http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vorsicht-beim-Skypen-Microsoft-liest-mit-1857620.html
zur einen Hälfte interessant und zur anderen Hälfte schockierend.
Zitat von: "cryptosteve"zur einen Hälfte interessant und zur anderen Hälfte schockierend.
Jupp, aber nichts womit man nicht rechnen konnte, angesichts dem ganzen Gedöhns um Patriot Act und über amerikanische Server laufenden oder bei amerikanischen Firmen gehosteten Daten.
Nu ja, in Deutschland ist man ja gerade dabei sich dem internationalen Trend anzuschließen...
Gruß
ayla
Jein ... ob sich jemand das Recht einräumt, mitzuschnüffeln oder ob er das auch tatsächlich ausnutzt, sind mal grundsätzlich zwei verschiedene Paar Schuhe.
Das dann auch noch gesicherte Links mit Sessioninfos rausgespidert werden, verleiht dem ganzen aber schon eine andere Größenordnung.
Es ist auch ein unterschied ob sich ein staat veranlaßt sieht herumzuschnüffeln oder ob eine firma das warum auch immer tut (tuen darf?). Nicht dass das eine gut und das andere schlecht wäre, aber es ist ein gewaltiger unterschied der anmaßung.
BTW, jetzt auch auf der englischen heise seite:
http://www.h-online.com/security/news/item/Skype-with-care-Microsoft-is-reading-everything-you-write-1862870.html
Ich sehe es sowohl beim Staat als auch bei Firmen als eine gewaltige Anmaßung, wenigstens solange kein richterlicher Beschluss vorliegen muß und der Abgehörte nicht wenigstens im Nachhinein umfassend informiert werden muß so daß er rechtliche Handhaben hat.
Die Situation in Amerika betrachte ich da als eines Staates der sich demokratisch nennt absolut unwürdig, insbesondere für nicht amerikanische Staatsbürger.
Ferner: Die Firmen werden verpflichtet die Daten abzugreifen und für eventuelle Ermittlungen vorzuhalten. Und wenn die nun schon mal da sind...
Zitat von: "ayla"Ich sehe es sowohl beim Staat als auch bei Firmen als eine gewaltige Anmaßung, wenigstens solange kein richterlicher Beschluss vorliegen ...
Bei mir erweckt der artikel den eindruck das MS das aus freien stücken macht.
http://www.skype.com/de/legal/privacy/
Siehe Punkt 1 (n)
Wenn ich mich nicht täusche, muss man diese Bedinungen zur Nutzung von Skype akzeptieren. Wenn ich damit nicht einverstanden bin, nutze ich es halt nicht.
Ich unterschreibe auch keinen Vertrag in dem ich jemanden ein Tisch für 10 Mio € verkaufe und beschwere mich danach, dass mich das was kostet ..
Welche Alternative ist gut?
Eine auf die Freiheit des Netzes und Vertraulichkeit der Daten ausgerichtete international bindende und von jedermann einklagbare Vereinbarung.
Aber ich glaube das ist nicht ganz die Antwort nach der Du gefragt hast. :)
Ich bin mir auch nicht sicher ob Verschlüsselung erfolgversprechend wäre angesichts der Versuche staatlicherseits jede Verschlüsselung mit einem Hintertürchen zu versehen -und sei es die Strafandrohung für den Fall daß der Verschlüssler den Schlüssel auf Verlangen nicht rausrückt.
Gruß
ayla
+1
Stimme auf jeden Fall zu!
ALs ich jetzt zwei Wochen in Amerika war konnte ich feststellen wohin eine zu überwachte gesellschaft führt. Nichts in dem Land ist mehr möglich, ohne dass eien Wachmä#ner, Polizisten oder irgendwie Uniformierte zurechtweisen und dafür sorgen, dass die ganze Masse gleichförmig schwimmt!
Ich fürchte, dass auch dieser trend zu uns kommen wird - langsam, agnz langsam aber sicher werden auch wir jede Freiheit verlieren!
Ich habe in den USA in 7 Wochen genau das Gegenteil erfahren: große Freundlichkeit überall, das einzige Zusammentreffen mit Polizisten (Verkehrskontrolle) war sehr lustig.
greetz
devil
Vielleicht haben sie über Dich gelacht, nicht mit Dir. :)
Freundlich sind sie, vor allem die Menschen auf der Straße - aber sie erschinen mir auch alle irgendwie eingeschüchtert und ich habe in ihren AUgen wenig "Feuer" gesehen.
Mit Wachpersonal in Museen, an Ground Zero, Polizisten und jeder Art von uniformierten, bei jedem Körperscan, Metalldetector usw. entstand jedesmal der Eindruck, ich wäre in einem Kinofilm wo Rekruten der Marienes ihren ersten Tag haben ;-)
Hey, wenn hier ein Berliner zB über die "Ausländer"-Schwabenflut in Berlin meckert, hier südlich von Frankfurt keiner was mit einem Feudel anfangen kann und Fischköppe sich nicht vorstellen können, dass man Grummbeere essen kann:
Dass ist alles dichter beisammen als New York und Chicago. Und das ist nur ein drittel der Strecke nach Los Angeles. Und dazwischen gibt es die Fundamentalchristen im Mittelwesten.
- Von welchem Amerika sprecht ihr?
- Wie werden Amerikaner sich über Europa unterhalten: Einer war in London, der andere in Bukarest.
ja, stimmt schon... Ist schon etwas Wahrheit dran, aber sooo groß sind die Unterschiede nun auch nicht.
Zitat von: "cryptosteve"zur einen Hälfte interessant und zur anderen Hälfte schockierend.
das sehe ich anders:
zur einen Hälfte:
Hätte man als informierter Mensch erwartet...
zur zweiten:
...wissen können.
Das ist ja grundsätzlich kein Problem. Im Internet ist nichts umsonst, das ist klar.
Außerdem kann jeder das Thema für sich lösen. Das Geschäftsmodell der Datensammler ist klar:
Bezahltes Nichtstun!
Nur bei gugl, fratzenbuch und Co. den Servicedienst "TNAM" (tell nothing about me) abonnieren!
Zum Einstiegsangebot von $ 399/Monat für junge studierte Jobsucher.
Im Alter geht es günstiger zu $ 99/Monat (da geht es nur noch um Bonitätsthemen).
Also das bezahlte Zurückhalten illegal beschaffter Informationen ist das Business-Modell der Zukunft. Das ist nah am finanziellen "perpetuum mobile".
Gugl, fratzebuch yes nobelpreisverdächtig!
Zitat von: "cryptosteve"Jein ... ob sich jemand das Recht einräumt, mitzuschnüffeln oder ob er das auch tatsächlich ausnutzt, sind mal grundsätzlich zwei verschiedene Paar Schuhe. ...
Ja da hast Du recht. Aber da Wohltäter immer rarer werden und Schnüffeln in großem Stil Geld kostet, gibt es doch einige wenige Große (die sehr viel schnüffeln und dafür viel investieren), die das Geld nicht abschreiben sondern vermehren wollen. Datenveredelung halt!
Wer glaubt denn, dass "geschenkte Funktionalität" nichts kostet?
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Die alte Presse bleibt halt einfallslos. Die Musikindustrie hat ja den ersten Irrweg eingeschlagen. Nichts wie hinterher.
Zitat von: "mylo"Spiegel online bettelt jetzt die adblocker abzuschalten.
Tun sie? Wo das denn? Oder wird die Bitte hier nur weggeblockt? ;)
Hallo,
ich muss gestehen, dass ich skype nutze, um mit meinem Vater zu diskutieren, zu meiner Schande muss ich zugeben, die Lizenzvereinbarung nur abgenickt zu haben, ohne sie zu lesen. Wenn MS mitliest oder hört, ist das natürlich übel. Nun ja, bei uns erfsahren sie dabei viel über digikam, welche Funktion mal wieder kaputt ist und was funktioniert :-) Manchmal wird es bei unserem Videochat allerdings auch (links)politisch.
Viele Grüße,
Holger
Zitat von: "holgerw"[ ..] die Lizenzvereinbarung nur abgenickt zu haben, ohne sie zu lesen.
Es sei allerdings anzumerken, das solche Lizenzvereinbarungen heute offenbar extra so zusammen gestellt werden, dass sie einfach kein Mensch mehr liest.
Inhaltlich würde das ganze vermutlich auf ein DIN A4-Faltblatt passen, aber man kann es natürlich auch so aufblasen, das 'ne ausgeprägte 12-Jahres-Elternzeit erforderlich ist, um die Vereinbarungen in allen Facetten zu erfassen.
Zitat von: "cryptosteve"Zitat von: "mylo"Spiegel online bettelt jetzt die adblocker abzuschalten.
Tun sie? Wo das denn? Oder wird die Bitte hier nur weggeblockt? ;)
Hi cryptosteve,
ja sie betteln. Bei Spiegel, golem (hat es sicher eher nötig) und noch einigen Seiten großer deutscher Zeitungen habe ich das gesehen. Das wurde bei mir nicht weggeblockt (adblock+).
Das scheint eine koordinierte Aktion zu sein.
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Zitat von: "holgerw"... zugeben, die Lizenzvereinbarung nur abgenickt zu haben, ohne sie zu lesen.....
Viele Grüße,
Holger
Da bin ich auch dabei! Am besten freie Software, da geht es besser, aber Skype hat sich schon sein Plätzchen im Software-Regal vieler Nutzer gesichert.
Zitat von: "holgerw"Manchmal wird es bei unserem Videochat allerdings auch (links)politisch.
Dann hast du doch nichts zu befürchten zwecks Überwachung. Marktwirtschaftler haben noch keine Sozialisten ins Gulag geschmissen und gegenseitig rotten sich die Sozialisten auch nur in seltenen Fällen aus. :lol:
Marktwirtschaftler? Also Kapitalisten?! Haben nicht? Na das sehe ich anders ... ;)
Aber das ist ein anderes Thema ..... 8)
Mal wieder n' bischen Öl nachgießen...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Big-Data-fuer-Big-Brother-Liest-der-US-Geheimdienst-immer-mit-1884735.html
Soso, alle aufrechten Deutschen empören sich schön, gibts ja bei uns auf keinen Fall, sowas "einer Demokratie wie Amerika unwürdiges"...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Spionage-Empoerung-in-Deutschland-1884873.html
Aber das ist ja sicherlich alles am Ende mal wieder 'ne Reisenente...
Gruß
ayla
Was ich daran so schön finde ist, das man sich kaum noch um sein Backup kümmern muss. Wenn mir mal was richtig wichtiges verloren geht, frage ich einfach bei der NSA nach, ob ich mal 'ne Sicherheitskopie haben kann. Die haben offenbar ein recht vollständiges Backup meiner Daten.
Wer Ironie findet, darf sie behalten.
Zitat von: "cryptosteve"Was ich daran so schön finde ist, das man sich kaum noch um sein Backup kümmern muss. Wenn mir mal was richtig wichtiges verloren geht, frage ich einfach bei der NSA nach, ob ich mal 'ne Sicherheitskopie haben kann. Die haben offenbar ein recht vollständiges Backup meiner Daten.
Wer Ironie findet, darf sie behalten.
Wenn die wirklich klever wären würden sie es ja als kostenpflichtigen Dienst anbieten... :shock:
ob ich da nenn reseller-account bekomm ?
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Obama-Niemand-hoert-Ihre-Anrufe-ab-1885104.html
ZitatEr versicherte aber, dass die Sammlung von Telefondaten durch die Sicherheitsbehörde NSA keine Namen oder Inhalte enthalte.
Na also, alles halb so schlimm, keine Namen und keine Inhalte.
Also lauter leere Dateien :lol:
Das waren ja nur die Telefonate. Ob die Terroristen von heute ihre Anschlagspläne noch per Voicetelefonie abkaspern? Und was die ja auf gar keinen Fall benutzen ist Verschlüsselungstechnik.
Aber es ist ja nicht so, dass die Behörden nur in Amerika unter dem Deckmantel der Terrorabwehr maßlos übers Ziel hinaus schießen.
Ich hab' ja eigentlich auch garnix gegen eine vernünftige und maßvolle Sicherheitspolitik. Wenn sie auf rechtsstaatlichen Grundlagen steht, d.h. es muß sichergestellt werden daß die Abgehörten danach über Art und Umfang umfassend informiert werden und sich wehren können. Und daß es vorher ein offizielles Gericht und nicht irgendeine "Geheimkammer" angeordnet hat.
Was dies hier aber wieder zeigt ist daß diese Herrschaften nicht nur denken alle wären dämlich sondern dies als Gewissheit voraussetzen und entsprechend unverschämt agieren und argumentieren.
Da schwillt mir dann regelmäßig der Kamm.
US-Abhörpraxis betrifft auch deutsche Bürger
http://www.tagesschau.de/ausland/prism108.html
:x
Wie weit das ganze tatsächlich geht und was eine parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste wert ist geht wohl am ehesten hieraus hervor:
ZitatIn den Dokumenten wird PRISM laut Guardian als einzigartiger und höchst wertvoller Zugang zu Informationen angepriesen, der neben dem britischen auch Geheimdiensten anderer Länder zur Verfügung gestellt wurde.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Netzspionage-Grossbritannien-schnueffelte-offenbar-mit-1884966.html
Aber bei uns hat ja wieder keiner was gewusst...
Interessant dazu:
ZitatIn ersten Reaktionen erklärten die Konzerne hingegen am Freitag, man gewähre keiner offiziellen Stelle einen direkten Zugang zu seinen Servern. Google teilte mit, der Regierung sei nie »eine Hintertür« geöffnet worden. Microsoft erklärte, man leiste nur Anweisungen Folge, die sich auf »spezifische Nutzer oder identifizierende Merkmale« bezögen. »Wir haben noch nie von PRISM gehört«, sagte ein Apple-Sprecher. Wenn eine Regierungsstelle Zugang zu Nutzerdaten erhalten wolle, müsse sie eine richterliche Anordnung vorlegen. Auf die direkte Frage, ob man am NSA-FBI-Programm teilnehme, lehnte Apple eine weitergehende Stellungnahme ab.
http://www.jungewelt.de/2013/06-08/039.php
Wers glaubt .... 8)
Zu dem Thema hab ich mal ein wenig Hintergrundinfo zusammengetragen: https://www.computerbase.de/news/2013-06/bluffdale-die-groesste-datenhalde-der-welt/
greetz
devil
Zitat von: "devil"Zu dem Thema hab ich mal ein wenig Hintergrundinfo zusammengetragen: https://www.computerbase.de/news/2013-06/bluffdale-die-groesste-datenhalde-der-welt/
greetz
devil
Da werden Alpträume langsam aber sicher wahr und SF lesen erübrigt sich.
Ich bin gerade am überlegen welche amerikanischen Firmen ich nutze und welche europäischen Alternativen es gibt -nicht weil ich wirklich glaube daß es hier viel besser wäre, aber wenigstens habe ich eine kleine Chance auf eine gerichtliche Kontrolle und Einspruchsmöglichkeit.
Paypal -> alternativ ?
Googlesuche -> alternativ ?
Gmail und G+ account stirbt (letzteres leider).
tbc
Zitat von: "ayla"...
Paypal -> alternativ ?
Googlesuche -> alternativ ?
Gmail und G+ account stirbt (letzteres leider)...
Paypal -> siehe z.B. http://www.golem.de/1108/85421-3.html (http://www.golem.de/1108/85421-3.html)
Googlesuche -> ixquick.de (https://ixquick.de/) | startpage.com (https://startpage.com/)
Gmail und G+ -> keine Idee, aber in den letzten Wochen frage ich mich des öfteren ob die Menschen nicht mehr Email-Verschlüsselung (PGP etc.) nutzen könnten, das sollte eigentlich so normal und selbstverständlich sein wie einen Brief in einen Umschlag zu stecken statt Postkarten zu nehmen. Ich tus aber auch nicht :roll:
Danke!
xquick und giropay werde ich mal versuchen ausschließlich zu nutzen, mal gespannt wie gut das funktioniert.
Zitat von: "der_bud"
Gmail und G+ -> keine Idee, aber in den letzten Wochen frage ich mich des öfteren ob die Menschen nicht mehr Email-Verschlüsselung (PGP etc.) nutzen könnten, das sollte eigentlich so normal und selbstverständlich sein wie einen Brief in einen Umschlag zu stecken statt Postkarten zu nehmen. Ich tus aber auch nicht :roll:
G+ hatte ich mir nur wegen der dortigen siduction community zugelegt -deshalb das "leider"-, trotz Bedenken.
Ich kann aber nicht glauben daß google von dieser Geschichte hier so wenig weiß wie sie behaupten. Insofern muß ich auch den Einspruch den sie zu der Zeit gegen ein Auskunftbegehren des FBI einlegten -was ich unterstützenswert fand- für einen Marketinggag halten.
Ich sehe nur eine Möglichkeit dem Datenhunger der amerikanischen "Dienste" entgegenzuwirken und das ist keine zu benutzen bevor hier nicht wieder -auch für ausländische Nutzer- rechtsstaatliche Zustände herrschen. 'nen Zweck wirds natürlich keinen haben, es sei denn es würde mal der großen Mehrheit der Betroffenen der Kragen platzen und den Großen einige Einnahmen wegbrechen, aber ich werde versuchen in der Zukunft solange ohne amerikanische Dienstleister auszukommen bis sich da was ändert.
Und zu verschlüsselten Emails: Ich hatte mal versucht lediglich emails mit Signatur an meine Bekannten zu versenden denen ich die Aufnahme meines Schlüssels zutraute...
Nach dem folgenden Chaos Motto: "Du verschickst nur noch emails mit Viren" usw hab ichs wieder aufgegeben.
:)
Gruß
ayla
Bill Maher in seiner letzten Sendung "Realtime" behaupted auf seinen Anwurf:: "Aber ihr habt doch selbst dem Präsidenten mit dem Patriot Act diese Möglichkeit gegeben?"
würden Republikaner antworten: "Ja, aber nicht einem schwarzen Präsidenten."
Das ist natürlich nur ein Witz über deren Scheinheiligkeit. Obama hat selbst auf einer letztlich viel beachteten Pressekonferenz gesagt, dass die präsidialen Rechte - hier in Bezug auf vor - gerichtliche Tötungen - eingeschränkt werden müssten.
Ich mache mir Sorgen um die Gesichtserkennung der Google Brille. Google schließt dieses Feature jetzt noch aus. Aber wenn die staatlichen Dienste diese Daten bekommen und damit selbst Gesichtserkennung betreiben? Dann reichen Begegnugen mit Bekannten, die ein Google Konto haben, und du bist eingeordnet, auch wenn du ein total analoges Leben führst.
Warum gibt es keinen Vertrag zwischen Gugl und NSA? Es braucht keinen!
Gugl ist NSA. Ganz einfach.
So extrem sehe ich das sicher nicht, aber leider kann ich trotzdem von den Dementies nur wenig glauben:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zuckerberg-und-Page-weisen-Spionage-Vorwuerfe-zurueck-1885175.html
Zitat"Unser Rechts-Team prüft jede einzelne Anfrage und wehrt sich oft, wenn sie zu breit gefasst sind oder nicht der korrekten Prozedur folgen.
Ja, möglich, aber:
ZitatDie New York Times berichtete an Samstag von Systemen für diese Datenübergabe. So sei zumindest mit Google und Facebook über "separate, sichere Portale" dafür verhandelt worden, zum Teil auf Servern der Unternehmen. Der Bericht ließ offen, ob diese Ideen umgesetzt wurden. Es hieß, mehrere Unternehmen hätten den Behörden den Zugriff auf rechtmäßig angeforderte Daten erleichtert und dafür zum Teil ihre Computersysteme angepasst.
und:
ZitatZugleich werden die Anfragen nach dem Auslandsspionage-Gesetz FISA (Foreign Intelligence Surveillance Act) von einem eigens dafür zuständigen Gericht freigegeben und sie seien so geheim, dass nicht einmal ihre Existenz bestätigt werden dürfe, schrieb die Zeitung. Die in FISA-Anfragen eingeforderten Daten zu übergeben sei Pflicht
deshalb:
ZitatHallo Jürgen,
Mit dieser Meldung wird bestätigt, dass das Google-Konto xxxxxxxxxxxxxxxx@gmail.com gelöscht wurde.
Falls das Konto nicht von Ihnen gelöscht wurde, klicken Sie auf den unten stehenden Link, um den Zugriff umgehend wiederherzustellen:
Konto wiederherstellen
Google-Konten können nach dem Löschen nur innerhalb eines kurzen Zeitraums wiederhergestellt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Google Konten-Team
Hallo,
zunächst einmal finde ich auch, dass hier Behörden über das Ziel hinaus schießen aber warum wundern wir uns darüber?
Ich meine, viele hier finden IT hardware- und softwaremäßig richtig geil, sind an Weiterentwicklungen interessiert, freuen sich über die neueste Version von Software x, die noch viel mehr kann, und ja, mir geht es zum Teil ähnlich. Mich wundert es ehrlich gesagt nicht, und das ist die Kehrseite de Medallie, dass diese Fähigkeiten bis zum Erbrechen auch von anderen voll ausgeschöpft werden, sei es nun auf Kosten der Geheimhaltung persönlicher Daten oder anderem.
Warum etwa soll sich ein Gesetzgeber, der uns vor Wahlen das blaue vom Himmel herunter lügt um Datensicherheit der Bürger scheren?
Bitte nicht falsch verstehen, dies soll keine Jereminade werden "Diese böse neue Technologie" aber just diese Technologie ist es, der sich jedermann in welcher Form auch immer bedienen kann und wenn ich sehe, wie dies teilweise geschieht, sehe ich deutliche Mängel an geistiger Reife, mit dieser Technologie angemessen umzugehen.
Daher beginnt meines Erachtens ein kritischer Umgang mit IT nicht erst bei der Frage freie oder unfreie Software. Sie beginnt schon damit, wenn ich unter meinen Schreibtisch lange und diesen schwarzen Kasten einschalte.
Viele Grüße,
Holger
"Bleierne Zeit" - als Ende der 70er Jahre die RAF im Verein mit den Palästinensern uns mit Executionen und Bombenanschlägen und Flugzeugentführungen erschütterte, standen die Bürgerrechte ganz schnell in Frage.
Wie wird unsere Haltung sein, wenn durch eine "dreckige" Bombe eine ganze deutsche Großstadt unbewohnbar wird?
Was wird gefordert werden, wenn durch billige Drohnen, oder sonstwelche billig herzustellende Waffen (3D Drucker), mehrmals Jets mit hunderten von Passagieren vor unseren Flughäfen vom Himmel geholt werden?
Welche Einschränkungen werden wir liebend gerne in Kauf nehmen, wenn die billige Virus Gentechnik wahr wird, und wir von tödlichen Sars Ansteckungen bedroht werden?
Jetzt in friedlichsten (!) Zeiten (bei uns) den Datenschutz zu fordern ist billig.
Die Einschränkung unserer Freiheiten wird kommen, soviel steht für mich fest, wenn ich sehe was die Zukunft bringen kann. Und was kann, wird auch mit ziemlicher Sicherheit ...
Zitat von: "ralul"
Jetzt in friedlichsten (!) Zeiten (bei uns) den Datenschutz zu fordern ist billig.
Jetzt einen umfassenden Datenschutz zu fordern ist aus den von Dir und Holger genannten Gründen eine absolute Notwendigkeit, gerade weil diese Entwicklung -immer noch- erst am Anfang steht und die Möglichkeiten und Konsequenzen daraus nicht mehr überschaubar sind.
Was möglich ist wird gemacht werden, das ist sicher -wobei ich mir zugegebenerweise nicht so sicher bin ist ob es mir letztendlich dann nicht doch lieber ist die Amerikaner machens als irgendwer anders -weil ich einfach immer noch glaube daß die demokratischen Strukturen in Amerika noch funktionieren.
Dafür zu sorgen daß dies nicht wie jetzt in Amerika in einem unkontrollierten, weil geheimen, Wildwuchs geschieht ist die Aufgabe und Verpflichtung aller die an dieser Entwicklung, in welcher Form auch immer, beteiligt sind.
Geschieht hier nichts ist die Gefahr immens das alles was Gestapo, Stasi und der KGB der Sowjetaera in dieser Beziehung jemals machten am Ende Peanuts waren.
Hallo Jürgen,
ZitatJetzt einen umfassenden Datenschutz zu fordern ist aus den von Dir und Holger genannten Gründen eine absolute Notwendigkeit, gerade weil diese Entwicklung -immer noch- erst am Anfang steht und die Möglichkeiten und Konsequenzen daraus nicht mehr überschaubar sind.
Genau das wollte ich ja auch mit meinem Beitrag nicht in Frage stellen, ich hoffe, das ist nicht so herüber gekommen.
Ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass ganz gleich, welche Technologie zum Einsatz kommt, sie immer zu "guten" wie zu "schlechten" Zwecken eingesetzt wird und dies keine Frage von freier versus unfreier Software ist. Und je weiter eine Technologie fortgeschritten ist, desto übler kann es dann werden, vor allem, wenn der Zeitgeist unreif ist für die Technologie, wird sie nicht überwiegend zum besseren verwendet.
Viele Grüße,
Holger
Hallo Holger,
nein, ist nicht so rüber gekommen.
Ich wollte die Beiträge von Dir und Ralul aber zum Anlass nehmen nochmal zu betonen daß es jetzt nötig und wichtig ist etwas gegen die Form zu unternehmen wie sich das Ganze entwickelt. D.h. Druck aufzubauen wo's nur geht.
Gruß
Jürgen
@ayla, ja aber meine Frage war, entspechend diesem Einwurf:
Zitat von: "ralul"Wie wird unsere Haltung sein, wenn durch eine "dreckige" Bombe ...
Was wird Deine Haltung sein, wenn Du Familie verlieren würdest?
Mein Verdacht ist, jeder wird sagen:
scheiss auf meine Privatsphäre und Datenschutz ...
Sicherheit, Privatspäre und Datenschutz müssen sich nicht zwangsläufig so arg widersprechen wie dies momentan gerne dargestellt wird.
Wie ich oben schon mal (nicht so ausführlich) sagte:
Vor Beginn einer Überwachungsmaßnahme muß ein reguläres Gericht diese -in jedem Einzelfall!!- veranlassen. Hier könnte zur Wahrung der Rechte des Überwachten z.B ein Anwalt den eine Organisation wie z.B. Human Rights Watch benennt hinzugezogen werden müssen. Dieser könnte ja durchaus bis zum Abschluß der Aktion zur Verschwiegenheit verpflichtet werden.
Während der Aktion müsste in regelmäßigen Abständen überprüft werden ob die Fortsetzung der Aktion noch berechtigt ist.
Nach Abschluss einer Aktion müssen alle Beteiligten umfassend informiert werden und gerichtliche Schritte unternehmen können -z.B. wäre ein hoher Schadensersatz für den Fall einer unberechtigten Einbeziehung in eine Überwachungsmaßnahme denkbar, sowie empfindliche Strafen für den Veranlasser. Daten die nicht im Zusammenhang mit einer Straftat stehen müssen umgehend gelöscht werden, Mißbrauch berechtigt zu Schadensersatz, usw.
Damit könnte der Mißbrauch dieser Technologie in Grenzen gehalten werden und der Sicherheitsaspekt wäre ausreichend berücksichtigt.
Warum sollte dann noch jemand sagen: "scheiss auf meine Privatsphäre und Datenschutz"
Hallo Ralph
der Thread bekommt ja eine neue Wendung, Du schreibst:
ZitatWas wird Deine Haltung sein, wenn Du Familie verlieren würdest?
Mein Verdacht ist, jeder wird sagen:
scheiss auf meine Privatsphäre und Datenschutz ...
In einem funktionierenden Rechtsstaat ist der Judikativen jede persönliche Haltung zu irgend einem Geschehen ziemlich gleichgültig, und das ist auch gut so. Denn sonst entscheidet ein persönlich Betroffener - etwa durch einen Mord bedingt - plötzlich wieder über die Einführung der Todesstrafe. Selbst wenn ich den Täter am liebsten mit eigenen Händen im Gerichtssaal erwürgen möchte, ist es doch richtig, dass ein unabhängiges Gericht dann das im Gesetz festgelegte Strafmaß ausspricht.
Persönliche Betroffenheit ist bei solchen gesellschaftlich politischen Fragen wie Datenschutz, Sicherheit und Privatsphäre mitunter ein ganz schlechter Ratgeber.
Und wie viel Überwachung unter welchen Rahmenbedingungen wollen wir denn? Ich bin da doch sehr gegen solche Maßnahmen, unter denen erst einmal jeder als potenzieller Täter gilt und gegen derart rigide Gesetze, die aus dem Recht auf Privatsphäre eine Farce werden lassen.
Aber ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass das Deine Position ist.
Viele Grüße,
Holger
"ist der Judikativen jede persönliche Haltung zu irgend einem Geschehen ziemlich gleichgültig"
Wenn interessiert, was die Judikative und die Legislative sagt, wenn ich die Exekutive bin ;)
Eine Gewaltenteilung ist keine Gewaltenteilung, wenn letztlich die Gewalt doch bei einem Organ liegt.
Zitat von: "ayla"Vor Beginn einer Überwachungsmaßnahme muß ein reguläres Gericht diese -in jedem Einzelfall!!- veranlassen.
Es geht zB darum, dass vielleicht nur einer unter Millarden von Menschen in den nächsten zehn Jahren einen Virus Anschlag machen will, der über 90 Prozent aller Menschen killt. (Zum Vergleich. dass dies kein Humbug Szenario ist, wenn es die "billige" Gentechnik geben wird: Neueste Schätzungen gehen davon aus, dass über 90 Prozent aller Indianer Amerikas wegen der Einführung von Schweinen durch die Spanier an den Folgen von Viruserkrankungen gestorben sind).
Es geht also nicht um die Überwachung einzelner, sondern darum den einzelnen zu finden. Das ist mit Surveillance gemeint. Die FBI Überwachung von Verdächtigen ist wieder etwas ganz anderes. Und natürlich gibt es da kritische Grenzfälle, wenn zB in Amerika Tierschützer zu Terroristen gezählt werden, weil sie den "terroristischen" Akt begangen haben in einen Hühnerstall einzubrechen um Misstände zu fotographieren. Wirklich das ist auch Amerika, ich verstehe sowieso nicht Dein verstärktes Vertrauen in das amerikanische System, Ayla: Weil die es seit vier Jahren nicht hin bekommen einen Haushalt zu verabschieden, oder weil sich die Abgeordneten von den Lobbyisten iher Wiederwahl bezahlen lassen?
Und anscheinend, von den Antworten her gesehen, will sich keiner von Euch vorstellen Angehörige zu verlieren um die uneingeschränkten Bürgerrechte zu behalten.
Dazu Realtime with Bill Maher ein Zitat von 2006
http://www.youtube.com/watch?v=eNhO7j7dK_8
Wie kann man nur so naiv sein und davon ausgehen, dass eben dieser eine unter Milliarden, der einen Virenanschlag plant und durchführen wird, seine ganzen Vorbereitungen auf einem ans Internet angeschlossenen PC durchzuführen und jedem seiner Bekannten zuvor davon per Telefon erzählt?
Die Überwachung hat vor 9/11 ins Leere gegriffen und sie wirds danach tun.
Zitat von: "cryptosteve"
Die Überwachung hat vor 9/11 ins Leere gegriffen und sie wirds danach tun.
Das Problem ist daß die technischen Möglichkeiten inzwischen soweit entwickelt sind daß es tatsächlich möglich wäre eine 100% Überwachung hin zu bekommen. Daß Amerika die Bürger- und Menschenrechte im Moment nicht besonders groß schreibt. Immer wieder autoritäre Regime unterstützt, wenn "amerikanische Interessen berührt sind". Diese gesammelten Daten auch an andere Staaten weitergibt.
Und daß Du natürlich Recht hast: Kein einigermaßen ernst zu nehmender Terrorist wird so blöd sein eine Kommunikation im Klartext übers Internet zu schicken. Und wenn Max Moritz mitteilt daß seine schwarze Katze seit drei Tagen Schnupfen hat greift jede Überwachung ins Leere.
Was bleibt in den Maschen hängen? Normale Menschen die sich zu Demonstrationen verabreden; um bei uns zu bleiben z.B. Blockupy (https://blockupy-frankfurt.org)?
@ ralul:
Und ist es dann dies was Du unter Sicherheit verstehst?
Mein "Vertrauen" in Amerika ist nicht wirklich so besonders hoch. Ich habe geschrieben daß ich die demokratischen Strukturen noch für intakt halte. Intakter als bei einigen anderen Staaten die ebenfalls für ein solches, wie von devil verlinktes, Projekt in Frage kämen. Nebenbei- von der Überwachung bis zur Einflussnahme und Steuerung ist es nur ein kleiner Schritt und da weiß ich wirklich nicht was mir lieber wäre, wer die Kontrolle über das Internet hat.
"Strukturen" heißt nicht daß ich Vertrauen in die momentanen Akteure hätte, sondern daß ich glaube -und den Amerikanern zutraue- daß sie die Möglichkeit haben hier einzugreifen und die nötigen Korrekturen vorzunehmen. Daß sich Amerika endlich von seinem 911 Schock erholt und sich wieder auf seine Grundwerte besinnt.
Und nein, ich glaube nicht daß ich in dem von Dir genannten Fall nach einer -sinnlosen- totalen Überwachung schreien würde.
Gruß
Jürgen
Zitat von: "ayla"Das Problem ist daß die technischen Möglichkeiten inzwischen soweit entwickelt sind daß es tatsächlich möglich wäre eine 100% Überwachung hin zu bekommen.
Natürlich. Aber wenn ich mir die letzten Geschichten so angucke, dann heisst es immer wieder "der Täter war den Behörden bereits bekannt". Gebracht hat das allerdings in Punkto Abwehr irgendwie nichts.
Ausgenommen von dieser Bekanntheit sind natürlich Amokläufer, aber auch die wird man nur schwerlich fassen können. Habhaft wird man nur den Idioten und die haben es auch in der Vergangenheit überdurchschnittlich oft ohne fremde Hilfe verbockt.
Übrigens:
http://www.tagesschau.de/ausland/prism-nsa104.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/PRISM-Whistleblower-bekennt-sich-1885409.html
Zitat von: "cryptosteve"Wie kann man nur so naiv sein und davon ausgehen, dass eben dieser eine unter Milliarden, der einen Virenanschlag plant und durchführen wird, seine ganzen Vorbereitungen auf einem ans Internet angeschlossenen PC durchzuführen und jedem seiner Bekannten zuvor davon per Telefon erzählt?
Andersrum die Frage:
Wer ist so naiv zu glauben, dass er mit Terroranschlägen durchkommt und überlebt, wenn er nur analog bleibt?
Bin Laden!?
Der Witz ist nicht von mir, sondern aus meinem obigen Video Zitat von Bill Maher.
ZitatDie Überwachung hat vor 9/11 ins Leere gegriffen und sie wirds danach tun.
Genauso wie uns Menschen eine leichte Grippeerkrankung immunisiert, immunisiert ein Terroranschlag die Staatsinstitutuionen.
Aber ich glaube nicht, jeder Terroranschlag wird verhindert werden. Im Gegenteil, ich sage mit 99 prozentiger Sicherheit voraus, dass jeder zweite von uns in den nächsten zwanzig Jahren mindestens einmal die Hände vors Gesicht schlägt, weint und bedauert, dass der Staat sich nicht mehr Überwachungsrechte genommen hat, weil tausende oder sogar Millionen gestorben sind.
@Ayla, ich bin auch kein Überwachungsfreak und würde wegen 3 tausend Toten - wie in New York - noch nicht alle Bürgerrechte fahren lassen (,obwohl man da ja auch schon mit dem obersten Menschenrecht auf Leben argumentieren kann). Aber ich glaube mit Gewissheit, dass es nicht bei "nur" 3 tausend Toten bleibt. (Ich glaube aber auch, dass schon bei 300 Toten in Deutschland schärfere Maßnahmen eingeführt würden, und zwar mit 97 prozentiger Wähler Zustimmung)
Und übrigens die persönliche Freiheit wird uns viel geschickter genommen werden: Durch "positive" Motivationen werden wir gelenkt werden, ohne dass es uns auffällt: Gadgets, Spiele, eingebaute Neurotransmitter. Einiges wird es geben, was wir uns noch gar nicht vorstellen können.
@Ayla, das besondere an Deutschland ist doch, dass bei 300 Toten alle Gesetze hinfällig werden. Da magst Du mit noch soviel Verfassungsbestimmungen vorgesort haben, ein neuer Schmidt (der 1961 in Hamburg mit dem Einsatz der Bundeswehr gegen die Flut die Verfassung gebrochen hat) wird kommen, und keiner wird auf das Gesetz pochen.
Viel aktueller im Moment:
Wirklich eine kleine Chance mit Aktionen sich dagegen zu stemmen gibt es: Gegenwärtig versuchen globale Konzerne sich mittels Freihandelsabkommen juristisch einklagbare Privilegien auf entgangene Gewinne zu sichern, bei Fortschritten in der Umwelt- und Arbeitsrechtpolitik von Staaten. Das würde die Demokratien der ganzen Welt aushöhlen. In Bezug auf die Kulturpolitik hat dies sogar Springers Welt in ihren Kommentaren schon angemerkt.
@ralul:
Was davon spricht dagegen wenigstens zu versuchen die Entwicklung in eine humane/freiheitliche Richtung zu beeinflussen?
Was spricht dafür uns neben der Sicherheit -durch Terror- auch noch die Freiheit -vom Staat- nehmen zu lassen?
Auch Du sagst doch letztendlich daß diese Form der Überwachung nicht zielführend ist. Hier sind andere Wege gefragt, aber die würden zu einem Machtverlust der Konzerne und der von ihnen getragenen Regierungen führen. Bis von dieser Seite ein Umdenken erfolgt brauchen wir uns wohl alle keine Gedanken mehr über Privatsphäre und Terrorbedrohung zu machen.
Für mich kann ich dazu nur Edward Snowden zitieren:
Zitat"Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles was ich mache und sage aufgenommen wird."
Und:
Zitat von: "ayla"Dafür zu sorgen daß dies nicht wie jetzt in Amerika in einem unkontrollierten, weil geheimen, Wildwuchs geschieht ist die Aufgabe und Verpflichtung aller die an dieser Entwicklung, in welcher Form auch immer, beteiligt sind.
Dieses Risiko und diesen Verzicht auf ein normales Leben allerdings den Edward Snowden hier bewußt eingeht verdient alle Achtung und allen Respekt und kann von niemanden erwartet oder verlangt werden.
Menschen die so etwas wegen ihrer Überzeugung auf sich nehmen werden immer meine Hochachtung haben und ich kann nur hoffen daß es nicht nur einzelne bleiben sondern daß es hunderte und tausende werden.
Gruß
ayla
Zitat von: "ralul"Wer ist so naiv zu glauben, dass er mit Terroranschlägen durchkommt und überlebt, wenn er nur analog bleibt?
Bin Laden!?
er hat immerhin länger durchgehalten als die meisten anderen - so unsinnig ist die Idee also nicht.
Zitat von: "ayla"Was davon spricht dagegen wenigstens zu versuchen die Entwicklung in eine humane/freiheitliche Richtung zu beeinflussen?
Was spricht dafür uns neben der Sicherheit -durch Terror- auch noch die Freiheit -vom Staat- nehmen zu lassen?
Moralisch habt ihr natürlich beide Recht. Aus heutiger Sicht aber nur! Wie ist die moralische Lage dann, wenn das vornehmste Recht auf Leben durch Terror verwirkt ist.
Denn,
ZitatAuch Du sagst doch letztendlich daß diese Form der Überwachung nicht zielführend ist
dies habe ich mitnichten gesagt: Im Gegenteil glaube ich sogar, dass eine Entwicklung in Richtung des Hollywood Film "Minority Report" technisch möglich sein wird. Es kann doch jetzt schon - mit heutiger Technik - bei jugendlichen Gewalttätern eine Prognose mittels Gehirnscan gestellt werden (Aktivitätsbereiche bei bestimmten Bildern). Diese Prognose wird auch irgendwann hundertprozentig zuverlässig sein: Wenn ein Jugendlicher dann seine "Strafe" abgesessen hat, darf er dann raus?
Eine solche mönchische Lebensweise:
Zitatdiesen Verzicht auf ein normales Leben allerdings den Edward Snowden hier bewußt eingeht verdient alle Achtung und allen Respekt und kann von niemanden erwartet oder verlangt werden.
Menschen die so etwas wegen ihrer Überzeugung auf sich nehmen werden immer meine Hochachtung haben und ich kann nur hoffen daß es nicht nur einzelne bleiben sondern daß es hunderte und tausende werden.
wird irgendwann die Voraussetzung sein für eine ungetrübt unabhängige eigene Meinung.
Zitat von: "ralul"Aber ich glaube nicht, jeder Terroranschlag wird verhindert werden. Im Gegenteil, ich sage mit 99 prozentiger Sicherheit voraus, dass jeder zweite von uns in den nächsten zwanzig Jahren mindestens einmal die Hände vors Gesicht schlägt, weint und bedauert, dass der Staat sich nicht mehr Überwachungsrechte genommen hat, weil tausende oder sogar Millionen gestorben sind.
Wer überwacht den Staat, wenn der Staat uns überwacht?
Wenn ich das Monopol auf Verbrechungsbekämpfung habe, habe ich ein Interesse daran, dass die Kriminalität nicht sinkt!
Zitat von: "ralul"und keiner wird auf das Gesetz pochen
As I said ..
Ich stimme ayla zu, ich vertraue eher in die Amis als in die Europäer, allerdings nicht, wegen den Strukturen, gerade wenn man sich mal manche Gesetze von Obama anschaut ..
ABER die Amis sind teilweise noch nicht entwaffnet und sind mMn auch eher bereit für ihre Freiheit zu kämpfen.
Zitat von: "ralul"Moralisch habt ihr natürlich beide Recht. Aus heutiger Sicht aber nur! Wie ist die moralische Lage dann, wenn das vornehmste Recht auf Leben durch Terror verwirkt ist.
Immer noch die selbe? Wieso sollte Moral abhängig vom gegenwärtigen Zeitgeist sein? Ist Wahrheit auch abhängig vom gegenwärtigem Zeitgeist?
Oder ersetze Zeitgeist mal durch gegenwärtige Politik. Richtest du dich den nach der politischen Korrektness?
Also du hättest 1938 ...
Es kann auch sein, dass ich dich hier falsch verstehe und du nur der Meinung bist, man muss die Menschen richtig erziehen [und diejenigen, welche nicht erziehbar sind, in Gulags stecken]? (Was mich auch so an deine angesprochenen Gehirnscan erinnert)
Mal davon abgesehen daß ich nirgends gesagt habe daß ich den Amerikanern mehr als den Europäern vertraue, ich habe mich da mehr auf Russland und China bezogen...
Was eine "liberale" -man könnte auch sagen verantwortungslose- Waffenpolitik mit der Freiheit im allgemeinen und der Freiheit des Internet im besonderen zu tun hat erschließt sich mir -neben einigem anderen- nun nicht so ganz.
Für seine Freiheit einzutreten hat für mich ganz sicher nichts damit zu tun mit gezückten Colts das Capitol zu stürmen...
Zitat von: "Smon"Wer überwacht den Staat, wenn der Staat uns überwacht?
Genau das ist die aktuelle Diskussion und die wichtige Frage. Nicht ob Überwachung kommen wird: Sie kommt ohne Diskussion nach dem nächsten Terroranschlag.
Zitatich vertraue eher in die Amis als in die Europäer, allerdings nicht, wegen den Strukturen,
...
ABER die Amis sind teilweise noch nicht entwaffnet und sind mMn auch eher bereit für ihre Freiheit zu kämpfen.
:) :) :)
Wenn die Regierung durch bewaffnete Aufstände bedroht ist, werden alle Mittel eingesetzt:
Schon gedrohned worden heute?
Dass Schnellfeuergewehre die Amis vor der Tyranei schützen werden, ist ein "romantischer" Marketing Gag der NRA. Dieser "Romantik" wird in jedem zweiten Hollywood Buster gefröhnt. Jetzt sind es gerade wieder die Koreaner, die in Wildwest Manier bekämpft werden müssen.
ZitatRichtest du dich den nach der politischen Korrektness?
Also du hättest 1938 ...
Es kann auch sein, dass ich dich hier falsch verstehe
Ich glaube schon. Ich rede nicht über Korrektness, sondern über zwei Rechte:
- das Recht auf Leben
- das Recht auf Privatheit und Freiheit
Wobei mir schon klar ist, dass man letztlich auch sein Leben verlieren wird, wenn man sich versklaven lässt. Darum will ich es ja jetzt etwas tiefgründiger diskutieren. Denn nach dem nächsten Massenmord wird nicht mehr diskutiert werden können!
Ich glaube die Grenze für die Öffentlichkeit sind zehn Prozent der jährlichen Verkehrstoten. Meine persönliche Grenze ist die Zahl der Verkehrstoten. Aber wie ich bei persönlicher Betroffenheit (Familienangehörige) reagieren würde, weiss ich nicht.
ZitatAber ich glaube nicht, jeder Terroranschlag wird verhindert werden. Im Gegenteil, ich sage mit 99 prozentiger Sicherheit voraus, dass jeder zweite von uns in den nächsten zwanzig Jahren mindestens einmal die Hände vors Gesicht schlägt, weint und bedauert, dass der Staat sich nicht mehr Überwachungsrechte genommen hat, weil tausende oder sogar Millionen gestorben sind.
Ganz ehrlich, ich habe mehr Angst vor einem starken Staat, als vor irgendeinem kleinen Terroristen. Celler Loch, NSU, Anschlag auf Münchner Oktoberfest, Gladio (http://de.wikipedia.org/wiki/Gladio) etc ---- nur so als Gedankenstütze ....
Eine Frage sollte ersteinmal grundsätzlich geklärt werden! Was ist ein Terrorist. Warum tun Menschen das? Sind menschen, die es aus Hunger und Verzweiflung tun, Terroristen?
Genau diese Erfahrungsbezogenheit meinte Ich, wenn ich sagte: Aus heutiger Sicht habt ihr natürlich alle Recht!
http://www.heise.de/newsticker/meldung/PRISM-Kritik-an-US-Datensammelwut-aus-allen-Richtungen-1886809.html
ZitatDer Firefox-Entwickler Mozilla begann mit Rückendeckung von Bürgerrechtsaktivisten und anderen Firmen die Kampagne "Stop Watching Us". Sie sammeln im Internet Unterschriften für einen offenen Brief an den US-Kongress. "Diese Art der pauschalen Datensammelei kratzt an den amerikanischen Grundwerten von Freiheit und Privatsphäre", heißt es darin.
Kratzen?? Mit dem Presslufthammer?
Die Kampagne scheint aber wohl auch dringend nötig zu sein denn:
ZitatKongressmitglieder wurden am Dienstag in Washington hinter verschlossenen Türen über die geheimen Anti-Terror-Aktionen der NSA informiert. Einzelne Politiker äußerten ihre Sorge über ausufernde Eingriffe in die Privatsphäre der Bürger, während die meisten die Maßnahmen aber unterstützten.
Unterschriftenkampagnen sind imho völlig witzfrei. Hier wird vergessen, dass das ganze Projekt mit juristischer Absegnung stattgefunden hat.
Eigentlich müssen massenhaft(!) Anwender die etaiblierten Dienste verlassen und sich was außerhalb der USA nutzen. Denn wirtschaftlicher Schaden tut mittlerweile auch Amerika erheblich weh. Aber auch da habe ich wenig Hoffnung, das sich etwas tut, denn das Gros der Leute dürfte PRISM überhaupt nicht interessieren.
Zitat von: "cryptosteve"
Eigentlich müssen massenhaft(!) Anwender die etaiblierten Dienste verlassen und sich was außerhalb der USA nutzen. Denn wirtschaftlicher Schaden tut mittlerweile auch Amerika erheblich weh. Aber auch da habe ich wenig Hoffnung, das sich etwas tut, denn das Gros der Leute dürfte PRISM überhaupt nicht interessieren.
Ja, leider.
Aber ich möchte auch noch was zu Dementies von Microsoft und Google "Die NSA hat keinen direkten Zugriff auf unsere Server" sagen:
Ich glaube denen kein Wort und selbst wenn sie irgendwelche Daten zu den Zugriffen veröffentlichen wird es gelogen sein.
Der Titel dieses Threads ist: "Vorsicht beim skypen- Microsoft liest mit" und ich finde ihn nach wie vor zutreffend.
Wozu sollte wohl ein gewinnorientiertes Unternehmen wie Microsoft eine Aktion wie diese starten wenn sie dazu nicht den Auftrag von irgendwem haben?
Und wenn MS den hat...
"Microsoft liest mit" bekommt auch vor dem Hintergrund von UEFI und SecureBoot ein noch viel faderen Beigeschmack, als es das ohnehin schon hat. Wenn ich mir mein neues BIOS so angucke ... da würde so einiges an Überwachungstechnik reinpassen. Und die würde alle weiteren Sicherheitsmaßnahmen ad absurdum führen und Passwörter auf einer Ebene abgreifen, die man mit keiner Softarelösung der Welt umgehen könnte.
Uff!
Guter -und beängstigender- Punkt.
Die Frage ist: Wie weit geht das wirklich bereits?
Auch hier disutiert: Metadata sind gefährlicher als man denkt
http://www.democracynow.org/2013/6/12/more_intrusive_than_eavesdropping_nsa_collection
Auf englisch erzählt Susan Landau nach etwa 20 Sekunden hinter dem Einstiegpunkt
Neben der sehr guten und für ziemlich jeden verständlichen Erklärung die Susan Landau da zu den "Metadaten" gibt sagt sie gegen Ende des Interviews noch etwas was ich für einen sehr wichtigen Punkt halte:
"We can't have secret interpretations of law in a democrazy."
Und es kann nicht sein daß eine Regierung oder ein Geheimdienst oder wer auch immer den Text eines Gesetzes auslegt wie es gerade passt, nach dieser Interpretation verfährt und diese Interpretation dann der Öffentlichkeit vorenthält.
Dies ist exakt das gleiche wie geheime Gesetze schaffen und die kann es in einer Demokratie nicht geben.
Zitat von: "ayla""We can't have secret interpretations of law in a democrazy."
Und es kann nicht sein daß eine Regierung oder ein Geheimdienst oder wer auch immer den Text eines Gesetzes auslegt wie es gerade passt, nach dieser Interpretation verfährt und diese Interpretation dann der Öffentlichkeit vorenthält.
Dies ist exakt das gleiche wie geheime Gesetze schaffen und die kann es in einer Demokratie nicht geben.
Ja. das ist mir auch aufgefallen, was soll das überhaupt heissen:
- Dass eine Regierung die Gesetze eigenwillig und falsch auslegt, kommt auch hier vor: Immer wenn sie verlogen hat vor dem Verfassungsgericht zeigt sich dies offen.
- Dass Datenschutzgesetze von den Geschützten einklagbar sein müssen, bedingt, dass sei bekannt sind:
+ Verstoß gegen das Rechtstaatlichkeitsprinzip!
- Dass in der Demokratie die Parlamentarier die Gesetze betimmen, bedingt, dass sie sie kennen. Und auch deren Auslegung als Rückkoppelung erfahren können:
+ Verstoß gegen das Demokratieprinzip!
Zitat
Immer wenn sie verlogen hat vor dem Verfassungsgericht zeigt sich dies offen.
Freud lässt grüssen!
Hallo,
ein kleiner OT Einwurf:
ZitatGanz ehrlich, ich habe mehr Angst vor einem starken Staat, als vor irgendeinem kleinen Terroristen.
Ich wünsche mir im Gegenteil einen sehr starken (Wohlfahrts)staat, welcher sich nicht von der Industrie erpressen lässt und auch Belange von Nicht-Wohlhabenden im Auge behält. Der Dualismus "hier der böse Staat" und "dort der von Staat betrogene Bürger" hat leider eine lange Tradition.
@reddark: Du schreibst weiter:
ZitatEine Frage sollte ersteinmal grundsätzlich geklärt werden! Was ist ein Terrorist. Warum tun Menschen das? Sind menschen, die es aus Hunger und Verzweiflung tun, Terroristen?
Du setzt mit dieser Frage voraus, dass Armut Terrorismus verursacht. Das ist vermutlich ein Faktor von vielen. Ist es der Hauptfaktor, dann müsste in den ärmsten Ländern die Terrorrate am höchsten sein. Ist das so? Ich weiß es selber nicht, das ist eine ernst und nicht provokativ gemeinte Frage.
Und hier:
ZitatWer überwacht den Staat, wenn der Staat uns überwacht?
Der Staat, das sind wir hier alle auch. Warum nicht Gesetzgeber schreiben, wenn man auch den Gesetzgeber meint?
Sorry, wollte den Thread nicht unterbrechen, aber das Verhältnis von Staat und Bürger, wie es momentan der Zeitgeist behandelt, ist für mich ein Reizthema.
Viele Grüße,
Holger
ZitatSorry, wollte den Thread nicht unterbrechen, aber das Verhältnis von Staat und Bürger, wie es momentan der Zeitgeist behandelt, ist für mich ein Reizthema.
Denke nicht das das OT ist. Diese Art der Diskussion gehört dazu .. meine ich.
ZitatIch wünsche mir im Gegenteil einen sehr starken (Wohlfahrts)staat, welcher sich nicht von der Industrie erpressen lässt und auch Belange von Nicht-Wohlhabenden im Auge behält. Der Dualismus "hier der böse Staat" und "dort der von Staat betrogene Bürger" hat leider eine lange Tradition.
Unter starkem Staat meinte ich auch eher etwas in Richtung Totalitarismus. In meinen Augen entwickeln sich die meisten westlichen Staaten in diese Richtung.
ZitatDu setzt mit dieser Frage voraus, dass Armut Terrorismus verursacht. Das ist vermutlich ein Faktor von vielen. Ist es der Hauptfaktor, dann müsste in den ärmsten Ländern die Terrorrate am höchsten sein. Ist das so? Ich weiß es selber nicht, das ist eine ernst und nicht provokativ gemeinte Frage.
Nicht nur Armut, ganz sicher gibt es auch noch viele andere Faktoren. Es war nur ein Gedankengang ;) Ich gebe mich halt dabei nicht mit den Erklärungen der Presse zufrieden, die uns erzählen, das die sogenannten Terroristen dies alles nur aus blinden Hass tun. Ich denke eher, das Terrorismus die Waffe der Armen ist. Keiner von ihnen könnte es mit einer Hochgerüsteten Armee des Westens aufnehmen, ausser so. Früher taten dies auch Partisanen ....
Und ich denke ja, grade in den ärmeren Länderen ist die Terrorrate ziemlich hoch, nur das das im Westen meistens nicht Interessiert. Bandenkriminalität, Anschlage, Entführungen, Folter, Vergewaltigungen, Piraterie ... Solange sie keinen Westlichen Bürger betreffen, wird selten darüber berichtet. Aber auch Pakistan, Afghanistan etc sehe ich als Ländern an, die eine große Armut haben und hier wie dort radikalisieren sich die menschen auch religiös. Da fanatische Moslems, hier fanatische Christen .....
ZitatDer Staat, das sind wir hier alle auch.
Würde ich widersprechen. Das Volk sind wir. Der Staat ist die Regierung und der ganze Apparat drumherum (https://de.wikipedia.org/wiki/Staat)
Passend zum Thread: http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Datenschutzreform-Klausel-gegen-NSA-Spionage-gestrichen-1887741.html
Russland will nun auch Fluggastdaten, da gibt es einen Aufschrei bei den EU-Politikern, aber hier ....... :evil:
ZitatIch wünsche mir im Gegenteil einen sehr starken (Wohlfahrts)staat, welcher sich nicht von der Industrie erpressen lässt und auch Belange von Nicht-Wohlhabenden im Auge behält.
Das Zitat fällt mir nicht ein, aber sinngemäß: Korruption findet dort statt, wo wenige über viele Macht haben.
Wen ich von der Armutsindustrie lebe, habe ich kein Interesse daran, dass es den Menschen besser geht.
ZitatDu setzt mit dieser Frage voraus, dass Armut Terrorismus verursacht.
Nope, hat er nicht.
Zitat von: "holgerw"Ich wünsche mir im Gegenteil einen sehr starken (Wohlfahrts)staat, welcher sich nicht von der Industrie erpressen lässt und auch Belange von Nicht-Wohlhabenden im Auge behält. Der Dualismus "hier der böse Staat" und "dort der von Staat betrogene Bürger" hat leider eine lange Tradition.
Der Staat, das sind wir hier alle auch. Warum nicht Gesetzgeber schreiben, wenn man auch den Gesetzgeber meint?
Hallo Holger!
Ich glaube auch, dass man an dem Punkt _genau_ diskutieren muss im Sinne von differenzieren.
Viel "Elite" studiert ja jetzt "drüben" und ist da meistens voll auf Kurs gebracht worden. Die kommentieren dann in der Welt im amerikanischen Stil:
"Die Europäer wollen auf Kosten der Freiheit sozialistische Wohltaten ausbauen."
In den USA sind die Bedürftigen schon zu einem Teil (Medizin!) auf private Wohltaten angewiesen. Aber auch Ernährung: Zu Festtagen wird ihnen dann zur gesundheitlichen Aufpäppelung einmal eine wertvollere Nahrung spendiert.
Aber das ist nur die Folge eines in Corporate Händen befindlichen Staates. Es gibt auch die wohltätigen Staaten, die gleichzeitig korrupt sind:
Griechenland war anscheinend wohltätig in der Zeit des übermäßigen Schuldenmachens! Wenn ein Staat den Inlandskonsum durch Auslandsschulden finanziert, entsteht zwangsläufig Inlands- Arbeitslosigkeit, weil die Bürger Gutscheine (Devisen) für den Auslandskonsum erhalten und die Inlandshersteller durch marktwirtschaftliche Effekte zu teuer werden mit ihren Produkten.
Es gab auch schon wohltätige Staaten die mit Sozialleistungen die Zustimmung zu einer Tyrannei erkaufen wollten: DDR, Nazideutschland, römisches Kaiserreich etc.
Zum starken Staat, wie wir es positiv meinen, gehört die Rechtstaatlichkeit, denn diese ist die Bedingung für die Verfolgung der Korruption! Was wiederum die Voraussetzung effizienten Wirtschaftens ist.
Außerdem bedeuted Korruption auch eine wachsende Unfreiheit: Sie muss ja gedeckt werden!
Eine Bedingung für die Bekämpfung der Korruption ist die Freiheit der Bürger und Journalisten: Wenn sie überwacht werden, werden sie auch erpressbar werden!
Da schließt sich der Kreis, denn mein letztes Argument ist das stärkste gegen allgemeine Surveillance.
Ich hatte ja schon ein starkes Argument für die allgemeine Überwachung gebracht: Das übergeordnete Recht auf Leben schützen in Zeiten massenmörderischen Terrors.
Ich glaube das wird zum Drahtseilakt werden ...
ZitatEs gab auch schon wohltätige Staaten die mit Sozialleistungen die Zustimmung zu einer Tyrannei erkaufen wollten: DDR, Nazideutschland, römisches Kaiserreich etc.
Die DDR als Tyrannei zu bezeichnen und sie in einem Atemzug mit Nazideutschland zu nennen oder gar zu vergleichen, finde ich etwas weit hergeholt und bezieht sich auf die Totalitarismus-Theorie, die keiner wissentschaftliche Betrachtung standhält. Da ist die BRD heut schon weiter und niemand nennt sie eine Tyrannei.
Aber zurück zum Thema:
http://www.tagesschau.de/inland/geheimdienste110.html
Ein schöner kommentar fand ich da drunter:
Neuester Kommentar von 'anki' am 13.06.2013 18:45 Uhr
@Linuxpinguin Terrorparagraphen
Bei der Sauerland-Truppe musste gerade der Anklagepunkt der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung fallen gelassen werden, weil sich blöderweise herausstellte, dass es die Truppe ohne Verfassungsschutz und andere Dienste nie gegeben hätte und sie obendrein ohne deren Unterstützung nie in der Lage gewesen wäre Anschläge zu verüben. Das ist laut Artikel der Vorzeigeerfolg unserer Schlapphüte!
Unter Betrachung von http://www.spiegel.de/netzwelt/web/prism-yahoo-soll-sich-gegen-daten-spionage-gewehrt-haben-a-905723.html wirken die Dementis von Google, Facebook, Microsoft & Co fast lächerlich.
Muss sich jetzt ein jeder User von höchster Stelle angelogen fühlen? Eigentlich schon, oder?
Zitat von: "cryptosteve"Muss sich jetzt ein jeder User von höchster Stelle angelogen fühlen? Eigentlich schon, oder?
Man könnte ja mal 'ne Umfrage starten wer in diesem Zusammenhang wem überhaupt noch was glaubt. :(
Auch ganz
interessant:
Das kommt dabei raus wenn Institutionen sich ihre Gesetze selber auslegen...
ZitatZusätzlich führte das Ministerium aber ins Treffen, dass die Regeln des FISC sowieso jegliche Veröffentlichung untersagen würden. Und in Fragen der FISC-Regeln habe das Bezirksgericht keine Zuständigkeit.
Daraufhin wandte sich die EFF direkt an den FISC, um klären zu lassen, wie dessen Regeln auszulegen seien. In diesem Verfahren argumentierte das Justizministerium, dass auch der FISC selbst unzuständig sei. Damit wäre gar kein Gericht zuständig gewesen und niemand hätte überprüft, ob die Geheimhaltung rechtskonform ist.
http://www.heise.de/tp/artikel/39/39322/1.html
EDIT
Noch was:
Ich kenn den ja nicht... hat der vielleicht auch schon mal bessere Witze gemacht?
ZitatUS-Justizminister Holder erklärte, dass PRISM nur sehr begrenzt auf die Daten von Bürgern zugreife. "Es steht unter strikter Aufsicht durch die Gerichte", betonte Holder. Der US-Kongress habe eine Kontrollfunktion. Es müsse einen exakten und dokumentierten Nachweis der Geheimdienste auf Verbrechen geben, etwa Terror, Cyber-Angriffe oder die Weitergabe von Atommaterial. Dabei würden nicht massenweise Daten abgefragt, sondern nur individuelle Anfragen an die Internet-Service-Provider gestellt.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-macht-Druck-USA-versprechen-Auskunft-zu-PRISM-1888945.html
Kurz noch zum Thema Terrorist:
"..das terroristen unsere Freiheit hassen, weil wir sie nicht an unserer Freiheit teilnehmen lassen ... "
(https://www.youtube.com/watch?v=1oOUFalvZhY) Ja HipHop, nicht die musike der hier aufgeschlagenen menschen .. aba wenn, dann bitte komplett durchhören ;)
P.S:
Bitte einmal an und durchhören:
http://www.lastfm.de/music/Tapete/_/PERFEKTE+WELT
@Ayla, auf democracynow.org wird es auch schon die ganze Woche diskutiert. Der Grund, warum Kongressabgeordnete nicht zum Über-Überwachungsaussschuss kommen, der dies alles kontrollieren müsste, ist: Sie unterliegen dann automatisch einer totalen Schweigepflicht.
... und könnten dann also keine Politik mehr machen. Somit fällt die parlamentarische Supervision auch aus :(
Super System.
Falls ich mal auf den Gedanken kommen sollte eine sich demokratisch gebende Diktatur aufbauen zu wollen hab' ich dann ja ein Kochrezept:
Erlasse ein einziges Gesetz das seine eigene vollständige Geheimhaltung in sich trägt und jeden der davon Kenntnis bekommt automatisch zu absolutem Stillschweigen verurteilt und schon habe ich nach außen hin die schönste Demokratie während ich tatsächlich -nach Recht und Gesetz-, machen kann was ich will...
hmm...war da nicht mal was?... Ach nein, das war ja damals noch öffentlich gemacht worden...
Zitat von: "ayla"Super System.
...
Erlasse ein einziges Gesetz das seine eigene vollständige Geheimhaltung in sich trägt und jeden der davon Kenntnis bekommt automatisch zu absolutem Stillschweigen verurteilt
Das ist wirklich so in den USA, kein Witz!
Dann kommt noch der fundamentale parlamentarische Unterschied ins Spiel: Bei uns gibt es starke Parteien und Fraktionen, die ein "Rollenspiel" ermöglichen und dem einzelnen Abgeordneten die Wiederwahl sichern durch einen guten Listenplatz. In den USA ist scheinbar jeder Parlamentarier seine eigene Partei und für alles allein zuständig: Spendengelder und Wiederwahl.
Das bringt jetzt den absoluten Stillstand dort, weil alle Angst haben vor den Propagandamaschinen der Spezialinteressen NRA, APEC, Tea-Party, Christen ...
Denn die Medien sind alle verkauft an diese Interessen, es gibt keine Rundfunkgebühr!
PRism Daten in Australien, aus Debian Planet
Daniel Pocock
ZitatDeath by SMS
One former Australian official (having dual-citizenship with Sri Lanka) is accused of facilitating war crimes in the Sri Lankan civil war. At present he is Sri Lanka's ambassador at the UN, giving him the benefit of diplomatic immunity. When he was working for Australia, how much data did he have access to? Isn't it ludicrous that in the name of stopping terrorism, data may have been collected and handed to war criminals on a silver platter?
Behind enemy lines
Like James Bond in reverse, an Australian official was exposed unofficially engaging in a relationship with a Vietnamese spy colonel. In addition to the $20 million in bribery to win a bank note printing contract, is data being used as a tool to leverage trade negotiations, officially or otherwise? If an Australian official with top-secret clearance ends up under the control of a foreign agent, what is the risk that they would be exploited to obtain PRISM data?
Defence minister resignation in Chinese spy scandal
In 2009 Australia's defence minister was identified having close links to a Chinese-Australian business woman. He subsequently resigned. Little details were made public. How much PRISM data was directly available to political officials like the defence minister?
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Informant-Snowden-bekraeftigt-Vorwuerfe-zu-US-Ueberwachung-1891353.html
Zitat
US-amerikanische Internet-Unternehmen hatte vehement bestritten, US-Geheimdiensten direkten Zugang zu ihren Servern zu gewähren. Snowden nannte ihre Dementis irreführend. Sie seien rechtlich gezwungen, über Details des Programms zu schweigen.
Was die Unternehmen die sich geäußert haben ja -wenn auch indirekt- bestätigen.
Gruß
ayla
Naja, es gibt einen Unterschied zwischen Herausgabe der Daten auf Anforderung und freien (unkontrollierten) Zugang auf die Infrastruktur der Internetfirmen.
Siehe hierzu auch http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/nsa-skandal-ueberwachen-die-usa-internet-seekabel-a-906158.html
Tja, der Punkt ist, wer lügt?
Edward Snowden, warum auch immer...
Die Internetkonzerne, weil durch die Geheimhaltungsverpflichtung dazu gezwungen?
Die Geheimdienste, aus Eigeninteresse?
Wobei ich die Argumentation der Geheimdienste noch am besten finde:
ZitatClapper kritisierte die Medien dafür, dass sie nicht in dem seiner Meinung nach gebotenen Umfang über PRISM berichteten. Die PRISM-Überwachung sei legal, von den Verantwortlichen ausführlich diskutiert und vom US-Kongress gebilligt. Allerdings könne der Geheimdienst nur begrenzt Informationen über PRISM veröffentlichen, da dies den Feinden Hinweise dafür geben könnten, wie sie unentdeckt bleiben könnten. Daher könne Clapper nicht alle Missverständnisse aufklären, die in der Öffentlichkeit kursierten.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Regierung-Keine-Datensammlung-mit-PRISM-1885247.html
Snowden hat eigentlich keinen Grund zu lügen, er hätte schon für deutlich weniger Enthüllung alles aufs Spiel gesetzt.
Die Internetkonzerne können in aller Ruhe die Unwahrheit erzählen, da sie per Gesetz vermutlich ohnehin zur Geheimhaltung gezwungen werden. Wer hier also der Lüge überführt wird, braucht im Nachhinein nur zu sagen, er habe sich an Recht und Gesetz gehalten - und man kann es ihnen noch nichtmal verübeln.
Nee nee, eigentlich kann ich alle Beteiligten in dieser Frage eigentlich verstehen. Das Problem ist wohl, dass es in einer Demokratie überhaupt soweit kommen kann.
Zitat von: "cryptosteve"Das Problem ist wohl, dass es in einer Demokratie überhaupt soweit kommen kann.
Und daß keiner der Beteiligten bemerken will daß die 9/11 Terroristen durch diese überzogenen, die Grundlage der Demokratie zerstörenden Reaktionen -nicht Aktionen-, schon viel mehr geschafft haben als sie sich je hätten träumen lassen.
EDITH:
Keine 100 Tage mehr bis zur Wahl und dann diese verflixte 5%-Hürde...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Internet-Ueberwachung-Justizministerin-kritisiert-Unternehmen-und-BND-1891990.html
Nuja .. hat bestimmt keine Bedeutung ... is halt nur ein Job :twisted:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bericht-Facebooks-Ex-Sicherheitschef-arbeitet-fuer-die-NSA-1894368.html
Und die Story geht weiter:
http://www.tagesschau.de/ausland/gchq-internetueberwachung100.html
Details im dort verlinkten englischen Artikel.
Und hier in D bewegen wir uns im "Neuland"??
Zugegeben, es macht ja sicher Sinn die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen wie die "source with knowledge of intelligence" da sagt, aber macht sich denn wirklich keiner der Verantwortlichen Gedanken darüber wie schnell sowas bei einer "geeigneten" Machtstruktur aus dem Ruder laufen kann?
Der BKA-Verantwortliche vorgestern beim der ZDF-Talk zeigte da jedenfalls keinerlei wahrnehmbare Sensoren. Kurzfassung, so wie ich ihn verstanden habe: "Brauchen wir unbedingt und soviel wir bekommen können, am besten alles und damit schränken wir doch niemandes Freiheit über Gebühr ein."
Hatten die denn alle keinen Geschichtsunterricht?
Wie lange hats von der Weltwirtschaftskrise bis zur Machtübernahme Hitlers nochmal gedauert? 4 Jahre? Was könnte so eine Type mit den jetzt zur Verfügung stehenden Mitteln anstellen? Wer hätte dagegen noch eine Chance? Und wäre ein von Stauffenberg dann ein Terrorist? Und jeder der sich irgendwann mal gegen diesen Irrsin ausgesprochen hatte ein Sympathisant?
hmm, vielleicht wird's ja Zeit die Schnauze zu halten...
Etwas witzig - trauriges zum Thema:
Bei Maybrit-Illner
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1926998/Obamas-Lauschangriff
war Daniel Dohmscheidt-Berg zum Thema. Er ist echt einer von uns, denn im Chat nach der Sendung hat er genau die Tips gegen Überwachung gegeben, die jeder von uns auch so gesagt hätte.
Aber in der Sendung, die eigentlich ein ganz gutes Niveau hatte, rekurrierte er in seinen Argumenten hauptsächlich auf ein Faktum, was ablenkt und ein Nebenkriegschauplatz ist:
Die Überwachung ist unzulänglich, unzuverlässig, weil
- echte menschliche Polizeiarbeit besser ist und auch das Boston Attentat verhindert hätte
- durch ein paar "falsche" Google Suchbegriffe kann jeder unbescholtene Bürger in der Terroristendatei landen
Das lenkt ab und sollte die Zuschauer nur billig auf seine Seite ziehen:
1. Die voll automatische Überwachung ist ja erst am Anfang. Die Algorythmen werden in der Folgezeit so verbessert werden, dass Fehlalarme vermieden werden. "Unbescholtene" Bürger werden durch bessere Zusatzprüfungsprogramme schnell wieder rausfliegen aus den Verdächtigenlisten.
2. Was ist "unbescholten": Ist ein Tierrechtler, der in Hühnerställe einbricht um Zustände zu fotografieren ein Terrorist. Ist ein Widerstandskämpfer in einem besetzten Land ein Terrorist. Ist ein Baske oder ein Kurde, der sich für Unabhängigkeit einsetzt und sicherlich Kontakte zu Bombenlegern hat in seinen Kreisen, ein Terrorist?
Wenn wir uns für Freiheit und gegen Überwachung einsetzen, sollten wir Billigargumente, die vom Grundsatz her verfehlt sind ("Die Ergebnisse der Prism Überwachung sind fehlerhaft"), vermeiden.
By the way:
D.D-B war bei Wikileaks die ausführenden Hand von Julian Assange. Wenn J.A. jetzt in den USA als Info-Terrorist gehandelt wird, war dies bestimmt der Grund, dass bei Maybrit Illner kein offiziöser Gast (Botschafter oder Ex-Botschafter) sich mit D.D-B an einen Tisch setzen wollte.
Wieder die Frage: Welches sind eigentlich die Leute, die auf die Terrorliste gehören und mit Todesstrafe oder lebenslänglichem Knast (Manning) bedroht werden sollen, wo sind die Grenzen der Verfolgung. Und wer bestimmt diese Grenzen?
2011 Julian Assange: Facebook is CIA spying machine
http://www.youtube.com/watch?v=_iyEVq4uH5c
Was ist, wenn Snowden nur eine Marionette ist.
Er ist Wachschutzangestellter gewesen, dann in ein Privatunternehmen gekommen, was für die NSA Daten auswertet: Die Fehlalgorythmen der automatischen Einordnungen und Listen wurden von ihm mit menschlicher Intelligenz ausgebügelt.
Wenn er behauptet, dass er die Emails des Präsidenten Obama anzapfen konnte, konnte man dies als Großmäuligkeit abtun. Wenn er aber Zugang zu Unterlagen über das britische Abhörsystem gehabt haben soll, ist dies völlig unglaubwürdig.
Welches Interesse könnten die Amis gerade jetzt haben solch eine Info-Bombe zu plazieren?
@ralul
Wenn ich es richtig verstanden habe sagte er: Wenn er eine private E-mailadresse Obamas gehabt hätte, hätte er auch dessen E-mailverkehr überwachen können, nicht daß er es tatsächlich versucht hätte und wollte damit wohl die Möglichkeiten und die Macht der NSA verdeutlichen.
Eine Kurzbiographie findet sich inzwischen in
Wikipedia
(http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Snowden)
Da es sich ja längst nicht mehr nur um Skype dreht:
http://www.20min.ch/ausland/news/story/FBI-setzt-Drohnen-in-den-USA-ein-31954156
Der Kampf gegen den Terror geht weiter.
Nun sehe ich ja ein daß man die EU als eine ganz besondere Form des Terrors betrachten kann, aber ich bin doch mal gespannt wie die Herren Politiker das jetzt sehen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/nsa-hat-wanzen-in-eu-gebaeuden-installiert-a-908515.html
Hier hierzulande regt man sich über RFID-Chips auf, die ein paar Meter weit scannbar sind :)
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/nsa-ueberwacht-500-millionen-verbindungen-in-deutschland-a-908517.html
Der "beste Freund den wir auf der Welt haben" ist also tatsächlich unser großer Bruder...
Und wir "brauchen das alles unbedingt und soviel wir bekommen können und die Informationen der amerikanischen Geheimdienste haben geholfen hier Anschläge zu verhindern"...
Anschläge die in Brüssel geplant wurden?
Wie glaubwürdig sind Amerikas Politiker und deren ausführende Organe noch als Natopartner und Verbündete?
"Wächter der freien Welt" und wie auch immer die entsprechenden Titel in der Vergangenheit lauteten? Das hat schon ein deutliches "Geschmäckle" bekommen.
Im grunde müsste die EU nun Edward Snowden politisches asyl gewähren. Die ganze EU? Natürlich nicht. Hier ergäbe sich geradezu nebenbei eine EU der zwei geschwindigkeiten (also in diesem fall ohne GB).
Presseclub Phonix.de:
Zeitjournalistin: Im Gegensatz zu Amerikanern würden alle Deutschen Snowden verstecken.
Mascolo: Aber wir müssen doch zugeben, dass durch den Austausch mit dem NSA alle Terroranschläge in Deutschland verhindert wurden.
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Vom Prinzip - rein Info theoretisch - kann es keinerlei effektiven Datenschutz geben, wenn sich die Geheimdienste mehrerer Länder austauschen:
Was A nicht darf macht B, der was von C dafür bekommt. C hat dann was bei A gut.
Ich wette es gibt eine Art Bitcoin dort dafür: PrismCoin
Zitat von: "michaa7"Im grunde müsste die EU nun Edward Snowden politisches asyl gewähren. Die ganze EU? Natürlich nicht. Hier ergäbe sich geradezu nebenbei eine EU der zwei geschwindigkeiten (also in diesem fall ohne GB).
Das wäre genau die richtige und deutliche Antwort. Asyl in D. Und Obamas Friedensnobelpreis.
Zitat von: "ralul"Presseclub Phonix.de:
Zeitjournalistin: Im Gegensatz zu Amerikanern würden alle Deutschen Snowden verstecken.
Mascolo: Aber wir müssen doch zugeben, dass durch den Austausch mit dem NSA alle Terroranschläge in Deutschland verhindert wurden.
...
Dass das so läuft halte ich für sehr wahrscheinlich.
Wir waschen also unsere hände in unschuld, delegieren unsere sicherheit an den kleinen großen bruder GB und den großen großen bruder USA, und haben damit gewaltenteilung ganz neu definiert.
Wie gesagt (oben): Wenn ein neuer Whistleblower den "PrismCoin" bekannt machen würde, wäre dies ein Nachweis, dass die Geheimdienste aktiv und bewußt Gesetze umgehen und die Verfassung brechen!
@ralul
Welche Beweise brauchts denn noch? Die deutschen Dienste geben doch zu daß sie von den Amerikanern mit -nach deutschem Recht illegal beschaften- Daten versorgt werden. Sie rechtfertigen doch das amerikanische Vorgehen damit daß dadurch bei uns Terroranschläge verhindert werden würden.
Und bringen als Beispiel die "Sauerlandgruppe". Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe hieß es allerdings damals daß sie ihnen durch die Einkäufe ungewöhnlicher Mengen von Wasserstoffperoxid auf die Spur gekommen wären. Also ganz "normalen" Ermittlungen...
@ayla, ich kanns rechtlich nicht stichfest ausdrücken. Aber es wird und muss weiterhin möglich sein, dass ein Staat einen befreundeten Staat warnt, wenn etwas tödliches bevorsteht.
Worauf ich rekurriere:
Wenn es ein "PrismCoin" Abrechnungssystem gibt, zeugt dies von einer systematischen und bewußten Umgehung bestehender Datenschutzgesetze. Eine außer-"ordentliche" Warnung - im Sinne einer nicht geregelten - ist eine unsystematische und (vielleicht) unbewußt in Kauf nehmende Umgehung von Gesetzen.
Nun, PrismCoin konten halte ich für viel zu buchhalterisch gedacht. Eher füllt sich hier mit inhalt was unter "westlicher führungsmacht" zu verstehen ist.
Prismcoin lässt sich auch einfacher ausdrücken:
"Eine Hand wäscht die andere" oder "gibst Du mir was, geb ich Dir was".
Ja, es muß möglich sein daß andere vor ernst zu nehmenden Gefahren gewarnt werden können.
Aber es darf nicht möglich sein daß dadurch eine Kumpanei zum Umgehen nationaler Gesetze und internationaler Regeln begründet wird und so sieht es jetzt nun mal aus.
Wenn dies unter den Geheimdiensten nicht Kodex ist dann muß eben eine scharfe Überwachung und Kontrolle durch die Öffentlichkeit her. Dann müssen die Geheimdienste eben in Kauf nehmen daß sie dafür daß sie die Regeln nicht eingehalten haben in Zukunft ihre Arbeit im nicht mehr so Geheimen verrichten müssen.
So wie das jetzt läuft werden(sind) sie zum Staat im Staat(geworden).
Mit Demokratie hat das für mich nichts mehr zu tun, schon gar nicht mit der Verteidigung derselben.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bericht-PRISM-ueberwacht-in-Echtzeit-1908878.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/PRISM-Whistleblower-Snowden-Antrag-auf-Asyl-in-Deutschland-1909558.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Abhoerskandal-PRISM-Internet-Austauschknoten-als-Abhoerziele-1909604.html
Ja, man ermüdet sehr schnell im stellung nehmen wenn man nichts ändern kann.
Interessant ist folgende denkrichtung, sowohl was das fehlleiten von knappen ressourcen in den USA als auch die technische unbedarftheit europäische institutionen betrifft:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kolumne-von-wolfgang-muenchau-oekonomie-des-lauschens-a-909226.html
Der Spiegel-Autor hätte sollen erst mal hier lesen:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=17827
Danke für den link. Sehr interessant.
http://www.tagesschau.de/ausland/nsaspiegel100.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Snowden-NSA-und-die-Deutschen-stecken-unter-einer-Decke-1912562.html
Noch was zu "Wir wissen von nix" und anderen glaubwürdigen Dementies.
Je mehr man darüber nachdenkt desto widerlicher wird einem die ganze Sache:
1. Wir als höchstes "moralisches Geschlecht" auf der Erde, mit UNO etc, führen in Friedenszeiten einen Krieg der Geheimdienste gegeneinander.
2. Die moralischen Ansprüche sind ihrer Zeit unterworfen: Was heute noch als notwendig und gut befunden wird, kann morgen als mies und verwerflich gelten. Alles was aufbewahrt wird kann gegen uns gewendet werden, weil sich die Zeiten ändern. Ein denkbares Beispiel: Es gilt es heute als "notwendig" für einen patriotischen Einsatz im Militär, dass ein Junge gut ist in Egoshootern (Prinz Harry hat sich zB damit in Afghanistan gebrüstet). Es ist aber nicht auszuschliessen, dass dies in 20 Jahren als moralisch verwerflich gilt. Es ist denkbar, dass dann einem Politiker aufbewahrte Szenen, in denen er sich als 19 jähriger besonders brutal im Spiel verhalten hat, zum Nachteil gereichen.
Vergangenheitsbeispiele für moralische Umwertungen:
Ich kann mich noch gut die Zeiten in den 70ern erinnern, in denen es als feige und unwürdig galt, keine Steine gegen Polizisten zu werfen. Außenminister Fischer stürzte fast darüber ...
Anderes Beispiel für eine Umwertung: Wenn man einmal fest animmt, dass D.Cohn-Bendit nicht pädophil wäre, kann ich mir gut vorstellen, dass man vor dreissig Jahren über erwachenden Kindersexualität gesprochen hat, mit der festen Überzeugung etwas gutes zu tun gegen sexuelle Komplexe in der Gesellschaft. Man wußte damals einfach noch nicht, wie verbreitet der sexuelle Missbrauch von Kindern wirklich ist! (Geahnt hatte man aber, dass katholische Priester Kinder lieben ...)
Die Auswirkungen der allg. Überwachung werden an Widerlichkeit unsere Vorstellungen übertreffen
Wenn man sich auf Phoenix.de die Doku über den Sturz von Brandt ansieht, wie Wehner die "sexuelle" Überwachung des Bundeskanzlers ausgenutzt hat, seine Ziele durchzusetzen: Wir werden eine Immunisierung gegen die Korrumpierbarkeit unserer Politiker brauchen, in dem Sinne:
Alle Persönlichkeiten, die keinen Dreck am Stecken in ihrer Vergangenheit haben, sind im Auftrage der Allwissenden unterwegs!
Zitat von: "ralul"1. Wir als höchstes "moralisches Geschlecht" auf der Erde, mit UNO etc, führen in Friedenszeiten einen Krieg der Geheimdienste gegeneinander.
... was noch zu beweisen wäre, dass die Geheimdienste wirklich gegeneinander agieren.
Zitat von: "cryptosteve"... was noch zu beweisen wäre, dass die Geheimdienste wirklich gegeneinander agieren.
Aus den beiden zuletz von mir verlinkten Artikeln geht wohl eher hervor daß sie das Spielchen im einträchtigen Miteinander spielen. Die Frage ist nur gegen wen. Im Moment angeblich nur gegen eine terroristische Bedrohung. Naja, gut, noch ein wenig Wirtschaftsspionage. Morgen...?
http://www.heise.de/newsticker/meldung/PRISM-Ueberwachungskandal-Microsoft-ermoeglicht-NSA-Zugriff-auf-Skype-Outlook-com-Skydrive-1916340.html
Und damit wären wir dann, wie sowieso erwartet, wieder beim Titel des threads.
Zitat von: "ayla"http://www.heise.de/newsticker/meldung/PRISM-Ueberwachungskandal-Microsoft-ermoeglicht-NSA-Zugriff-auf-Skype-Outlook-com-Skydrive-1916340.html
...
wieder beim Titel des threads.
:)
Aus deinem Link:
Zitat[Update 12.07.2013 10:05]:
Bereits im Mai hatte heise Security mit "Vorsicht beim Skypen - Microsoft liest mit" darauf hingewiesen, dass nach Skype-Chats seltsame Zugriffe auf dort verschickte URLs stattfinden. Sie beweisen, dass Microsoft alle Chat-Sitzungen auswertet. Damals wurde das noch als automatisierte Analyse auf mögliche Spam- oder Phishing-URLs interpretiert; im Licht von PRISM muss man diese Tatsachen wohl neu bewerten.
So, wenn jetzt von Regierungseite immer die peinliche Antwort kommt: "Wir, die Bundesregierung, haben ein briefliches Auskunftsersuchen an die Amis gestellt, haben aber noch keine Antwort bekommen"
dann kann man mit einfachen Hackermitteln die Methoden der NSA herausbekommen?
MAD, Bundesnachrichtendienst setzen, sechs :(
Der hier kommt mal aus einer anderen Ecke, ist aber mindestens genauso schön:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Amazons-Einkaufshilfe-spioniert-Nutzer-aus-1916578.html
Aehh,
ich muss nochmal kurz was kurioses hinterher schicken ... aus einer eMail von Dropbox an mich:
Zitatdiese E-Mail dient als Bestätigung dafür, dass Sie Ihr Dropbox-Konto gelöscht haben. Ihre Dateien befinden sich nicht mehr auf Dropbox, aber wir haben sie nicht von Ihren Computern entfernt.
Ach, sie haben nichts von meinem Computer gelöscht? Da bin ich aber dankbar. :)
Zitat von: "ralul"MAD, Bundesnachrichtendienst setzen, sechs
Aber auch der NSA würde ich da nicht unbedingt die Bestnote geben. Ein so offensichtliches Vorgehen und dann den Titel Geheimdienst für sich in Anspruch nehmen...
Aber es zeigt auch daß die Initiatoren entweder mit Dusseligkeit geduscht sind oder sich ganz einfach bereits als die unumschränkten Herrscher des www sehen.
Und es zeigt: Wäre wirklich jemand so uninformiert aber an Aufklärung interessiert gewesen wie es jetzt alle sein wollen hätte es die Enthüllungen Edward Snowdens erstmal nicht gebraucht um sich ganz schnell wenigstens in Teilen über das Ausmaß der Bespitzelung klar zu werden.
@cryptosteve:
Auch wenns aus 'ner anderen Ecke kommt, Amazon ist ein amerikanisches Unternehmen mit Servern in Amerika, da geht das Gefälle des Raums -anscheinend unvermeidlich- zu der gleichen Ecke hin.
ZitatAch, sie haben nichts von meinem Computer gelöscht? Da bin ich aber dankbar.
Solltest Du auch sein... und über den freundlichen Hinweis nachdenken :D
Gruß
ayla
Zitat von: "ayla"Aber auch der NSA würde ich da nicht unbedingt die Bestnote geben. Ein so offensichtliches Vorgehen und dann den Titel Geheimdienst für sich in Anspruch nehmen...
Na komm, wenn man bedenkt, wie lange das schon so geht und wie allumfassend die abschnüffeln, dann finde ich es doch erheblich bewunderswert, das nicht schon viel früher was durchgesickert ist. Da müssen sie hinter verschlossenen Türen schon ganz schön Druck aufgebaut haben und das Geheimgericht tut sicher sein übriges dazu.
Umso wichtiger, dass Snowden mit seinem Leaking durchkommt und nicht bestraft wird ?
Wie auch hier Barret Brown, leider nicht so bekannt wie Snowden - auf Englisch:
http://www.democracynow.org/2013/7/11/jailed_journalist_barrett_brown_faces_105
http://www.tagesschau.de/inland/spaehaffaere100.html
Da frag ich mich doch ob mir jetzt die Worte fehlen angesichts soviel offen eingestandener Inkompetenz oder ob mich die Frechheit mit der "unser" Verfassungsschutzpräsident da offensichtlich, naja, ich nenns mal: "in der Öffentlichkeit schön redet", sprachlos macht.
Eigentlich könnte man den ganzen Beitrag sowohl als Beleg für das eine als auch das andere zitieren, aber am besten "gefallen" mir diese beiden:
ZitatSeiner eigene Behörde lägen überhaupt keine Anhaltspunkte vor, "dass die Amerikaner Daten in Deutschland abgreifen"
Zitat"Ich bin erstaunt, in welch offener Weise die NSA bereit war, uns über die amerikanischen PRISM-Programme aufzuklären", sagte Maaßen. "Das Einzige, was wir noch nicht wissen: Was ist PRISM genau? ..."
Und immer wenn ich denke, jetzt können die mich nicht mehr überraschen denn dümmer und tiefer gehts nimmer, dann kommt einer aus dem Mustopf und zeigt fröhlich "doch es geht" :twisted:
Aber speziell von dieser Blindschleiche (ich entschuldige mich bei dem unschuldigen Tierchen für den Vergleich) war eigentlich nicht wirklich was Besseres zu erwarten. Das mit dem halbwegs plausiblen Lügen muss er noch Lernen.
Grüße
Reiner
Na ich will doch wenigstens hoffen daß er lügt -oder daß dies die Vorbereitung für einen Rücktritt ala "Schutz der Politiker vor Backslash" ist.
Stell Dir nur mal vor der würde -in seiner Position- auch noch meinen was er sagt und meine Annahme eins träfe zu, das wär ja zu peinlich... :shock:
Gruß
ayla
Bei dem bin ich mir gar nicht so sicher ober das nicht doch tatsächlich glaubt :shock:
Das war doch der Typ der lange Zeit verhindern wollte/konnte dass Kurnatz wieder zurück nach Deutschland durfte als ihn die USA aus Guantanamo loswerden wollten.
Begründung war, glaube ich mich zu erinnern. dass er sich ja länger als 6 Monate im Ausland aufgehalten hätte :roll:
Zur Belohnung dafür wurde er dann Chef des Verfassungsschutzes.:evil:
Bei solchen Verfassungsschützern braucht die Verfassung nun wirklich keine Feinde mehr.
Grüße
Reiner
Zum Lachen oder zum Gänsehaut bekommen?
http://www.theguardian.com/world/2013/aug/01/new-york-police-terrorism-pressure-cooker
Mal was poitives: Tox
http://www.heise.de/open/meldung/Skype-Alternative-Tox-einfach-verschluesselt-dezentral-1926996.html
Samsung Fernseher sehen jetzt mit - laut heise.de. Ein User schrieb folgendes:
ZitatWir haben unseren ersten Fernseher 1960 bekommen und
meine Mutter hat sich immer ordentlich angezogen, bevor
sie diesen angemacht hat. Besonders bei den Nachrichten.
Ich konnte ihr nie klarmachen, dass man nicht über den
Fernseher beobachtet werden kann.
Nun, meine Mutter hatte recht und ich bin der Bloedmann.
Tschau,
Horst
Respekt:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Lavabit-E-Mail-Anbieter-von-Edward-Snowden-schliesst-und-protestiert-1932723.html
Und hier die Erklärung von lavabit.com:
Danke @ayla!
Ich hoffe, diese "Neuland-Strategen" hören nun endlich auf mit ihrem gesabber und erkennen, wer hier die Hosen an hat.
Wird aber ein Wunschtraum meinerseits bleiben, schließlich
will man ja Wahlen gewinnen. :shock:
Sage mir mal jemand, der da vielleicht mehr weiss: Wieso kann ich seit etwa einer Woche (mit einem kleinen Intervall von vielleicht einem halben Tag) nicht mehr auf meinen tormail account zugreifen. Ich hatte die Info, von jemandem, der ein Tor Relais betreibt, dass der Server umzieht. Aber das hätte längst abgeschlossen sein sollen . . . (?)
Ansonsten glaube ich natürlich keine Sekunde, dass unsere Geheimdienste besser sind als die der Amerikaner (nur entschieden weniger gut, was auch schon etwas ist). Aber, sie könnte man wenigstens be- oder verklagen, auch öffentlich. Das ist ja in God's own Country nicht mehr möglich (für einen Ausländer sowieso nicht). Jedenfalls sollte man eigentlich eine Bewegung starten, bei all den Us-basierten Diensten (Amazon, Google, Facebook, Paypal, Yahoo, aber auch: Apple und Microsoft) auszusteigen (auch wenn's wehtut) und sich europäische Dienste (aber keine englischen ;) ) zu suchen . . .
Was eigentlich beinah noch mehr Angst macht, ist die Quasimonopolstellung von Intel. Wie will man kontrollieren (können), was die in die Hardware einbauen? Dass alle grossen Firmen der USA beim Kampf um die Cyberweltvormacht mit ihrer Regierung an einem Strick ziehen, daran kann ja wohl kein Zweifel bestehen.
Zitat von: "farinet"Was eigentlich beinah noch mehr Angst macht, ist die Quasimonopolstellung von Intel. Wie will man kontrollieren (können), was die in die Hardware einbauen
Da brauchst Du keine Angst zu haben. Der Kampf ist ohnehin verloren, sobald eine Komponente des Komplettsystems kompromittiert ist. So bringt die beste Festplattenverschlüsselung unter Windows nichts, wenn Windows selbst die Daten weiterreicht. Mit jeder einzelnen Hardwarekomponente mit (P)ROM siehts vermutlich ähnlich aus.
Ich bin da mittlerweile weitestgehend desillusioniert und je mehr sich nach dieser Affaire das Thema Verschlüsselung durchsetzt, desto eher werden die Dienste an anderer Stelle ansetzen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gemischtes-Echo-auf-E-Mail-Made-in-Germany-1933254.html
Zitat: "Die neue Initiative 'E-Mail made in Germany' zeigt, wie es geht: Daten gehören in sichere Rechenzentren in Deutschland..."
Da erinnere ich mich doch an einen Herrn Friedrich:
Zitat: "Sicherheit ist ein Supergrundrecht" ... osä
Sichere Rechenzentren in Deutschland... Sicher für wen?
Ist doch auch Bullshit. Ist wie DE-Mail ... Entschlüsselung auf dem Server zwecks Viren-/Malwarescan, ergo kein Ende-zu-Ende, ergo wertlos!
Zitat von: "cryptosteve". . . Da brauchst Du keine Angst zu haben. Der Kampf ist ohnehin verloren, sobald eine Komponente des Komplettsystems kompromittiert ist. So bringt die beste Festplattenverschlüsselung unter Windows nichts, wenn Windows selbst die Daten weiterreicht. Mit jeder einzelnen Hardwarekomponente mit (P)ROM siehts vermutlich ähnlich aus.
Ich bin da mittlerweile weitestgehend desillusioniert und je mehr sich nach dieser Affaire das Thema Verschlüsselung durchsetzt, desto eher werden die Dienste an anderer Stelle ansetzen.
Ergo: Biete Smartphone, suche Brieftaube ... ???
ZitatBiete Smartphone, suche Brieftaube ... ???
Nuja, die alten revolutionäre wussten noch, wie mensch klandestine Nachrichten übermittelt.
Ich glaube, jeder Brief an eine unbescholtene Adresse ist heute noch immer sicherer, als alle digitalen Möglichkeiten. Der Personalaufwand, wäre einfach zu groß.....
Lesetip:http://www.buecher.de/shop/weltwirtschaft/kampf-dem-kamikaze-kapitalismus/graeber-david/products_products/detail/prod_id/34733530/
Dann wird auch der ganze Überwachungswahn verständlich .... :wink:
Zitat von: "farinet"Ergo: Biete Smartphone, suche Brieftaube ... ???
Naja, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken: Ich denke schon, dass sich die analogen Verfahren in bestimmten Dunstkreisen wieder zunehmender Beliebtheit erfreuen. Und es gibt auch heute noch diverse netzbasierte Dienste, die vielleicht nicht so sehr im Fokus liegen, wie das Internet (ftn, uucp, etc.).
Insofern haben die Regierungen, die da behaupten, Whistleblowertum hätte massive Nachteile, schon durchaus Recht. Wer als Terrorist jetzt noch 'ne unverschlüsselte Mail schreibt, taugt wohl allenfalls als Selbstmordattentäter und löst damit sein eigenes Problem gleich mit. Die Frage, ob Sicherheitsrechte Persönlichkeitsrechte überwiegen oder nicht, bewertet nicht jeder gleich.
Und ich glaube auch, dass die Regierungen zu einem Großteil entweder sehr sensibel mit den Ergebnissen der Überwachung umgehen, oder das es ihnen wirklich allenfalls gelingt, mikromässig kleine Fische aus dem großen Teich zu angeln. Denn sonst wäre es wohl ein leichtes, die ganzen Mörder, Drogenhändler, Mafiaringe, Kinderschänder, Nuttenschlitzer und was weiss ich nicht noch alles gleich mit aus dem Verkehr zu ziehen.
Und man muss sich natürlich schon fragen, warum die NSA vermeintlich Arbeit darauf verschwendet, die teilverschlüsselte Mail von Machmut Mohammed zu entschlüsseln, den Kinderpornoring im Darknet um die Ecke aber ziehen lässt.
Unterm Strich glaube ich, dass die öffentliche Faktenlage einfach noch zu dünn ist, um wirklich beurteilen zu können, was da wie abläuft. Entweder Snowden/Greenwald schießen da noch nach, oder wir werden es wohl nie erfahren.
Also: Wolle Brieftaube kaufe?
Zitat von: "cryptosteve"Also: Wolle Brieftaube kaufe?
:lol:
Nein, nicht wirklich. Auch ich *glaube* ja prinzipiell immer noch daß mit den gesammelten Daten einigermaßen verantwortlich umgegangen wird.
Nur, was ich ganz sicher nicht glaube, ist daß diese Art der Datensammlung und -Verwertung so zielführend ist daß sie den Verlust an Privatspäre rechtfertigt. Daß eine verdachtsunabhängige Sammlung überhaupt mit unserer Verfassung vereinbar ist, daß unsere Politiker nicht verpflichtet wären gegen ausländische Geheimdienste, die unsere Grundrechte verletzen, massiv vorzugehen.
Wo ich ganz sicher bin: Daß eine derartige Sammlung früher oder später -auch massiv- mißbraucht werden wird. Daß eine "Kontrolle" über Geheimgesetze und Geheimgerichte diesem Mißbrauch Vorschub leistet.
Und daß klare Grenzen gezogen -und von Menschenrechtsorganisationen überwacht- werden müssen, welche Daten wann gesammelt werden dürfen und wofür diese Daten verwendet werden dürfen.
Hier wird so massiv in die Freiheitsrechte der gesammten Menschheit eingegriffen dass eine breite öffentliche Kontrolle her muß um z.B. zu verhindern daß Rechte wie das Demonstrationsrecht, freie Meinungsäußerung, usw. hintenrum gekippt werden.
Die Geheimdienste haben m.M.n. gezeigt daß die vorhandenen Kontrollen bei weitem nicht ausreichen und daß von einer Selbstbeschränkung ihrer Datensammelwut keine Rede sein kann.
Diese Datensammlungen müssen deshalb aus der Geheimhaltung heraus -nicht die Inhalte, aber der Umfang. Hätte meiner Meinung nach auch keinen Einfluß auf das Ziel. Diese ganze Geheimhaltung dient doch lediglich der unkontrollierten Ausweitung.
Ich finde die Idee, dass das Internet den Terrorismus fördern würde, beschreibt die Geisteshaltung der Geheimdienste sehr zutreffend: "Was nicht greifbar ist, ist hochgradig verdächtig!"
Zitat
Insofern haben die Regierungen, die da behaupten, Whistleblowertum hätte massive Nachteile, schon durchaus Recht.
Die Tatsache der Internetüberwachung wusste Osama Bin Laden schon vorher, oder warum hatte ausgerechnet sein Palast keinen Internetanschluss. Was hätten hier Whistleblower ändern können???
Zitat
Denn sonst wäre es wohl ein leichtes, die ganzen Mörder, Drogenhändler, Mafiaringe, Kinderschänder, Nuttenschlitzer und was weiss ich nicht noch alles gleich mit aus dem Verkehr zu ziehen.
Da sich so manche (Verschwörungs-)theorie zu bestätigen scheint, wundert es dich nicht, wenn ich da massive kommerzielle Verstrickungen unterstelle.
Drogenhandel: Was wollten die Amis ausgerechnet im Afghanistan, nachdem die Taliban den Mohnanbau massiv unterbanden??? Etwa die Demokratie wieder herstellen???
Und in Kolumbien und Mexico soll es tatsächlich nicht möglich sein Drogenhandel und -anbau zu unterbinden, wenn es möglich ist Kuba zu isolieren???
Erdöl: Chemiewaffensuche im Irak, war auch ein großer Erfolg für die Demokratisierung der Gegend, oder ging es etwa um Öl???
Passt auch gut, dass mit Syrien gerade der letzte Verbündete Irans stark unter Druck gesetzt wird. Auch dort wurde schon die Masche "Chemiewaffen" versucht. Dumm war nur , dass der Verdacht aufkam, die Rebellen hätten diese eingesetzt.
Schade, dass Afrika als Kontinent so wenig Rohstoffe zu bieten hat, deren Monopolisierung den USA wichtig sind, sonst würden auch dort die Menschenrechte und die Demokratie "verstärkt" werden müssen.
ZitatWer als Terrorist jetzt noch 'ne unverschlüsselte Mail schreibt, taugt wohl allenfalls als Selbstmordattentäter und löst damit sein eigenes Problem gleich mit
Stimmt, deutlich ersichtlich durch die Anzahl der durch Terrorismus weltweit getöteten Menschen. Zumindest, wenn du die durch den amerikanischen Drohnen-Terrorismus getöteten "Terrorismusverdächtigen" herausrechnest.
Zitat von: "cryptosteve". . .Und ich glaube auch, dass die Regierungen zu einem Großteil entweder sehr sensibel mit den Ergebnissen der Überwachung umgehen . . .
Du wirst mir zugestehen, dass es *SEHR* gute Gründe gibt, genau dies nicht zu glauben, oder?
Im übrigen möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass vieles dafür spricht, dass hier eine Schlacht um die industrielle Vorherrschaft über die dritte (vielleicht auch vierte?) industrielle Revolution geschlagen wird. So zynisch es klingt (und nicht nur klingt, sondern auch ist, leider . . .): Der permanente Kriegszustand (1) ist ein fantastischer Motor der Wirtschaft.
(1) Der "War on terror" entgrenzt althergebrachte Gewissheiten und macht den Ausnahmezustand zur Regel.
Zitat von: "farinet"
[...]
Im übrigen möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass vieles dafür spricht, dass hier eine Schlacht um die industrielle Vorherrschaft über die dritte (vielleicht auch vierte?) industrielle Revolution geschlagen wird. So zynisch es klingt (und nicht nur klingt, sondern auch ist, leider . . .): Der permanente Kriegszustand (1) ist ein fantastischer Motor der Wirtschaft.
[...]
Da muss ich eindeutig Recht geben, die wirtschaftliche Vorherrschaft ist genau das worum es immer geht, da sich hier der Wohlstand einer Nation ableitet. Ich denke das gerade die USA alles, aber auch wirklich alles tun würden und werden um diesen Status zu behalten. Recht und Gesetz spielen in diesem Wirtschaftspoker überhaupt keine Rolle mehr.
Zitat von: "bluelupo"die wirtschaftliche Vorherrschaft ist genau das worum es immer geht, da sich hier der Wohlstand einer Nation ableitet. Ich denke das gerade die USA alles, aber auch wirklich alles tun würden und werden um diesen Status zu behalten. Recht und Gesetz spielen in diesem Wirtschaftspoker überhaupt keine Rolle mehr.
Oder gerade spielt das "Recht" ein Rolle:
Witschaftsabkommen!
Wenn 3. oder 2. Weltländer ein Wirtschaftsabkommen mit den USA haben, können sie nicht mehr die Umweltstandards und Verbrauchersicherheit per Gesetz anheben, ohne einen Milliarden schweren Prozess auf Schadensersatz befürchten zu müssen.
Auch verbietet ein Wirschaftsabkommen Subventionen:
Das spielt gerade in den Verhandlungen mit den Usa eine entscheidende Rolle, bei der die Franzosen Einspruch erheben, die ihre Filmindustrie schützen wollen.
Aber wie können Subventionen durch Wirtschaftsabkommen vermieden werden, wenn die großen IT Firmen in den USA Geheimaufträge der NSA bekommen?
Ich bin der festen Überzeugung, dass die Überlegenheit der großen US-IT-Giganten auf diesen versteckten Subventionen der NSA beruhen. Auch China hat seine subventionierte eigene Suchmaschine ...
Hier ein Beispiel: Ein Seekabel wird nicht durch Gebühren sondern durch SpionageAbgreifMöglichkeit bezahlt (Link aus Fefe blog):
http://www.nzherald.co.nz/nz/news/article.cfm?c_id=1&objectid=10910701
Ein Wirtschaftsabkommen vielleicht nicht, ein Freihandelsabkommen schon. Man sollte sich aber keine Illusionen machen, die USA (wie auch andere mächtige Player wie eben Deutschland, Japan, China, Brasilien etc.) haben im Zweifel keinerlei Skrupel mit doppelten Standards zu arbeiten.
Den deutschen Industriebossen ist es im Grunde piepegal, ob der deutsche Nahrungsmittelmarkt mit Genfood Made in Usa überschwemmt wird oder nicht. Hauptsache der Absatz von schweren Limousinen in den Usa rollt.
Schwer sich auszudenken, was dagegen zu tun wäre. Vielleicht Initiativen zu unterstützen, die sich gegen die Privatisierung von grundlegender Infrastruktur wie Wasser, Strom, Bildung etc. wehren respektive verlangen, dass diese wieder in öffentliche Hand und Kontrolle kommen (?)
Zitat von: "farinet"
[...]
Schwer sich auszudenken, was dagegen zu tun wäre. Vielleicht Initiativen zu unterstützen, die sich gegen die Privatisierung von grundlegender Infrastruktur wie Wasser, Strom, Bildung etc. wehren respektive verlangen, dass diese wieder in öffentliche Hand und Kontrolle kommen (?)
Solche Initiativen wären zB. ATTAC, Campact oder Avaaz die sowas in der Vergangenheit immer wieder durch Kampagnen gefordert haben.
Zitat von: "bluelupo"Zitat von: "farinet"
[...]
Schwer sich auszudenken, was dagegen zu tun wäre. Vielleicht Initiativen zu unterstützen, die sich gegen die Privatisierung von grundlegender Infrastruktur wie Wasser, Strom, Bildung etc. wehren respektive verlangen, dass diese wieder in öffentliche Hand und Kontrolle kommen (?)
Solche Initiativen wären zB. ATTAC, Campact oder Avaaz die sowas in der Vergangenheit immer wieder durch Kampagnen gefordert haben.
Richtig, aber das wagt man ja kaum mehr zu sagen. Spannend ist in diesem Zusammenhang die Änderung der bremischen Landesverfassung oder die Initiative der Österreicher die Nicht-Privatisierbarkeit der Trinkwasserversorgung in die Verfassung aufzunehmen. Oder der Entscheid einiger schweizer Städte (und Kantone, vornehmlich in der Romandie), Bildung, Wasser und Infrastruktur nicht zu privatisieren und auch keine WTO Abmachungen zu akzeptieren, die das erzwingen wollen (Bildung wird mit Sicherheit ein ganz grosses Thema in den Freihandelsverhandlungen der EU mit den Usa). Na ja . . . Immerhin, beim Atom war ja nicht alles umsonst ;)
Hi farinet,
meine Meinung dazu ist, das Infrastruktur grundsätzlich nicht in private Hände gehört und dazu zählen Schienennetz, Stromnetz, Trinkwasserversorgung, Bildungswesen und öffentlicher Nahverkehr. Wenn wir zulassen das solche grundsätzlichen Dinge privatisiert werden dürfen wir uns über Preissteigerungen und massive Qualitätseinbußen nicht wundern. Deshalb gilt es europaweit dieses Bestreben der großen Konzerne schon im Keim zu ersticken, denn die wollen nur ihren Reibach auf Kosten der Steuerzahler durchsetzen.
Zitat von: "bluelupo"Zitat von: "farinet"
[...]
Schwer sich auszudenken, was dagegen zu tun wäre. Vielleicht Initiativen zu unterstützen, die sich gegen die Privatisierung von grundlegender Infrastruktur wie Wasser, Strom, Bildung etc. wehren respektive verlangen, dass diese wieder in öffentliche Hand und Kontrolle kommen (?)
Solche Initiativen wären zB. ATTAC, Campact oder Avaaz die sowas in der Vergangenheit immer wieder durch Kampagnen gefordert haben.
Neben Initiativen kann man auch Parteien unterstützen und wählen, die gegen die Privatisierung öffentlicher Güter angehen. Wobei mir da im Moment nur eine Partei einfällt :-)
Viele Grüße,
Holger
Zitat von: "bluelupo"Hi farinet,
meine Meinung dazu ist, das Infrastruktur grundsätzlich nicht in private Hände gehört und dazu zählen Schienennetz, Stromnetz, Trinkwasserversorgung, Bildungswesen und öffentlicher Nahverkehr. Wenn wir zulassen das solche grundsätzlichen Dinge privatisiert werden dürfen wir uns Preissteigerungen und massive Qualitätseinbußen nicht wundern. Deshalb gilt es europaweit dieses Bestreben der großen Konzerne schon im Kein zu ersticken, denn die wollen nur ihren Reibach auf Kosten der Steuerzahler durchsetzen.
Da sind wir uns vollständig einig.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Lavabit-Schliessung-Sogar-meinem-Anwalt-darf-ich-nicht-alles-sagen-1935084.html/from/rss09
Super, diese Demokratie...
Noch übler wird mir, wenn ich höre, was Larry Ellison uns als seine Meinung zu verkaufen versucht. Man muss zu dem Interview wissen, das Oracle massenhalt Kohle für Datenbanken und Service von der NSA kassiert.
http://www.cbsnews.com/8301-18563_162-57598390/tech-tycoon-larry-ellison-on-nsa-surveillance/
greetz
devil
SAP ist nicht besser. Die werben sogar mit ihrer Kompetenz auf diesem Gebiet!
Zitat von: "devil"Noch übler wird mir, wenn ich höre, was Larry Ellison uns als seine Meinung zu verkaufen versucht. Man muss zu dem Interview wissen, das Oracle massenhalt Kohle für Datenbanken und Service von der NSA kassiert.
http://www.cbsnews.com/8301-18563_162-57598390/tech-tycoon-larry-ellison-on-nsa-surveillance/
- Und man muss wissen, dass es in den USA zum "Anstand" gehört, einen großen Teil der Kohle in Washington an die Lobby zurückzugeben
- Und man muss wissen, dass die Abgeordneten von diesem Geld ihre Wiederwahl finanzieren müssen. (Und ihren Lebensabend als Lobbyist finanziert bekommen).
- Und man muss wissen, dass Larry Ellison genau diese Art von Kreislaufdemokratie meint, wenn er in dem Interview sagt, das Gute in der Demokratie sei, wir können die Regierung abberufen, wenn es uns zu viel wird mit der Überwachung.
- Und man muss wissen, dass die Militär- und Cyberwarausgaben die Projekte überfinanzieren, also eine direkte Subvention darstellen.
- Und man muss wissen, dass das geplante Freihandelsabkommen direkte Subventionen bei Vertragsstrafe verbieten soll, wenn sie nachweibar sind.
Hmmm ...grad wieder gefunden und gehört.
Eigendlich wissen wir das alles schon länger, nur keiner wollte es wahr haben:
http://www.youtube.com/watch?v=2n4E039ZSZE
Egal wie ihr zur Musik steht, aber ruhig mal bis zum Schluss anhören. Zumal es mit einem C64 gemacht wurde ... ;)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Geheimgericht-Lueckenhafte-Ueberwachung-der-Ueberwacher-1937397.html
"kopfschüttel" .. !!!
Oder viel entspannter:
http://www.der-postillon.com/2013/08/charme-offensive-nsa-startet-online.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Flughafen-Gewahrsam-fuer-Partner-des-NSA-Enthuellers-USA-vorab-informiert-1938617.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Guardian-Britischer-Geheimdienst-liess-Festplatten-mit-Snowden-Material-zerstoeren-1938552.html
Soviel zur Pressefreiheit in GB-Europa. Der "Guardian" muß über die NSA-Affäre aus den USA weiter berichten... Ich glaub die Kapriolen ja bald nicht mehr.
An diesem konkreten Fall kann man sich ausmahlen, worum es bei der Totalüberwachung wirklich geht:
Miranda wurde auch zu den Ausschreitungen in Brasilien befragt, und ob er jemanden in der Regierung kennt. Miranda hat darüber dann offen berichtet.
Wieviele Mirandas mag es geben, die sich unter Druck setzen lassen und Kontakte zu Entscheiderkreisen (nicht nur Regierungen auch Konzerne) haben? Je mehr Kleinigkeiten man weiss über jemanden, desto eher sind die Schwachpunkte einer Person offenbar. Das wurde uns ja schon in so vielen Stasi Spielfilmen anschaulich dargelegt. Es ist die Macht der Information, die Geheimdienste noch mächtiger macht und weitere Agenten hervorbringt ...
Ich schicke mal vorweg, dass ich es absolut notwendig und richtig finde, den Schlapphüten überall in der Welt soviele Knüppel wie möglich zwischen die Beine zu werfen und sich zu wehren. Wozu, auch wenn's hilflos ist, m.E. gehören würde, eine funktionierende und einer Demokratie würdige juristische (also: ÖFFENTLICHE) Kontrolle der Dienste zu schaffen.
ABER: Ich denke das ist wie mit dem Mythos der Pandora. Der Geist ist aus der Flasche und wird auch nicht mehr hereinzuholen sein. Wenn das richtig ist, stellt(e) sich die Frage: Wie geht man damit um? Eins ist klar: Die Dienste, geheime und nicht (also Apple, Google, MS, Yahoo und und und) versuchen, die Informationen über unser aller Privatsphäre zu monopolisieren und damit ein Geschäft zu machen (siehe den Skandal um den Apothekenabrechnungsdienstleister und den Weiterverkauf der Daten). Dieses Geschäft wird man langfristig vielleicht nicht verhindern können, indem man versucht, so wenig Daten wie möglich preiszugeben (obwohl ich natürlich alles unterstütze, was in diese Richtung geht).
Vielleicht müsste man eher in die Richtung denken, dass man radikal alles öffentlich macht. Keine Ahnung, was die Folgen davon sein könnten. Immerhin könnte man das verloren gegangene Backup seines Rechners beim BND abrufen. Das wäre doch auch schon mal was . . . ;)
Au ja.
Und passend dazu schaffen wir im Real Live auch alle schlösser ab, verbeamten alle einbrecher und diebe in der hoffnung unsere wertgegenstände dann bei bedarf bei der polizei abholen zu können. Totale freiheit für alles und alle.
Die Schlösser abschaffen wäre nicht schlecht, und vielleicht auch ästhetisch stilbildend (wenn man an Neuschwanstein denkt :P :P ). Und die Einbrecher verbeamten, warum eigentlich nicht. Unsere Banker werden ja auch verbeamtet, zum Teil wenigstens (erinnere an Brecht, hier ;) ).
Aber ja, ich gebe Dir ja Recht. Aber ich bin ratlos, und irgendwie wirken doch Anti-Spy Abkommen lächerlich angesichts dessen, was geschieht, oder? :-(
Wir sollte uns noch mal John Le Carre vornehmen und diesmal als Realanalyse lesen ... ;) (nicht als Fiction!!!).
Danke für diesen Beitrag in den "news" und den treffenden Titel.
http://news.siduction.org/2013/08/ladies-and-gents-roll-up-your-pants-the-shits-getting-deep/
Gruß
ayla
auch in german, bitte ... ;)
Übersetzung wartet auf Freigabe durch den Author :)
ah, ok .... danke :)
http://blog.fefe.de/
ZitatDer Congress-Abgeordnete Grayson (Democrat aus Florida) berichtet. Die Frage war, ob man sich nicht Sorgen machen muss als Abgeordneter, dass wie damals unter Hoover die NSA auf einem riesigen Kompromatberg sitzt und damit alle erpressen könnte.
GRAYSON: It's possible - one of my colleagues asked the NSA point blank will you give me a copy of my own record and the NSA said no, we won't. They didn't say no we don't have one. They said no we won't. So that's possible.
Und damit ist klar, wie es kommen konnte, dass das Budget der NSA-Programme nicht weggestrichen wurde.
Kompromatberg war der Begriff, den ich die ganze Zeit gesucht hatte. Die Wahrscheinlichkeit ist, dass dieser Berg schon übergross und es für Abstimmungen zu spät ist in den USA. Aber die "Welt" Kommentatoren spekulieren fröhlich weiter, dass Großbritanien und die USA innerlich gefeiter sind.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Friedrich-bekraeftigt-in-NSA-Affaere-Wir-werden-nicht-ausspioniert-1945400.html
ZitatIn Bezug auf die Enthüllungen über die Ausspähung staatlicher Stellen sagte er, er gehe "davon aus, dass amerikanische Stellen uns nicht ausspionieren". Begleitet vom Beifall des Publikums entgegnete Thomas Oppermann (SPD), "ich weiß gar nicht, Herr Friedrich, wo sie in den letzten Wochen waren".
@ralul: Hmmm... Kompromatberg, oder...
Schade daß ich den Cartoon der "Rheinpfalz" von vor einigen Wochen wg. copyright nicht zeigen darf, der NSA-Mitarbeiter beim verzweifelten Suchen des betreffenden Namens auf ihren Gehaltslisten zeigte...
FAQ zum Thema NSA (http://www.gi.de/themen/ueberwachungsaffaire-2013)
Zitat SPON (was hoffentlich auch in diese läng noch fair use ist)
Allerdings, so Schneier, sollte man kommerzieller Software mit Misstrauen begegnen. Gerade Produkte amerikanischer Firmen hätten wahrscheinlich NSA-freundliche Hintertüren. Das sieht Weis genauso: "Es klingt ein bisschen hart, aber ich würde sagen: Traue im Moment keiner amerikanischen Firma. Wir haben die Situation, dass US-Firmen Hintertüren einbauen müssen, aber nicht darüber reden dürfen." (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/snowden-geheimdienste-nsa-und-gchq-knacken-internet-verschluesselung-a-920814.html)
Auch wenn sich wenig ändert, zumindest rücken ein paar ganz einfache tatsachen nun mehr in den focus.
Zitat...unsere beste Verteidigung ist es, unsere Überwachung so teuer wie möglich zu machen".
Und da es die einzige Verteitigungslinie ist die uns noch bleibt, nachdem unsere Regierungen das alles als "altbekannt, gar nicht so schlimm, unbedingt notwendig" abtun, sollten wir das auch machen. Crypten wo's nur geht und crypten -wenn möglich- im Quadrat.
Gruß
ayla
Edit:
Auch interessant in diesem Zusammenhang:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bruce-Schneier-zum-NSA-Skandal-Die-US-Regierung-hat-das-Internet-verraten-1951318.html
Zitat von: "ayla"Crypten wo's nur geht und crypten -wenn möglich- im Quadrat.
Meiner Meinung nach völlig unnötig bzw. sinnlos, da entsprechende Stellen ohnehin jederzeit auf die bereits decrypteten Daten zugreifen können.
Daher wage ich es an dieser Stelle, mal einen umfassenden Verhaltensleitfaden für Terroristen und sonstiges asoziales Gesindel (wie Datenschützer, Privatpersonen, etc.) aufzustellen:
1. Keine ans internet angebundene Technik nutzen.
2. Beachtet 1.
Zitat von: "cryptosteve"Zitat von: "ayla"Crypten wo's nur geht und crypten -wenn möglich- im Quadrat.
Meiner Meinung nach völlig unnötig bzw. sinnlos, da entsprechende Stellen ohnehin jederzeit auf die bereits decrypteten Daten zugreifen können.
Ohne Zweifel wohl msWin.
Inwieweit sind wir mit Linux betroffen?
Ich benutze zB den binary google-chrome browser um Youtube zu schauen. (Ich habe sonst kein flash plugin für firefox, den ich für sonst alles benutze). Wenn Google zusammen arbeiten muss mit der NSA, ist wohl auch deren Browser gehackt?
Unter Gentoo backe ich mir den google als chromium selbst. Aber auch da könnte es sein, dass die NSA-Hacks einfach zu kompliziert sind, als das sie von der opensource Gemeinde aufgespürt werden?
Zitat von: "cryptosteve"
[...]
Daher wage ich es an dieser Stelle, mal einen umfassenden Verhaltensleitfaden für Terroristen und sonstiges asoziales Gesindel (wie Datenschützer, Privatpersonen, etc.) aufzustellen:
1. Keine ans internet angebundene Technik nutzen.
2. Beachtet 1.
Hi Steve,
deine zwei Punkte meinst du doch nicht im Ernst?
Natürlich ist verschlüsseln wichtig, man sollte nur aufpassen mit was man verschlüsselt. Proprietäre Software ist keinenfalls zu vertrauen, da diese Hersteller gezwungen werden Schwachstellen oder Hintertüren einzubauen.
Im übrigen wird sich das Verschlüsseln in nächster Zeit zu einem Katz-und-Maus-Spiel entwickeln.
Jede Verschlüsselung ist ad absurdum geführt, wenn das bereits aufgeschlossene System Backdoors enthält. Und das dürfte mittlerweile für alle großen Systeme nahezu feststehen. Die Infrastruktur ist darüber hinaus kompromittiert, die Regierungen (bzw. einelne Stellen davon) offenbar auch.
Verschlüsselung ist zwar nett, aber wirklich schützen tut sie nichts. Sie erhöht allenfalls das Rauschen und erschwert damit massenhaften Durchleuchten von Kommunikation etwas, was aber wiederum auch total egal ist, weil die Metadaten ohnehin mehr zählen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kein-grosses-Smartphone-Betriebssystem-vor-US-Geheimdienst-sicher-1952156.html
Anscheinend gibt es wirklich keine Alternativen und sie bekommen alles.
Tja Steve, vielleicht intensivierst Du doch Deine Brieftaubenzucht...
Ich hoffe doch sehr stark das sich die Situation ändert, wenn Mozilla mit seinen FirefoxOS auf den Markt kommt.
Zitat von: "cryptosteve"Verschlüsselung ist zwar nett, aber wirklich schützen tut sie nichts. Sie erhöht allenfalls das Rauschen und erschwert damit massenhaften Durchleuchten von Kommunikation etwas, was aber wiederum auch total egal ist, weil die Metadaten ohnehin mehr zählen.
Dazu meint
http://blog.fefe.de/?ts=acd52294
ZitatDie Angriffe, über die man beim Diskutieren von Verfahren redet, sind daher nicht in der Liga "das wäre aber sehr teuer" sondern in der Liga" das würde so lange dauern, dass die Erde vorher in die Sonne stürzen wird.
...
Es hat sich daher aus meiner Sicht nichts geändert bei der Kryptographie. Wo sich etwas geändert hat, ist bei der Frage, wo man seine Krypto-Software eigentlich her hat, und ob man dem trauen kann. Aus meiner Sicht ist es jetzt an der Zeit, dass sich mal die Hacker der Welt zusammen tun, und in aller Ruhe und mit größter Sorgfalt die ganze Krypto-Software da draußen auditieren. Eine wirklich gute Hintertür sieht man bei einem Audit auch nicht notwendigerweise, aber es wann soll man sowas denn bitte in Angriff nehmen wenn nicht jetzt?
Das sind doch zwei völlig unterschiedliche Dinge. Fefes Artikel bezieht sich auf Festplatten-/Containerverschlüsselung im abgeschlossenen Zustand. Sobald die Daten aber aufgeschlossen sind, ändert sich der Sachverhalt maßgeblich, vor allem, wenn kompromittierte Systeme wie z.B. von Apple oder Microsoft im Spiel sind.
@cryptoserve,
ne es geht auch leider darum, ob wir den openSource Tools überhaupt trauen können, ob ein "Sponsor" etwas hinterlistiges eingepflegt hat in den Code, oder ob ein Denk- oder Flüchtigkeitsfehler von Entwicklern gemacht wurde. Deswegen nimmt sich Fefe vor solchen Code zu auditieren!
Siehe dazu von heute zB:
http://www.heise.de/open/meldung/MIPS-Router-mit-Entropieproblemen-1953097.html
Die Schwierigkeiten mit unsauber implementierter Entropie findet sich momentan ja an allen Ecken und enden.
Mir fehlt leider sämtliches KnowHow, um so ein Auditing mitzumachen. Schlimmer noch, ich kann noch nichtmal garantieren, dass ich die vorliegenden Lösungen auch wirklich zu 100% fehlerfrei implementiert und umgesetzt habe. cryptsetup ist nun wahrlich kein Monster, aber es bedarf schon einiger theoretischer Kenntnis, um bestimmte Szenarien bereits im Vorfeld auszuschließen.
Ich halte es allerdings für ziemlich wahrscheinlich, dass auch im OpenSource-Umfeld diverse (geheim-/staats-)dienstlich bezahlte Leute sitzen, von denen man das so nicht ahnt, bzw. nicht weiß. Und wie schwer der Code in seinen Folgen zu durchblicken ist, haben wir schon vielfach gesehen, z.B. bei der OpenSSL-Lücke in Debian.
Zitat von: "cryptosteve"... wahrscheinlich, dass auch im OpenSource-Umfeld diverse (geheim-/staats-)dienstlich bezahlte Leute sitzen, von denen man das so nicht ahnt, bzw. nicht weiß. Und wie schwer der Code in seinen Folgen zu durchblicken ist, haben wir schon vielfach gesehen, z.B. bei der OpenSSL-Lücke in Debian.
+1 leider.
Wenn man dann noch die ganze Kette nimmt:
Hardware - Firmware - Linux - Applikation - Router
- Internetleitung - Internetserver
... und zurück, dann wird einem klar, dass absolute Sicherheit nie garantiert werden kann. Da bin ich dann auch skeptisch wenn ein Gerät als Bundesminister tauglich zertifiziert wird:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Samsung-Galaxy-S3-als-Merkelphone-zugelassen-1953029.html
Zitat von: "ayla"http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kein-grosses-Smartphone-Betriebssystem-vor-US-Geheimdienst-sicher-1952156.html
Anscheinend gibt es wirklich keine Alternativen und sie bekommen alles.
Tja Steve, vielleicht intensivierst Du doch Deine Brieftaubenzucht...
Kein Witz: Die Schweizer Armee hatte einen Brieftaubendienst, der vor der Abschaffung stand (wie vor einigen Jahren auch, IMO: bedauerlicherweise ;) , die Fahrradtruppen ), was nun aber annulliert wurde. :D
Zitat von: "bluelupo"Ich hoffe doch sehr stark das sich die Situation ändert, wenn Mozilla mit seinen FirefoxOS auf den Markt kommt.
+1
Leider kann man kaum daran glauben, dass man mit deutschen Providern besser aufgehoben wäre. Zu beredt ist das Schweigen der deutschen Politiker, als dass man nicht den begründeten Verdacht haben müsste: die machen in Wirklichkeit dasselbe oder sie machen schlicht mit (so eine Art Ringtauschverfahren, der Verfassungsbrüche).
Ansonsten müsste man doch den Amis und den Engländern vor die Schienbeine treten, wie das die Brasilianer wenigstens versuchen (Stichwort: Petrobras + NSA) oder wie es Frau Reding wenigstens in Worten getan hat.
Einen Unterschied macht es aber vielleicht doch, wenn man deutsche oder europäische Dienste benutzt: Man könnte wenigstens hinterher vor Gericht ziehen.
Wenn man es den Diensten schwer machen will, wäre es nicht eine Idee, jede Mail und jede Botschaft über das Netz mit so einer Art "Quatsch"mail, eine Art sinnfreies Dummy automatisch zu verbinden und so die Aushorcher gewissermassen zuzumüllen? (Das müssten die Programme natürlich automatisch machen...).
naja, in erster Linie sollte es ja nicht darum gehen die Arbeit der Geheimdienste zu sabotieren sondern den Wildwuchs der Datensammelei einzuschränken.
Einer NSA/CIA/BND/... traue ich ja durchaus
auch eine nützliche Funktion zu wenn es um Terrorismusbekämpfung geht.
Nur stellt sich halt inzwischen heraus daß sie maßlos übertreiben, sich Rechte nehmen, die ihnen niemand zugestehen wollte, unsere Grundrechte verletzen -wahrscheinlich "im Ringtausch"-, die Kontrollinstanzen alle Augen fest geschlossen halten...
Angesichts der technischen Möglichkeiten und der dahinter stehenden finanziellen Mittel bleibt hier letzten Endes nur der politische Weg -leider ist die Chance daß wir eine Regierung bekommen die da auch massiv eingreift nicht nur nahe null.
ZitatEinen Unterschied macht es aber vielleicht doch, wenn man deutsche oder europäische Dienste benutzt: Man könnte wenigstens hinterher vor Gericht ziehen.
Dazu müsstest Du erst mal das Recht haben hinterher was zu erfahren...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Affaere-IETF-Entwickler-stellen-sich-dem-Ueberwachungsskandal-1953111.html
Da ich gerade über den Thread hier stolpere:
http://www.bitblokes.de/2013/09/security-tipp-von-mr-kwin-martin-graesslin-firefox-sicherer-machen/
Das selbe geht auch mit Thunderbird!
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/ilija-trojanows-einreiseverbot-willkuer-und-freiheit-12599490.html
So ist das also mit der Freiheit in A.
Ja, so isset. Leider sind nur die Latinos bereit, sich in Konfrontation zur US-Administration zu begeben. Wir wollen lieber Porsches verkaufen . . . :-(
Und nix anderes werden wir auch machen, wenigstens mal die nächsten 4 Jahre. Es sei denn bei der EU tut sich was...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Affaere-Auch-Anwaelte-kritisieren-nun-Reaktion-der-Bundesregierung-1971628.html?wt_mc=rss.ho.beitrag.rdf
Bisher 1400 Unterzeichner, >300 Juristen und 1000 "andere Berufe".
EDIT:
Außerdem, eigentlich schon länger jedem der die Geschichte verfolgt hat klar, aber immer mal wieder zum Nachdenken:
http://www.heise.de/security/artikel/Todesurteil-fuer-Verschluesselung-in-den-USA-1972561.html
Ich habe hier vor einiger Zeit den Begriff "PrismCoin" geprägt in Anlehnung an die virtuelle Währung BitCoin: Wenn sich nachweisen ließe, dass die Geheimdienste eine gemeinsame Wertbemessungsgrundlage haben für ihren Informationsaustausch, wäre dies ein juristisch verwertbarer Beweis, dass sie die jeweilige Landesverfassung "bewusst" brechen. Ähnlich sieht es wohl auch ein bürgerlich liberales Blatt:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/aus-dem-maschinenraum/aus-dem-maschinenraum-die-menschenrechte-sollen-es-richten-12602024.html
ZitatEine der wiederkehrenden Beteuerungen der Geheimdienstchefs und ihrer Apologeten in der Politik lautet, dass alles nach Recht und Gesetz zugeht. Einfach gesetzlich betrachtet und soweit Informationen überhaupt verfügbar sind, ist dies in vielen Fällen sogar richtig. Denn die nationalen Gesetze über die Auslandsgeheimdienste praktisch aller Länder erlauben die ungebremste Überwachung aller Nicht-Inländer. Die Privilegien der Inländer, insbesondere die Beschreitung des Rechtswegs, stehen ihnen nicht zu.
Diese Art der Rechtssetzung ignoriert allerdings die globalen vernetzten Realitäten, denn die Geheimdienste kooperieren seit Jahrzehnten gewohnheitsmäßig im Verborgenen. Was der eine Dienst in seinem jeweiligen Inland nicht überwachen darf oder kann, erledigt der befreundete Partnergeheimdienst und teilt seine Erkenntnisse.