Hallo,
leider habe ich immer noch matschig dargestellte Linien eingebetteter Tabellen, oder die Dicke der Linien wird vertauscht. Ein Basteln mit den Nvidia-Settings bringt nichts, auf meinem Notebook mit Intel-Grafik habe ich den gleichen Käse. Auch das Abschalten von Anti-Aliasing bringt keine Besserung, dann ist zwar die matschige Darstellung verschwunden, aber dicke Linien werden dann dünn, und dünne Linien dick dargestellt.
Davon abgesehen interessiert mich, ob jemand LibreOffice schon dazu bringen konnte, pps Dateien mit Sound richtig abzuspielen? Das alte OpenOffice konnte das nämlich ohne Verenkungen.
Viele Grüße,
Holger
Hallo,
ich kann mich nur bei diversen Haupt-Distributoren bedanken, dass sie reflexartig wegen vorübergehender Linzenzunklarheiten OpenOffice heraus geschmissen und stattdessen ein immer noch halbgares LibreOffice übernommen haben.
Diese Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen von Nutzern ist meines Erachtens sehr ärgerlich.
Wie soll ich denn meiner Frau vermitteln, dass manch schöne ppt Datei nun nicht mehr automatisch abgespielt wird und auch kein Sound zu hören ist? Wir haben kurz vor dem Kick von OpenOffice mit Freude bemerkt, dass nun endlich ppt Präsentationen sauber abgespielt werden. Dann kam der Fork.
Anstatt nun den Nutzerinnen und Nutzern die Wahl zu lassen, umzusteigen oder weiter OpenOffice zu nutzen, flog OpenOffice nach und nach aus diversen Distributionen heraus. Was LibreOffice bis dato konnte oder nicht, hat die Entscheidungsträger offensichtlich nicht interessiert.
Ich muss zugeben, dass ich sehr verärgert bin über solche Entscheidungen. Und in diesem Zusammenhang ist für Nutzer die Diskussion um den freien Code reiner Formalismus. Und von kurzfristigen Mängeln kann hier keine Rede mehr sein.
Tut mir leid, dass wollte ich hier mal los werden, auch wenn das siduction-Team da vollkommen unschuldig ist und Ihr es ja auch nicht ändern könnt.
Frohe Ostern und viele Grüße,
Holger
2 Anmerkungen, auch wenn die eventuell zu heftig ankommen könnten. Es ist nicht so gemeint.
* Es ist klar, dass OpenOffice relativ ausentwickelt war - und die Entwicklung stagnierte, eben aufgrund der Lizenzproblematik. Die Bewegung, die jetzt reingekommen ist, ist nur auf den Stursinn einiger Beteiligter (Oracle) zurückzuführen.
* Was würdest Du verteilen: Ein quasi unfreies, aber relativ gut funktionierendes Projekt, dessen Zukunft ungewiss ist, was sich nicht mehr weiterentwickelt und was keine Entwickler mehr hat - oder das Projekt, was sich dieser Sache angenommen hat, die Manpower hat, aber Kinderkrankheiten aufweist?
* Kein Mensch hat Dir LibreOffice aufs Auge gedrückt. Wenn es Dir nicht gefällt, dann wirf den Müll halt raus, nimm OpenOffice. Ein wenig Magie beim Pinnen könnte helfen, eventuell muss man die alten Source gegen die neuen Bedingungen neu übersetzen.
Und genau da liegt das Problem. Mal eben so Kleinigkeiten wie einen Kernel oder auch KDE neu zu kompilieren, ist relativ triviale Angelegenheit, man sieht das am rasend schnellen Entwicklungstempo von KDE in debinan. Unwichtige, kleine Projekte - an dieser Stelle die schlimmsten - Mozilla und OpenOffice - sind in ihrer Struktur wesentlich komplexer. Demzufolge auch nicht ganz so einfach zu bauen und am Leben zu erhalten. Ich weiss, wovon ich rede, ich hab mir den Spass bei beiden gemacht.
Momentan gehen die Jungs und Mädels mit Kettensägen durch Bugtracker und Code und entsorgen Altlasten. Dass es dabei die eine oder andere Regression geben wird und auch die ein oder andere Inkompatibilität mit bestehendem Code oder schlimmer, der Dokumentenbasis, ist auch klar.
Aus eigener Erfahrung als Entwickler kann ich dazu nur sagen: So was passiert. Bestimmte Fehler tauchen erst dann auf, wenn sie die Chance dazu haben. Wenn ich jedes Mal 100 € dafür bekommen hätte, wenn der Satz fiel: "Ok - es ist jetzt richtig. Sieht aber scheisse aus. Wir hätten es gerne wieder in falsch und schön." Ich hätte keinerlei finanzielle Probleme mehr, meine laufenden Kosten wären auf Jahre gedeckt. Wohlgemerkt - nur bei Sachen, die ich verschlimmbessert habe.
Noch ein Totschlagargument kann ich mir leider an dieser Stelle auch nicht schenken: Wir sind nicht stable, wir sind ein Zweig, der dazu benutzt wird, ein Stable zu produzieren. Alle Fehler und unreifen Produkte landen bei uns und dass ist auch gut so. Wer aktuell sein will, muss damit leben, einen Zwischenweg gibt es kaum. Der Aufwand wäre zu hoch. Das schreibe bewusst: Die, hochgerechnet, Mannwochen, die ich in der letzten Zeit nur auf das Umgehen von Regressionen aufgewendet habe, sind nicht ohne. Trotzdem ist mir dieser Zustand momentan lieber als stable, CentOS, SuseEnterprise oder RHEL.
Hallo Alf,
Quote2 Anmerkungen, auch wenn die eventuell zu heftig ankommen könnten. Es ist nicht so gemeint.
Nö, die kommen nicht heftig an, ich habe ja auch eine schöne Vorlage geliefert und es war vor allem Ärger über die Situation, mir ist ja auch klar, dass Oracle mit dem Stress um den Code angefangen hat :evil:
Ich hätte mir halt einen sanfteren Übergang gewünscht, wobei es klar ist, dass zwei derartige Code Monster parallel zu pflegen ein ätzender Aufwand ist.
Mit Vbox und dem dort installierten MS Office habe ich nun eine Lösung für die ppt Dateien gefunden: Ich nutze einen gemeinsamen Ordner, da werden die Dinger abgespeichert und dann kann ich sie unter Vbox mit Powerpoint sehen und hören.
Ich habe auch schon mit dem proprietären pptview herum experimentiert, die Soundwiedergabe ist aber stark verzerrt.
Die Situation mit den matschig angezeigten Tabellen bleibt, das ist unter OpenSUSE und siduction gleich. Vielleicht klinkt sich @ralul nochmal in die Diskussion ein, der hatte wohl unter gentoo keine Schwierigkeiten bei der Darstellung.
Viele Grüße,
Holger
Die sind nicht matschig, die sind nur scheisse formatiert. :twisted:
Das ist genau der angesprochene Punkt. Ich weiss nicht, was richtiger ist.
Möglichkeit 1: OpenOffice hat es richtig gemacht und auch richtig dargestellt.
Möglichkeit 2: OpenOffice hat es falsch gemacht und auch falsch dargestellt. LibreOffice stellt den Mist nun den Regeln entsprechend richtig dar. Das sieht natürlich falsch aus.
Möglichkeit 3: OpenOffice hat es richtig gemacht und Libre stellt falsch dar.
Möglichkeit 3 ziehe ich durchaus in Betracht, es erscheint mir aber irgendwie komisch, dass ich Deiner schon mal geposteten Vorlage mit Libre zu neuem Glanz verhelfen konnte. Die Wahrheit scheint ein Gemisch aus allen 3 Möglichkeiten zu sein.
Dazu noch einer: Die Editierfunktion für Linienstärken in LO funkt zwar, die Bedienung ist aber totaler Mist und verwirrend. Hier hätten die Buben mal auf die Konkurrenz achten dürfen.
Ich denke der ganze Fork von LO bringt erst mittelfristig mehr Vorteile als Nachteile.
Wir hatten uns ja schon öfter darüber unterhalten.
Der richtige Frust kommt dann, wenn man gezwungen ist, mit MS-Office zu kooperienren. Nicht das ich das will oder mussss... bei mir herrscht GPL-Monokultur, aber ich hatte vor ein paar Tagen ne lange Nacht, als eine Freundin, MS verwöhnt mit wenig Ahnung anrief, dass ihr MS jetzt nach 60 Tagen erneut aktiviert werden müsse, sie aber dringen Bewerbungen zu drucken hat...
Da ging der Spaß los... ;-)
Außerdem müsse sie noch ein paar pptx von ihrer Chefin ins englische übersetzen.
Nun, die Sache war klar. Sie hatte nur ne MS-Office Testversion drauf. Kaufen wollte sie aber nichts.
Also habe ich ihr mal LO drauf gemacht. Das hat so dermaßen die Wordformatierenungen durchwürfelt und fast alle Scans (die im Docx eingebunden waren) einfach gelöscht (!), dass der Lebenslauf mit Bewerbung nicht möglich war vernünftig zu öffnen.
bei den pptx noch ein schlimmeres Bild.
Hatte den Eindruck, dass früher die docs besser konvertiert wurden.
Mit anderen Worten, auch 2012 ist die Situation so, dass nur wenige im nicht-Informatikumfeld überhaupt wissen, dass es andere Office-Packete gibt (besagte Bekannte studiert BWL ;-)), noch dass wirklich ein Austausch möglich wäre. MS hat mit docx alles erreicht was es wollte. Ein neues proprietäres Format geschaffen, was angeblich offen ist...
@agaida:
Quote
Dazu noch einer: Die Editierfunktion für Linienstärken in LO funkt zwar, die Bedienung ist aber totaler Mist und verwirrend. Hier hätten die Buben mal auf die Konkurrenz achten dürfen.
Du sprichst mir aus der Seele. Echter Murks! "Verschlimmbessert" ist noch geschönt!
Hallo Alf,
QuoteDie sind nicht matschig, die sind nur scheisse formatiert.
In diesem Fall ist OpenOffice der schuldige Kandidat, unter dieser Software habe ich nämlich die Vorlage mit der eingebetteten Tabelle erstellt und dort wird sie auch sauber dargestellt, ob unter Debian, OpenSUSE, Intel oder Nvidia Grafik.
QuoteDazu noch einer: Die Editierfunktion für Linienstärken in LO funkt zwar, die Bedienung ist aber totaler Mist und verwirrend. Hier hätten die Buben mal auf die Konkurrenz achten dürfen.
Damit habe ich heute morgen auch schon Bekanntschaft gemacht :-)
Vielleicht erstelle ich die Vorlage nochmal unter LibreOffice.
Viele Grüße,
Holger
@Lanzi: Falls Du den Kontakt zu der Freundin hast:
http://www.amazon.de/gp/product/B0017863PK?ie=UTF8&tag=1aratgeber-21
Könnte helfen. Bei diesen Preisen ist Nicht-Kaufen einfacher Geiz und einer BWL-Studentin nicht würdig. In meinen Augen hat das Mädel mit dieser Aussage klar das Klassen und Studienziel verfehlt. Wer MS nutzen will, soll es kaufen. Alles andere ist Schwachsinn.
Hallo,
nur um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Ich möchte MS Office und Windows nicht nutzen, aber für meinen Arbeitgeber erledige ich auch Sachen von zu Hause aus und brauche dafür ab und zu MS Word und MS Excel, daher die Vbox. Darauf ist übrigens ein von mir gekauftes Windows XP samt einem von mir gekauften MS Office 2007.
Ich pflege mich nämlich bei der Verwendung von Software nach den Lizenzen der Entwickler zu richten :-)
Viele Grüße,
Holger
Wer möchte schon irgendeine Office-Suite freiwillig benutzen. Auf den Windows-Vboxen schenke ich mir das meist und nehme Wordpad.
Spätestens im Büro oder im Studium geht das nicht mehr. Da kommt Libre zum Einsatz, weil wir so wenig Dokumente mit einem Office-Programm fabrizieren, dass es sich nicht lohnt, weiter darüber nachzudenken.
Zu Microsoft-Software: Wenn man sie - aus welchen Gründen auch immer nutzen will oder muss, gehört das Zeug gekauft. Vor allem beruflich. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Wenn die nicht bald mal mit Thunderbird so in die Spur kommen, dann fliegt das im Office und es kommt ein wunderschönes gekauftes Outlook zum Einsatz. Bezahlbar ist es ja geworden. Und immer noch ist leider Outlook einer der besten Mailclients, die ich kenne. Da hakt es doch bei Opensource ganz gewaltig.
@agaida: sehe ich genauso. Habe ich ihr auch gesagt.
Was soll auch der Sch***... im Ernst. Das "MS System" erhält sich doch selbst. jede Generation gibt es an die nächste weiter...
Die sollen mal alle schön kaufen und ihren Photoshop noch dazu... und selbstredend alle paar Jahre ein neues Windows, damit sie mal merken, wie sie verarscht werden (und zwar entweder von MS oder den mafiösen Hackern, die ihre keygens.exe mit "Bonus" verbreiten.
Normalerweise fasse ich garkeine MS-Rechner mehr an... aber bei ihr hatte ich keine Chance... sie war schon am Heulen usw...
@Holger: Das traurige ist, das so viele Arbeitgeber, darunter gerade die öffentlichen und die Behörden, das System in ihrer Unwissenheit voll unterstützen, obwohl gerade sie die Macht hätten und eigentlich auch die Verantwortung übernehmen sollten...
Lanzi: Ich sehe das prinzipell ein wenig differenzierter. Wenn ich mit einem Werkzeug Geld verdiene, dann kaufe ich es oder lasse es mir legal zur Verfügung stellen.
Und wenn dieses Werkzeug MS-Office heisst - seis drum. Die Diskussion hatte ich mit meinem älteren Herren auch. Libre Office konnte eine Funktionalität nicht oder nur unzureichend, auf die er nicht verzichten will (Pivot-Tabellen). Also hat er sich MS-Office gekauft. Er war ganz überrascht, dass ich die letzte Lizenz aus dem 3er Pack nicht haben wollte. :twisted:
Ich hab einfach überhaupt keinen Bearf dafür.
Hallo Lanzi,
wir haben aber auch auf den Büroclients sehr spezielle Software, die es nur für Windows gibt und die ist zum Teil sehr verzahnt mit MS Office. DABS zum Beispiel geht nur unter Windows, daneben haben wir Datenbanken unter Access, die seit Jahren ständig gewachsen sind. Die strickt unser verantwortliche Musikredakteur nicht mal eben um.
Erfreulich ist, dass einige Kolleginnen und Kollegen privat auch gerne mit Linux arbeiten.
Ich kenne ja Deine besagte MS Bezahl-Verweigerungs-Freundin nicht, aber leider gibt es viele Leute, die massiv gegen offene freie Software polemisieren, dann damit herum protzen, was sie alles mit diverser Software unter Windows machen und dann bei der Frage, ob sie denn im Lotto gewonnen hätten, weil das ja Software im Wert von mehreren Tausend Euro wäre, kommt gerade das: "Häh, kaufen, wie uncool, dafür hat man Freunde, die machen einem das drauf, oder das lädt man sich doch schwarz herunter."
Viele Grüße,
Holger
ja, das habe ich auch schon öfter gesehen, genau wie einigen Lösungen nur mit ActiveX im IE6 liefen... Da kann man als einzelner sowie nichts in der Firma machen. Das sind grundsätzliche Entscheidungen.
Die Mentalität, die du beschreibst kenne ich nat. nur allzugut.
Willl auch nicht den Moralapostel spielen. Aber verlogen ist es schon, wenn die Leute cracken wie verrückt und dann mit allen Problemen, die es unter Windows zusätzlich gibt sich aufführen wie die Könige...
@Holger, ich war damals auf dem (Holz?)Weg, ob es nicht einfach bei dir nur ein Darstellungsfehler ist (Antialiasing). Das müsste erstmal verifiziert werden: Wenn Du ausdruckst sollte es sich darstellen, wie es wirklich ist.
Ausserdem möglich:
- Tabelle in Calc oder in Writer
- Verschiedene Formate ausprobieren (odf-1.1, odf-1.2, odf-1.2-extended)
- andere Striche: Doppelstriche statt nur dickere Striche
- andere Farben
- verschiedene Schriften für verschiedene Bedeutungen
PS: Access kann man auch an MySql anbinden, und dann langsam den Umstieg der Frontends machen ...