Hallo,
weil es massive Schwierigkeiten mit der Installation von Teamviewer unter OpenSUSE12.2 gibt, und ich doch beginne, Anbieter von Pseudo 64 Bit Paketen und Pseudo Linux Lösungen - teamviewer ist eine Microsoft Anwendung, die über wine nur unter Linux läuft, zu meiden, suche ich nach einer grafischen Lösung mit freier Software, die unter Debian und anderen Distributionen sauber zu installieren ist.
Die Situation: Mein Vater nutzt zur Zeit OpenSUSE12.2 und als Zweitinstallation ein siduction und ich möchte schon die Möglichkeit haben, seinen Rechner von hier aus über eine grafische Oberfläche zu warten.
Was ich nicht möchte, ist eine Lösung, bei der ich mich zeitfressend mit diversen Konfiguarationen vertraut machen muss, um überhaupt zu einem laufendern Programm zu kommen.
Gibt es unter Linux da unkompliziert einzurichtende Software? Gut wäre natürlich, wenn mein Vater da nicht allzu viel frickeln müsste, damit ich von hier aus auf seinen Rechner zugreifen kann. Denn wenn er das könnte, bräuchten wir die ganze Fernwartung nicht.
Über Hinweise freue ich mich.
Viele Grüße,
Holger
Ich mache sowas mittlerweile über VNC (als Server nutze ich den x11vnc und der Client ist hier krdc). Am aller einfachsten ist es wohl, das mit krfb (server) und krdc (client) einzurichten. Das geht alles schön grafisch. Nach meiner Erfahrung ist das aber langsamer, als bspw. der x11vnc (meine Erfahrungen stammen allerdings noch aus KDE 4.6 Zeiten).
Für einfache Sachen tuts aber oft ein ssh -X
Herzliche Grüße
ssh -X is nur brauchbar wenn man einzelne Anwendungen entfernt grafisch starten möchte. Eine ganze Sitzung geht so nicht.
Meine Empfehlung lautet xdmcp um eine x-server-sitzung von einem anderen Rechner aus zu starten. Dazu dann xephyr oder alternativ xnest als client auf deinem Linux. Du könntest dich sogar per gdm/kdm nicht mit deinem lokalen Rechner sondern mit dem deines Vaters verbinden. Das hab ich allerdings noch nicht probiert, da ich Zugriff auf meine Dokumente haben möchte wenn ich einen anderen Rechner warte.
Was mir mit der Kombi nicht gelungen ist, ist diese über vpn zu tunneln aber da hab ich unseren vpn-server im Verdacht.
Hallo,
vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten in kurzer Zeit.
Ich werde mir x11vnc und xdmcp mal anschauen.
Was einfacher zu handhaben ist, werde ich dann nehmen.
Viele Grüße,
Holger
Hi Holger,
FreeNX von http://nomachine.com könnte auch noch eine Lösung für dich sein
Bei all diesen genannten Lösungen wurde aber vergessen zu erwähnen, daß hier evtl. Portforwards zu konfigurieren sind, falls das zu wartende System hinter einem Router ist.
Das einfachste, ohne Konfigurationsaufwand, ist Teamviewer, da kann das Gegenüber auch gleich zuschauen, was so passiert. Ebenso muß hier Netzwerktechisch Nichts konfiguriert werden.
Hi Holger,
alternativ könnte man noch in einer virtuellen Maschine ein Windows (wenn vorhanden) aufsetzen und von dort aus mit Teamviewer arbeiten. Ist halt mehr Aufwand.
Warum eine VM mit Windows?
Teamvewer läuft ziemlich gut mit Linux.
Wenn Linux der Client ist, gebe ich dir Recht. Aber als Server, sprich Rechner der ferngewartet wird, ist teamviewer extrem grottig. So zumindest meine Erfahrung von vor ca. einem halben Jahr.
Sollten tatsächlich Router, die man selbst nicht beeinflußen kann, im Spiel sein, wäre evtl. Hamachi oder NeoRouter eine Möglichkeit um überhaupt erst einmal den Kontakt herzustellen.
@ holger
Dir geht es doch um die wartung nur von linuxsystemen auf dem rechner deines vaters?
Was meinst du dabei mit "wartung"? Ich frage deshalb so naiv, weil wenn es um wartung unter linux geht, dann heißt das zumindest bei mir immer irgendwie "terminal". Und da ist ja nun wirklich nichts einfacher als ssh wohin auch immer.
Da du aber schreibst, du bräuchtest etwas grafisches so hört sich das so an als ginge es darum ggf. deinem vater online auch etwas zu zeigen? Dann kommt es ja mehr darauf an, dass dies auf beiden seiten flüssig läuft. Vielleicht ist dann sogar eine kombination sinnvoll, ich meine zur wirklichen wartung ist doch nichts so unschlagbar einfach wie ssh(d). Vielleicht sagst du noch was zu den tatsächlichen anwendungsszenarien, damit klarer wird wozu du eigentlich die graphische verbindung brauchst (bei windows systemen wäre das ja klar).
Hallo,
vielen Dank für Eure rege Anteilnahme :-)
@towo, ich habe noch vor einigen Wochen Teamviewer genutzt, aber nun doch Schwierigkeiten mit der Installation unter OpenSUSE12.2. Die Fehlermeldung, dass keine tvwine.dll.so gefunden werden kann, ist im Netz zwar gut beschrieben, sogar distributionsübergreifend, aber die Tipps dazu haben bisher nicht geholfen, etwa wine nach zu installieren, weil teamviewer ja seine eigene Wine Version mitbringt. Auch das Nachinstallieren diverser Libraries führte bei manchen zum Erfolg, bei anderen wie auch bei mir jedoch nicht. Gestern habe ich aus Interesse dazu sogar noch ein Support Ticket beim Teamviewer Team eröffnet.
Dennoch möchte ich nun doch lieber eine Lösung mit durchweg freier Software.
@michaa7, ich möchte schon mehrere Dinge tun:
- cups Konfiguration per Browser (OpenSUSE und siduction)
- Paketinstallation mit zypper und apt (OpenSUSE und siductiuon)
- weitere Aufgaben mit Yast (OpenSUSE)
- Hilfe bei den Einstellungen mit gimp (OpenSUSE und siduction)
- Hilfe bei digikam (OpenSUSE und siduction)
Du siehst also, das ist eine sehr vielfältige Art von Unterstützung für meinen Vater.
Die Situation ist außerdem, dass sowohl der PC meines Vaters als auch mein Linuxnetzwerk jeweils hinter einem Router sind.
Viele Grüße,
Holger
Ich wäre dann auch am Ende an einer Lösung interessiert.
Habe eine ähnliche Situation wie Holger. Auch meine Eltern nutzen Linux, haben aber generell manchmal Schwierigkeiten, z.B. sich auf einer Seite einzuloggen usw.
Da wäre eine grafische Hilfe gut.
Quote from: "Lanzi"Ich wäre dann auch am Ende an einer Lösung interessiert.
Habe eine ähnliche Situation wie Holger. Auch meine Eltern nutzen Linux, haben aber generell manchmal Schwierigkeiten, z.B. sich auf einer Seite einzuloggen usw.
Da wäre eine grafische Hilfe gut.
x2go?
Läuft auch unter debian-sid mit den squeeze-sourcen...
http://www.x2go.org/doku.php/wiki:x2go-repository-debian
am Router deines Vaters Port 22 für ssh freizuschalten (für x2go) sollte relativ leicht zu erledigen sein (NAT-Portregeln)
x2go vielleicht auch in Kombination mit italc?
towo hat zwar Recht mit dem Portforwarding für VNC, allerdings sehe ich da jetzt nicht unbedingt das Problem. Die meisten Router haben eine sehr schöne Oberfläche, wo das mit ein paar Klicks erledigt ist.
Ich denke, für deine oben genannten Aktivitäten ist VNC tatsächlich die beste Variante. FreeNX würde zwar auch gehen, aber auch hier war ich von der Geschwindigkeit alles andere als angetan.
Ich habe es bei meinen Schwiegereltern so eingerichtet, dass sie nur ein Symbol auf dem Desktop anklicken müssen, um damit den VNC Server zu starten (will den nicht dauerhaft laufen haben). Alles weitere läuft ohne Probleme von meinem Rechner aus, Einzig die Einrichtung musste einmal passieren. Aber gerade mit x11vnc ist das mehr oder weniger eine Befehlszeile.
Grüße
Hi,
ich hatte mal testweise -zu sidux-Zeiten- für die Wartung des Rechners meiner Mutter VNC über ssh laufen. Dazu hatte ich meiner Mutter einen zweiten User eingerichtet den sie bei Problemen starten sollte nachdem sie mich kontaktiert hatte. Bei diesem User wurde dann automatisch die ssh-Verbindung vorbereitet, die IP auf dem Schirm ausgegeben und auf die Kontaktaufnahme von mir gewartet -gpg-gesichert- . Danach konnte ich VNC starten. Leider ist das wegen der erforderlichen Bandbreite dann letztendlich doch eingeschlafen, funktionierte aber -mit Geschwindigkeitsproblemen über die 80 kM; beim Test in meinem Heimnetzwerk -soweit ich mich erinnere- ohne große Probleme. Die Freigabe der Ports an den Routern war einfach.
Hmm, jetzt hab ich VDSL statt DSL-light und außerdem gerade Urlaub.... vielleicht die Gelegenheit mich da nochmal rein zu wurschteln und das doch noch brauchbar hin zu bekommen.
Gruß
ayla
Ich benutze für Fernzugriffe VNC SSH-getunnelt.
...
Hat jemand von Euch einen Geschwindigkeitsvergleich zwischen x2go und vnc?
Die denkbar einfachste, ressourcenschonende und plattformunabhängige Fernwartungsoftware (grafisch) ist: tada - Chrome! (Ja, der Browser)
Mir sind auch keine Sicherheitslücken bekannt.
Ich benutze das sehr häufig, weil es auch bei sehr schwachbrüstiger Leitung problemlos funktioniert.
Grüße
planlos
@ planlos
ähm, könntest du diesen in der tat etwas überraschenden vorschlag mit ein paar details schmücken? Sowas in der art wie man damit eine verbindung zu einem entfernten rechner aufbauen können soll? Dann müßte chrome ja einen server beinhalten? Und was soll man da zu gesicht bekommen? Und chromium kann das auch?
Fragen, nix als fragen ... :?:
Quote from: "Nex"
[...]
FreeNX würde zwar auch gehen, aber auch hier war ich von der Geschwindigkeit alles andere als angetan.
[...]
...da wird der Overhead von der SSH "mitgeschleppt". Aber eine SSH-Verbindung ist von Haus aus sicher :-)
@michaa7
https://chrome.google.com/webstore/detail/gbchcmhmhahfdphkhkmpfmihenigjmpp?hl=de&utm_source=chrome-ntp-launcher
QuoteDann müßte chrome ja einen server beinhalten?
In der Tat, das tut er.
Folge dem obigen Link. Das Plugin heißt Chrome Remote Desktop und ist von Google selbst. Wie gesagt, das funktioniert erste Sahne. Beim Verbindungsaufbau wird ein Schlüssel generiert, welchen die zu wartende Seite der verbindenten Seite mitteilt und los gehts :-)
Gruß
planlos
edit: Hier ist eine kleine Diskussion über Chrome Remote Desktop mit Chromium:
https://groups.google.com/a/chromium.org/forum/?fromgroups=#!topic/chromium-dev/Aq4JOrfYWLg
Danke!
@towo
Bei mir läuft teamviewer derzeit ausschließlich auf Installationen,
die noch das alte ia32-libs Paket installiert haben.(alle amd64)
Auf einer neuen Installation ist es mir nicht gelungen Temaviewer
zum laufen zu bewegen. (multiarch + 32bit teamviewer)
Wenn Du weißt, wie man das Problem "besiegt" wäre ich sehr interessiert. Teamviewer finde ich sehr praktisch mit seinen Möglichkeiten.
FreeNX ist wenn es denn läuft auch ziehmlich genial.
thightvnc bedarf zusätzlich auf der Hostseite einen laufenden sshserver und ein portforwarding im router.
Für Windows (in Professional Variante) ist auch remotedesktop eine Möglichkeit :
pro= Laufwerke mountbar, Druckerumleitung
contra = auf der hostseite sieht man nicht was gemacht wird.
Ich kann das Problem nicht nachvollziehen.
Ich habe multiarch aktiviert und Teamviewer installiert.
Ohne nähere Hinweise, wo Dein Problem ist, kann ich dazu nix weiter sagen.
Bei mir läuft der Teamviewer auch mit Multiarch problemlos.
Grüße
Reiner
werde noch einmal einen Test starten, diesmal auf Intel Plattform und mich dann mit näherem melden, dann aber in einem neuen Thread unter Software.
Quote from: "bluelupo"Quote from: "Nex"
[...]
FreeNX würde zwar auch gehen, aber auch hier war ich von der Geschwindigkeit alles andere als angetan.
[...]
...da wird der Overhead von der SSH "mitgeschleppt". Aber eine SSH-Verbindung ist von Haus aus sicher :-)
Da gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Aber selbst eine ssh getunnelte VNC Verbindung war schneller. Ich will natürlich nicht ausschließen, dass ich etwas grundlegendes mit FreeNX falsch gemacht habe. Es wird schließlich immer wieder im Netz empfohlen. Meine Erfahrungen sind auch schon ca. zwei Jahre her. Da VNC aber genau das macht, was ich mir vorstelle und das auch zufriedenstellend, habe ich es nicht mehr versucht.
Beste Grüße
@holgerw
Du kannst es auch mit reverse vnc versuchen. Das hat den Vorteil, dass du nur für deinen Rechner eventuell nötige Port Weiterleitung einrichten musst.
Auf heise gibt einen Artikel dazu
http://www.heise.de/netze/artikel/Windows-Fernsteuerung-auf-Doppelklick-221454.html
Für die Varianten Linux zu Linux benutze ich es.
Dazu musst du auf deinem Rechner einen Benutzer (z.B. hilflos) einrichten. Die Authentifizierung bei ssh wird über eine id_rsa gelöst.
Auf deinem Rechner musst du zuerst den vnc-client im lausch-Modus starten xvnc4viewer -LowColourLevel 2 -PreferredEncoding ZRLE -AutoSelect=0 -listen 5500
Anschließend startet der Hilfesuchende die ssh-Verbindung und den vnc-server ssh -f -L 5500:localhost:5500 -i /foo/bar/id_rsa hilflos@IP-des-Helfersystems sleep 10; x11vnc -connect_or_exit localhost:5500
Du brauchst natürlich entweder eine feste IP oder du verwendest dyndns. Falls du dyndns meiden willst, besteht auch die Möglichkeit, dass du deine aktuelle IP in einer Datei auf einem von Dir betreuten Web-Server ablegst und diese Datei vom Script des Hilfesuchenden ausgelesen wird.
Hinweis:
Wenn man als Helfer über UMTS ins Netz geht muss man einen APN verwenden, bei dem man auch eine öffentliche IP bekommt, sonst ist man selber hinter einem NAT und es geht dann nicht.
Bei t-mobile muss man als APN folgenden verwendeninternet.t-d1.de
Den verwende ich aber nur, wenn ich helfen soll
Wenn der Helfer die Verbindung aufbaut:
Wiki (http://wiki.siduction.de/index.php?title=VNC-Verbindung_durch_ssh-Tunnel_mit_dynamischer_DNS_herstellen)
Nachteil: ssh-Port am Router des Servers permanent durchgeleitet, allerdings abgesichert mit gpg.
das Chrome-Dingens gibt es wohl auch als FF/Iceweasel Extension: http://help.remotedesktopmanager.com/index.html?firefox_extension.htm bzw. das könnte vonner anderen Klitsche sein. (Ich hab's noch nicht ausprobiert)