Ich habe razor-qt firestarter installiert. Dabei habe ich die Festplatte mit lvm eingerichtet so wie hier (http://crunchbang.org/forums/viewtopic.php?id=19411) beschrieben. Es hat auch alles gut funktioniert.
Doch nach einigen sudo apt-get update && upgrade bootet der Rechner nicht mehr. Ich bekomme diese Fehlermeldung beim Start (und zwar bei allen verfügbaren Kernel):
Early console in decompress_kernel
Decompressing Linux ... Parsing ELF ... done.
Booting the kernel.
Loading please wait ...
modprobe: can'tload module microcode (kernel/arch/x86/kernel/microcode.ko): No
such device
mdadm: No devices listed in conf file were found.
Volume group "vg_debian" not found
Skipping volume group vg_debian
Unable to find LVM volume vg_debian/root
Gave up waiting for root device. Common problems:
- Boot args (cat /proc/cmdline)
- Check rootdelay= (did the system wait long enough?)
- Check root= (did the system wait for the right device?)
- Missing modules (cat /proc/modules; ls /dev)
ALERT! /dev/mapper/vg_debian-root does not exist. Dropping to a shell!
BusyBox v1.20.2 (Debian 1:1.20.0-8.1) built-in shell (ash)
/bin/sh: can't access tty; job control turned ogg
(initramfs) _
Vielleicht kann mir da ja jemand weiterhelfen ... (?)
PS. Denselben Fehler hatte ich auch auf einem anderen Rechner als ich einmal einen siduction kernel ausprobieren wollte - zum Glück hatte ich einen alternativen Kernel, der einwandfrei startete.
Auf jeden Fall schon einmal, vielen Dank im Voraus für jede Hilfe!
Ein paar Ergänzungen:
Start mit grml cd und dann:
sudo lvm
lvm> lvs
ergibt:
home vg_debian -wi 70g
root vg_debian -wi 10g
swap vg_debian -wi 2g
Dann habe ich noch dies gefunden:
http://www.mail-archive.com/debian-bugs-dist@lists.debian.org/msg1139203.html
Aber das ist etwas für richtige Experten (und nicht für einfache user) . . .
Hi farinet,
Die Meldung zu mdadm ist irrelevant, da Du kein RAID-System hast. Du kannst mdadm deinstallieren.
Die wahrscheinliche Lösung steht hier im Forum. Suche nach "rootdelay".
Viele Grüße,
Bequimão
Erst einmal vielen Dank! Ich habe, da die Installation ganz neu war, einfach noch einmal installiert; diesmal ohne lvm Partionierung (sondern ganz traditionell), mdadm deinstalliert. Und jetzt läuft's.
Trotzdem schaue ich einmal nach <rootdelay> . . . (schon aus Neugier)
lvm sollte dann auch in die initramfs. Die Volumegroups und logischen Volumes müssen bei Systemstart aktiviert werden. Wenn ich das noch richtig im Hinterkopf habe, leistet da ein lvchange -a y --sysinit $foo wohl ganz gute Dienste. Sollte aber auch in der man-page dokumentiert sein. Nachdem man das Aktivieren bei Systemstart geschaltet hat, war wohl noch ein update-initramfs -k all -u notwendig. Ich hoffe, ich hab nichts wesentliches vergessen, ich muss da auch immer nachlesen. Funktionieren tuts aber :). Der Tipp mit dem Rootdelay mag auch helfen, auch wenn ich den noch nie benötigt habe.
Das update-initramfs geschieht beim Installieren von lvm2 automatisch. Da lvm2 in den Installationsmedien enthalten ist, ist siduction damit fertig.
Bei anderen Debian-Derivaten funktioniert
# apt-get install lvm2 dmeventd kvpm
KVPM ist ein graphischer Partitionsmanager für LVM. Der Link, den der TE gepostet hat und den ich nicht gelesen habe, erübrigt sich damit.
Viele Grüße
Bequimão
Bequimao: ja schon, aber nicht so ganz - wenn ich zum Beispiel von lvm2 starten will, dann sollte die Struktur schon recht früh zusammengebaut werden. Und dazu sollte man dann dem System auch mitteilen, was es zusammenschrauben soll - ich kann mich da aber auch irren, momentan benutz ich lvm kaum noch, da es bis auf den Desktop für mich zur Zeit kaum Sinn macht
agaida: kein Problem, ich boote aus dem LVM ohne Anpassungen außer GRUB_CMDLINE_LINUX="rootdelay=2" in /etc/grub/default.
Bequimão
Schade. Mit ein wenig Geduld hätte ich das Problem also wohl lösen können. Nun bin ich zurückgestiegen auf eine traditionell formatierte Festplatte. Aber, Hauptsache es läuft . . . (auch wenn ich den Eundruck habe, das mit LVM die Sache eigentlich stabiler ist und Veränderungen an den Partitionen ein Kinderspiel).
Danke auf jeden Fall!
@farinet: Das ist immer zweischneidig, ich hab aktuell 2 Server zurückgebaut, damit die wieder ohne LVM funktionieren. Es ist halt eine Abstraktionsebene weniger und ich habe das auf diesen Maschinen definitiv nicht benötigt. Wo ich definitiv immer noch ein großer Freund von bin: Ein Hauptsystem richtig stockkonservativ aufgesetzt - und ausserdem LVM mit den Systemen zu "spielen" drauf, die aber vom konservativen System aus gestartet werden. Das macht die Lage manchmal einfacher.