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Siduction Forum => Free Speech => Topic started by: devil on 2011/04/22, 08:31:06

Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: devil on 2011/04/22, 08:31:06
zu Ostern ein beschaulicher Rück- und Ausblick: http://www.heise.de/open/artikel/Die-Woche-Beharrlichkeit-zahlt-sich-aus-1231607.html

greetz
devil
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: Lanzi on 2011/04/22, 13:37:10
Ich fand es den richtigen Weg alles proprietäre zu entfernen. AUch ATI ist dadurch "eingebrochen"!

Danke für den Link. Sehr lesenswert!
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: agaida on 2011/04/22, 19:36:58
+1

es besteht also mehr als Hoffnung. Ich hab irgendwie noch den Nachhall von Stimmen einiger "Administratoren" im Ohr, die ob der Auslagerung der nichtfreien Sachen weinten, dass sie nun auf keinen Fall mehr debian einsetzen könnten. Danke für den Link.
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: ralul on 2011/04/22, 19:45:41
@Lanzi, du findest immer den Weg zwei sich auf den ersten Blick widersprechende Sätze wie selbstverständlich zusammengehörig zu plazieren. Aber was will uns das sagen? Spielt da der Zeitfaktor der Verben eine Rolle?

Die Performance Deiner Ati Karte ist eingebrochen, nachdem du den richtigen Weg alles proprietäre zu entfernen beschritten hast, was du jetzt nicht mehr richtig findest?
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: devil on 2011/04/22, 20:27:43
ich denke, er meint die Firma.

greetz
devil
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: Lanzi on 2011/04/23, 15:50:36
immer? Naja... vlt. etwas doof formuliert :-)
Ich meinte, dass das "Ausperren" aller nicht freier Treiber dazu führte, dass die starre ANti-Linuxhaltung vieler Firmen eingebrochen ist. Slebst ATI (mittlerweile AMD) hat die Schnittstellen freigegeben, so dass freie Treiber erst möglich wurden - dabei galt genau das noch vor 5 Jahren als komplett undenkbar.

Sorry für die Verwirrung :-)
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: agaida on 2011/04/23, 18:48:27
@Lanzi: Das soll jetzt keine direkte Kritik an Deiner Person sein, aber ständig nur Legenden nachzukäuen, macht auf die Dauer auch nicht klüger. Alte Halbwahrheiten bleiben alt und nicht in Ansätzen wahr.

Nur mal so ein Inverview, der Name John Bridgman sollte eventuell bekannt sein. Guter Mann übrigens. Seit dieser Zeit hat AMD die Unterstützung für Projekte wie radeon übrigens wahr gemacht.  http://www.beyond3d.com/content/interviews/43/
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: DonKult on 2011/04/23, 22:20:55
Wie Meike Reichle (http://raphaelhertzog.com/2011/04/21/people-behind-debian-meike-reichle-member-of-debian-women/) schon sagte:
Quote from: "Meike Reichle"[...] we do a lot of important work for Software Freedom, sometimes even at the cost of our above-mentioned popularity. I hope people will appreciate that more again in the future.

Beharrlichkeit zahlt sich nur aus, wenn auch Leute mitziehen. Wenn keiner den kurz- bis mittelfristig "etwas unbequemeren" geht, dann kann langfristig auch nix besser werden. Und ein "naja, ich machs mir einfach und lass die Hardliner das regeln" zieht nicht... so viele Hardliner gibts nicht...

An der Grafik wird eifrig gearbeitet, der Sündenpfuhl Flash wird auch bearbeitet, ... Langsam wird doch ;)


P.S.: Meiner einer hat eine Broadcom WLan-Karte und kam deshalb zu damals sidux weils die einzige Distro war in der man die damals relativ experimentellen freien Treiber (mit closed Firmware und etwas später auch mit immernoch experimenteller freier) zum laufen brachte... (nachdem ich vorher in vielen anderen schon an den nicht-freien Treibern gnadenlos gescheitert war...).
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: ayla on 2011/04/24, 01:13:27
Hallo DonKult,

Jupp, richtig und generell kein Widerspruch.

Aber, am Beispiel der jüngsten nvidia-Geschichte: Wenn ich plötzlich und ohne Vorwarnung ohne  funktionierende Grafik da stehe, die gewohnten Problemlösungen nicht mehr funktionieren und mir dann ein Treiber angepriesen wird der nach einigem rumprobieren auch nicht tut, ich auf meine Anfrage (im offiziellen Forum) keine Antwort erhalte -gut, gab auch keine wie ich dann selber rausfand- und das zu einem Zeitpunkt wo ich die Stunde spazieren gehen mit meinem Hund schon "irgendwie" statt schlafen in meinen Terminkalender einquetschen muß, dann werd' ich dadurch nicht experimentierfreudiger sondern ganz einfach genervt und sauer. Vor allem wenn sich herausstellt daß es nicht unbedingt hätte (gleich) sein müssen.

So geht dat nich.

Und ich denke daß ich da schon relativ gerne und geduldig bereit bin freie Treiber/Software so lange auszuprobieren bis ich mich -endlich- von den proprietären Lösungen verabschieden kann. Wenn ich die Zeit dazu erübrigen kann.

Allerdings sehe ich auch daß wir bei den USB-WLAN-Sticks wahrscheinlich in dieser Beziehung noch keinen Schritt weiter wären, wäre damals nicht die Sperre in den Kernel eingebaut worden.
Dies war aber auch davor schon ca 2 Jahre lang angekündigt worden, jeder konnte sich darauf einstellen, sowohl die Hersteller als auch diejenigen die die Teile kaufen. Und da gabs ja auch immer noch die Möglichkeit im Notfall ein Kabel zu benutzen. Wenn die GraKa streikt sieht dann halt doch alles nur noch ziemlich schwarz/weiß aus...

Wie hätte man's besser machen können?

In dem Moment in dem man gemerkt hat daß -nachdem der nv bereits kurz vorher rausgenommen wurde- der Patch den nvidia auch noch -wenigstens für Nichtprofis- unbrauchbar macht, im Bewusstsein daß der nouveau halt doch noch nicht die angestrebte Universallösung ist, den Patch erstmal wieder revidieren und den usern Gelegenheit geben eine Ersatzlösung zu finden, wenn man schon nicht bereit ist die Hinweise auf 3rd-Party-Repos selbst zu geben. Und einen konkreten Zeitpunkt nennen ab dem dann wirklich tuck iss.

Wenn ich nicht mit einem solchen oder ähnlichen -benutzerorientierten- Vorgehen rechnen kann dann brauch ich halt sicherheits halber ein zweites Betriebssystem auf meiner Platte -am besten auf einer separaten-, das will auch unterhalten werden und die Zeit die mir zum experimentieren bleibt schwindet weiter...

Beharrlichkeit, ja sicher, auch konsequentes Vorgehen, aber Holzhammer muß nicht sein.

Gruß
ayla
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: holgerw on 2011/04/26, 10:50:51
Hallo,

schon vor Jahren wurde bei der Frage, welche Grafik am besten unter Linux läuft, meist auf Intel Grafik Chips verwiesen. Die Einschränkung, dass diese Chips nicht für anspruchsvolle Spiele geeignet ist, wurde zwar immer deutlich erwähnt. Sonst aber war die Argumentation, dass Intel freie Treiber zur Verfügung stellt, und deshalb die Funktionalität unter Linux sehr gut ist und auch durchgehend gute Funktionalität gewährleistet wird. Geradezu hämisch wurde Nvidia Nutzerinnen und Nutzern bei den Schwierigkeiten mit Nvidia und den proprietären Treibern unter dem neuen KDE4 gesagt, dass so etwas mit dem freien Inteltreiber ja nicht passiert.

Erste Schwierigkeiten mit Intel Grafik bekam ich bei aptosid vor einigen Monaten. Ein OpenSUSE 11.3 mit Kernel 2.6.34 und älterer Xorg Version lief und läuft hingegen reibungslos. Mit der Veröffentlichung von OpenSUSE 11.4 häuften sich plötzlich Klagen von Leuten mit Intel Grafik Chips. Es trifft aber auch Kubuntu 10.10 und Kubuntu 11.04 Nutzerinnen und Nutzer.

Die Maus fängt an, zäher zu reagieren, dann läuft es mal wieder für einige Minuten, dann wird sie wieder zäher bis zur Unbenutzbarkeit. Das System muss neu gestartet werden.

Es gibt diverse Abhilfeversuche, die im Internet zu finden sind. Die reichen von einer Manipulation von KMS bis hin zu Experimenten mit Xorg intel relevanten Paketen. Bei einigen helfen die Hinweise, andere stehen nach wie vor im Regen.

Wenn ich aptosid, Kubuntu 10.10, Kubuntu 11.04 OpenSUSE 11.3 und 11.4 zum Vergleich heranziehe, ist mein Notebook nur mit OpenSUSE 11.3 und dem alten 2.6.34er Kernel und der dort verwendeten Xorg Version nutzbar.

Von den verschiedenen Basteleien mit modernerer Xserver Software und neueren Kerneln habe ich die Schnauze wirklich voll.

Und ich ärgere mich sehr, dass ich mir das Thinkpad R500 in der Ausführung mit Intel Grafik gekauft habe.

Denn auf den Rechnern mit Nvidia Grafik und den proprietären Treibern habe ich solche Schwierigkeiten nicht.

Bitte nehmt es mir nicht übel, aber das dauert schon monatelang  an und gerade weil Intel freie Treiber zur Verfügung stellt, habe ich dafür gar kein Verständnis. Sauberes Arbeiten unter dem Xserver zähle ich zu Basisfunktionen, und die haben unter einem Betriebsystem einfach zu laufen ohne großartig händisches Eingreifen.

Viele Grüße,
 Holger
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: devil on 2011/04/26, 11:35:56
ich habe 2 intel grakas.
in einem lenovo notebook eine 965, die derzeit einwandfrei läuft. lediglich bei der einführung von KMS vor monaten musste ich manuell eingreifen.
die zweite steckt als igd in einer intel core -i7 2600k als HD 3000. nach fertigstellung des rechners vor ~ 3 wochen musst ich erfolglos einiges ausprobieren (xserver aus experimental, downgrades), weil menues in KDE bestenfalls als barcodes durchgingen, aber nicht als menschen-lesbares menue. vor ~ 1 woche wurde das problem behoben mit dem neuesten intel treiber. hilfreich beim workaround mit den menues war, diese größtenteils auswendig zu kennen :)
ansonsten bin ich sehr zufrieden mit intel.

greetz
devil
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: holgerw on 2011/04/26, 12:07:42
Hallo Ferdinand,

ich war bis vor einigen Monaten ja auch sehr zufrieden mit Intel. Das alte Notebook TP R50 mit noch älterem Intel Chip lief immer gut unter Linux und das TP R500 läuft gut unter OpenSUSE 11.3.

Unter Kubuntu 10.10 war es ätzend, mit Kubuntu 11.04 und einem speziellen Repo von Stefan Glasenhardt mit dem aktuellen Intel Zeugs aus dem Entwicklerzweig lief es, dann kam vor wenigen Tagen ein Kubuntu Update, was einiges an Xserver Paketen austauschte, allerdings nicht die Pakete von Glasen. und trotzdem hatte ich dann wieder das oben beschriebene Verhalten.

Mein Interesse, das ältere OpenSUSE 11.3 durch modernere Software auszutauschen, ist momentan nicht sehr groß, zumal ich das Notebook für meine Arbeit brauche.

Vielleicht installiere ich aus Neugier neben das OpenSUSE 11.3 mal wieder ein aktuelles Debian.

Viele Grüße,
 Holger
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: Lanzi on 2011/04/26, 12:38:01
Den Effekt, den Holger beschreibt habe ich auf dem INtel-Grafik-Notebook auch. Es gibt drei Möglichkeiten nach dem Login:
1. KDE startet normal mit richtiger Bldschirmauflösung (ca. 50 % er Logins)
2. KDE startet nach Login mit einem 4:3 Bildschirm (ca. 30% der Logins)
3. KDE startet nach dem Login mit normaler Auflösung, aber langsamer Maus und eingefrorenem Bildschirm.
(ca. 30% der Logins). Mit strg-alt Ziffer komme ich noch auf eine Konsole, um einen reboot zu initieren.

Obernervig!
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: DonKult on 2011/04/26, 12:59:45
Host/Kernel/OS  "dsklap" running Linux 2.6.38-4.slh.2-aptosid-686 i686 [ sidux 2008-01 Νυξ - kde-lite - (200804112323) ]
CPU Info        Intel Celeron 530 @ 1024 KB cache flags( sse3 nx lm ) clocked at [ 1729.117 MHz ]
Videocard       Intel Mobile GM965/GL960 Integrated Graphics Controller (primary)  X.Org 1.9.5  [ 1280x800@60.0hz ]
Network cards   Broadcom NetLink BCM5787M Gigabit PCI Express
               PCI device 0x4243:0x4311


Wie devil sagte gabs mal ein kleines Hickhack bei der Umstellung auf KMS, die aber auch nicht weiter tragisch für mich waren, sodass ich meistens eher sogar noch die experimentellen X-Serverversionen testete.

Allerdings muss ich sagen, dass ich auch seit geraumer Zeit kein KDE mehr gestartet habe, da mein Laptop zu schwachbrüstig für Eyecandy ist und ich ohnehin nicht so drauf stehe. Ich scheine da eine gewisse Scherzfreiheit entwickelt zu haben, nachdem ich Jahre lang einen 90MHz Rechner bedient habe während andere schon auf GHz Rechner werkelten. ;)

Das Intel generell für Spiele ungeeignet ist würde ich so übrigens nicht unterschreiben: Die Karte oben kommt mit den freien Spielen die es so in debian gibt ganz gut zurecht. Und mit den inzwischen zu Budget Titeln gewordenen Spielen kommt ja auch wine besser zurecht. Neuere Sachen würde man wohl auch noch irgendwie zum Laufen kriegen, allerdings wollen die zwangsweise irgendwelche "Shader" damit kann mein alter dann nicht dienen somit fällt das flach. Neuere Karten können das sicher...
(Solche Threads sind immer ein Indikator dafür, dass ich mir neues Material zulegen sollte, da mein Spielzeug zum Kaufdatum doch schon altes Eisen ist... verdammt)
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: towo on 2011/04/26, 13:39:51
Die Intel-Chipsätze, die seit gegaume Zeit Probleme machen, sind 845/855, ich würde sogar behaupten, alle der 8er Serie.
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: holgerw on 2011/04/26, 14:09:30
Hallo,

bei mir spuckt hwinfo folgende Informationen aus:
hwinfo --gfxcard
09: PCI 02.0: 0300 VGA compatible controller (VGA)              
 [Created at pci.318]
 Unique ID: _Znp.EjCKvx944N3
 SysFS ID: /devices/pci0000:00/0000:00:02.0
 SysFS BusID: 0000:00:02.0
 Hardware Class: graphics card
 Model: "Mobile Intel® GM45 Express Chipset"
 Vendor: pci 0x8086 "Intel Corporation"
 Device: pci 0x2a42 "Mobile Intel® GM45 Express Chipset"
 SubVendor: pci 0x17aa "Lenovo"
 SubDevice: pci 0x20e5
 Revision: 0x07
 Driver: "i915"
 Driver Modules: "drm"
 Memory Range: 0xf4400000-0xf47fffff (rw,non-prefetchable)
 Memory Range: 0xd0000000-0xdfffffff (ro,non-prefetchable)
 I/O Ports: 0x1800-0x1807 (rw)
 IRQ: 30 (52309 events)
 I/O Ports: 0x3c0-0x3df (rw)
 Module Alias: "pci:v00008086d00002A42sv000017AAsd000020E5bc03sc00i00"
 Driver Info #0:
   XFree86 v4 Server Module: intel
 Driver Info #1:
   XFree86 v4 Server Module: intel
   3D Support: yes
 Config Status: cfg=new, avail=yes, need=no, active=unknown

10: PCI 02.1: 0380 Display controller
 [Created at pci.318]
 Unique ID: ruGf.l9ayonSkL_8
 SysFS ID: /devices/pci0000:00/0000:00:02.1
 SysFS BusID: 0000:00:02.1
 Hardware Class: graphics card
 Model: "Intel Mobile 4 Series Chipset Integrated Graphics Controller"
 Vendor: pci 0x8086 "Intel Corporation"
 Device: pci 0x2a43 "Mobile 4 Series Chipset Integrated Graphics Controller"
 SubVendor: pci 0x17aa "Lenovo"
 SubDevice: pci 0x20e5
 Revision: 0x07
 Memory Range: 0xf4200000-0xf42fffff (rw,non-prefetchable)
 Module Alias: "pci:v00008086d00002A43sv000017AAsd000020E5bc03sc80i00"
 Config Status: cfg=new, avail=yes, need=no, active=unknown

Primary display adapter: #9


Viele Grüße,
 Holger
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: Lanzi on 2011/04/27, 10:57:09
Hoffnung für Intel-GRafik: http://www.heise.de/open/artikel/Kernel-Log-Natives-KVM-Tool-lauter-neue-Kernel-1229562.html?artikelseite=2
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: devil on 2011/04/27, 12:43:59
ausser libdrm-2.4.25 (in experimental) sollte das bereits alles installiert sein.

greetz
devil
Title: Beharrlichkeit zahlt sich aus
Post by: agaida on 2011/04/27, 17:37:51
@holgerw: Da Du glasen-hard.de erwähnt hast, gehe ich davon aus, dass Du den Tipp von Glasen, dass Intel 8XX besser mit explizit angelegter xorg.conf funktioniert, bereits beherzigt hast.