Thinkstation geschenkt bekommen - meine Pläne

Started by holgerw, 2012/01/21, 07:55:49

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holgerw

Hallo,

meine Frau hat mir zum Geburtstag eine gebrauchte Thinkstation geschenkt. Die Betreiber eines Computerladens in Marburg sind hinter diesen Thinkstations als Gebraucht Computer her, weil sie vor allem nicht zu hören sind und sehr ordentliche Leistung für Büroanforderungen bringen.

Das Teil ist flach, man kann einen Bildschirm darauf stellen, hat 8 USB Ports, einen 64 Bit fähigen Intel-Prozessor, eine Intelgrafikkarte mit DVI Ausgang, Festplatte mit 160 GB, DVD Laufwerk und Diskettenlaufwerk. Dazu kommen 2 GB Ram.
Man braucht kaum einen Schraubendreher. Die Komponenten sind mit Hebeln dort fixiert, den Rechner kann man regelrecht aufklappen, um an die Komponenten zu kommen. Die Thinkstation ist übrigens sauschwer, beim Tragen von PC Laden in unser 500 Meter entfernt parkendes Auto hatte ich das Gefühl, meine Arme werden länger :-)

Auf dem PC läuft ein vorinstalliertes Vista flüssig. Ein Freund hat sich das Teil auch zugelegt, ich habe ihm ein OpenSUSE12.1 64 Bit mit KDE installiert, das läuft sehr flott.

Das Teil ist flüsterleise, beim Einschalten heulen kurz die Lüfter sehr laut auf, und dann gibt der PC keinen Mucks mehr. Das kenne ich von den PCs bei meinem Arbeitgeber.

Der PC soll unser neues NAS werden:
    a) Zunächst werde ich auf meiner Samsung mit 1 TB, die zur Zeit noch in meinem Desktop PC steckt, das NAS System installieren, die Platte dann in der Thinkstation einbauen, die 160 GB hingegen kommt in meinen Desktop PC. Dank der SSD und den meisten Daten im NAS brauche ich auf meinem Desktop PC nicht mehr Kapazität. Wie beim alten Buffalo NAS wird die Thinkstation unser Fileserver, der per NFS Daten für unsere Clients frei gibt.
    b) Ich möchte außerdem unsere Drucker und Scanner dort anbinden und unsere Linux Clients sollen darauf zugreifen können.
    c) Eine weitere Möglichkeit ist ein zentraler Mailserver, bei dem ich einmal alle unsere Imap Postfächer konfiguriere und dann die Clients nur noch von diesem Server bedient werden.
Ich habe folgendes vor zu installieren:
Die Programme für oben genannte Einsätze und ein schlankes LXDE System - der X-Server ist notwendig, weil ich einige graphische Programme per X-Forwarding an die Clients durchreichen möchte, so hat zum Beispiel Turboprint eine Tintenfüllstandsanzeige, die aber nicht funktioniert bei Netzwerkdruckern. Das proprietäre Iscan für unseren Epson Scanner möchte ich einmal auf dem NAS installieren, und dann sollen die Clients per X-Forwarding darauf zugreifen.

Aber nun ist die Frage, welches Linux ich nehmen soll. Haltet Ihr es für gefährlich, dort ein siduction mit lxde aufzusetzen, oder soll ich besser Debian Squeeze nehmen? OpenSUSE scheidet aus, und zwar nicht wegen mangelhafter Qualität, sondern wegen fehlender guter Nachfragemöglichkeiten in einem Forum. Wenn ich mir anschaue, wie kompetent es hier und auch auf Debianforum zugeht, ist das ein großer Bonus für Debian Stable oder aber siduction.

Und nun bitte ich um zahlreiche Tipps und Kommentare :-)

Viele Grüße,
 Holger

cryptosteve

Moin Holger,
ich habe ein ähnliches NAS mit siduction laufen und bisher keine Schwierigkeiten gehabt. Für Gentoo ist die Kiste zu schwach und auch das Kompilieren mit FreeBSD macht hier eher weniger Spass. Daher habe ich mich für siduction entschieden, da a) Binärdistribution und b) einigermaßen aktuell bei c) großem Paketrepository.

Das läuft bislang absolut reibungslos und die einzige Richtlinie, die ich mir dabei selbst gesetzt habe ist, erst den Desktop-Rechner zu aktualisieren und dann - wenn scheinbar alles gut gelaufen ist - den Server.

Das Du mit Debian stable auf der sicheren Seite bist, brauche ich Dir ja nicht zu sagen. Und das ein NAS kein Ersatz für ein (gut funktionierendes) Backup ist, ist Dir auch nicht neu ...

Viel Spass mit der ThinkStation ....
- born to create drama -
CS Virtual Travel Bug: VF6G5D

holgerw

Hallo Stefan,

danke für die schnelle Antwort. Dann werde ich mal ein siduction lxde 64 Bit aufsetzen.

Hoffentlich lässt es der Installer auch zu, die Installationskonfiguration manuell zu bearbeiten, damit Grub in den MBR von /dev/sdb kommt. Es ist ja viel bequemer, auf der zukünfigten NAS Platte das System aufzusetzen, wenn sie noch in meinem Desktop-Rechner steckt. Die SSD ist da sda und die Samsung 1 TB die sdb.

QuoteUnd das ein NAS kein Ersatz für ein (gut funktionierendes) Backup ist, ist Dir auch nicht neu ...
An das NAS kommt genauso wie an die Buffalo eine externe USB Festplatte, dort wird per cron jede Nacht um vier Uhr ein inkrementelles Backup gemacht.

Die Partitionierung ist hoffentlich auch in Ordnung:
Erste primäre Partition mit 50 GB für das System
Zweite primäre Partition mit 4 GB für Swap
Dritte primäre Partition Rest für Daten

Viele Grüße,
 Holger

cryptosteve

50GB für System ist aber schon extrem fett ... hat das einen Grund?
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