat den mit Abstand am besten umgesetzten Screenreader für Blinde. Ein Freund von mir, der bei einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt journalistisch arbeitet und blind ist, kennt den dort kredenzten Windows Kram zu Genüge und hat dort zunehmend Unzulänglichkeiten in der Bedienung fest gestellt. Er hat sich auch einige Zeit mit Orca unter Ubuntu befasst, und findet den Ansatz schön aber leider fast noch unbrauchbar.
Seit er sich vor einem Jahr einen Mac gekauft hat, nutzt er mit zunehmender Begeisterung den dort zum System gehörenden Screenreader, der sehr aktiv gepflegt und weiter entwicklt wird.
Viele Grüße,
Holger
Quote from: "Lanzi"Wer hat den ein paar Argumente, was bei Apple nicht so gut ist, wo Nutzer eingeschränkt, ausspioniert oder Daten weitergegeben werden, wo technische Einschränkungen sind, oder die Ausführung von fremder Software behindert wird. (bsp. kein VLC im iPhoneshop).
Die von dir angesprochenen Punkte beziehen sich nur auf die Mobilgeräte. Hier kommt noch dazu, dass man bisher noch zur Software iTunes auf dem PC oder Mac gezwungen ist, da man sonst das Gerät nicht zum Laufen bekommt, bzw. keine neuen Daten darauf laden kann. iTunes ist nur für Windows und Mac OS verfügbar.
Aber wir werden hier doch noch ein paar Punkte gegen Mac OS X finden, oder?
Ich hab noch Folgendes: Die per GUI zu erreichenden Konfig-Menüs sind in mitgelieferten Programmen eher spartanisch / aufs Wesentliche reduziert. Will man etwas verändern, das nicht per GUI zu erreichen ist, muss man sich durch Verzeichnisse wühlen und Konfig-Dateien händisch bearbeiten, die nicht kommentiert sind.
Außerdem: Apple ist berüchtigt dafür, alte Zöpfe abzuschneiden. So muss man aktuell nach dem jüngsten Major-Update auf 10.7 bangen, dass der eingebaute Backup-Mechanismus von nicht Apple-NAS noch unterstützt wird. Auf NAS-Seite werden bei der neuen Version Funktionen vorausgesetzt, die die meisten NAS (noch) nicht unterstützen. Die Voraussetzung dafür war schon länger bekannt, die Durchsetzung davon erfolgt jedoch erst kürzlich (für Interessierte: Google-Stichworte sind netatalk, "Time Machine" und Lion).
Edit: Mir ist noch was eingefallen:
Die Computer von Apple werden immer stärker in die Richtung gebaut, dass man als Nutzer nur wenige Teile wie das RAM austauschen kann (ausgenommen der Mac Pro (http://www.apple.com/de/macpro/)). Beim Macbook Air kann man nicht mal das RAM austauschen, da es fest verlötet ist (wahrscheinlich, um Platz einzusparen...).
Aber man muss schon zugeben, das das Touchpad am Macbook Pro mit weitem Abstand das Beste ist, was mir bisher unter die Finger gekommen ist, auch die Tastatur gefällt mir, auch wenn ich einige tasten erst schwer gesucht habe.
Der Lüfter dürfte ruhiger sein, läuft aber Gottseidank nicht häufig.
Für Leute wie mich, die ganz gern wissen wo in welchem Verzeichnis auf der Platte die Files liegen, sind Itunes und IPhoto allerdings die absoluten AntiKillerapplikationen, find ich echt zum Würgen.
Hab ein Ipad2 geschenkt bekommen, war erst begeistert, bis ich versucht habe etwas zu drucken. Geht nur mit airprint fähigen Geräten.
Womit man wieder bei der Frage der Produktphilosophie ist.
Es ist wohl beabsichtigt, das Apple nur mit Apple kann.
Hab im Internet jetzt aber gefunden, wie man cups beibringt sich auch airprintfähig zu zeigen. Werde ich dann am Wochenende mal ausprobieren.
Warum manche allerdings versuchen Mac OS auf nicht Apple Geräte draufzuspielen, statt irgendein Linux zu nehmen, ist für mich nur theotetisch nachvollziehbar(wenn mann halt nix anderes kennt als Mac Os, und dort auch nicht das Terminal entdeckt hat, und nur die Maus schubst, und sich an den Computer anpasst statt andersherum)
Fazit: sehr gute Hardware, strangulierende Software, und fast jeder Pups kostet.
Quote from: "dieres"Für Leute wie mich, die ganz gern wissen wo in welchem Verzeichnis auf der Platte die Files liegen, sind Itunes und IPhoto allerdings die absoluten AntiKillerapplikationen, find ich echt zum Würgen.
iTunes legt seine Dateien nach ~/Music/iTunes/iTunes Media, iPhoto hat ne Datenbank und ist damit relativ unzugänglich. Blöderweise sind beide nötig, um die entsprechenden Daten auf die Apple-Mobilgeräte zu schaufeln.
Quote from: "Lanzi"... (bsp. kein VLC im iPhoneshop).
Dat wüßt ich äver! :shock:
Nicht, daß ich Apple gut finde. Mein Arbeitgeber hat mir ein Diensthändie geben (iPhone 3GS). VLC gibt es im AppStore.
Quote from: "Steve"Ich denke auch, dass Apple sehr hochwertige Produkte in seinen Geräten verbaut.
Sorry, aber da muß ich lachen. Die Apple-Hardware ist mittelmäßig, nicht schlecht, nicht gut. Aber das Gesamtkonzept ist für den NAU sehr leicht benutzbar. Es gibt wenig Hardware-Auswahl, dafür sind die Treiber und die Software i. A. ohne wenn und aber einfach lauffähig, will sagen: es funktioniert einfach.
Quote from: "Kuddenberg"Zumal das MacOs ein Unix ist....
genau genommen ein BSD
Was mich an Apple kolossal nervt, ist die Tatsache, daß man fast genötigt wird seine Privatsphäre aufzugeben. Z. B. um ein iPhone zu aktivieren muß man seine Konto oder Kreditkarten-Informationen an Apple übermitteln (es gibt einen 'Trick', indem man als erste App eine kostenlose App installiert, dann kann man das iPhone auch ohne 'Geld-Informationen' aktivieren.) Dennoch wird jede Aktivität bzgl. des AppStores protokolliert und bei Apple gespeichert. Freundlicherweise bekommt man über seine 'Einkäufe' im AppStore o. iTunes per Email Auskunft. Aber in Zeiten von Facebook, Google und Co. wundert mich ein solches Verhalten nicht mehr. Als M$ etwas ähnliches in den 90' versuchte, war die Entrüstung groß. Mittlerweile versuchen Datenschutzbeauftragte vergeblich bei dem NAU so etwas wie das Bewußtsein für seine eigene Privatsphäre zu schaffen.
iTunes ist einfach nur gräßlich! Ich kenne kaum eine Software, die einen User dermaßen bevormundet, wie es iTunes macht:
- Wechseln seines iTunes Account auf einen anderen Computer: nicht vorgesehen (d. h. Apps werden auf dem iPhone gelöscht, weil sie nicht auf dem zweiten Computer abgelegt sind u.v.m.)
- Sind die MP3s auf dem Computer nicht mehr vorhanden, werden sie auch auf dem iPhone trotz verneinter Nachfrage gelöscht.
- Eine Mediathek mittels Netzwerklaufwerk anzulegen, fast unmöglich.
- generell: die Apple-Systeme sind viel zu geschlossen, um von einem mündigen Computerbenutzer bedient zu werden. Ohne JB in meinen Augen ein Unding.
Ich rege mich schon seit über 20 Jahren über die Gebaren von M$ auf. Aber Apple ist M$ um einiges voraus. Ich vermute Steve Jobs hat aus den Fehlern von Bill Gates gelernt, und das Business perfektioniert.
Dennoch das Bedienkonzept vom iPhone und Mac OS X ist größtenteil genial. Und das, so denke ich, macht seinen Erfolg aus.
Gruß
Kris