~/Desktop und ~/Schreibtisch

Started by Hanisch, 2013/09/13, 08:58:14

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spacepenguin

Quote from: "Hanisch"Aber bei "Standard-Arbeitsfläche" kann ich Programmstarter auf den Desktop ablegen mittels:
Miniprogramm entsperren -> Menü -> Rechtsklick auf einen Eintrag (Programm) -> Zur Arbeitsfläche hinzufügen

Ach soooo... du sprichst von der Plasma-Oberfläche. Deren Arbeitsfläche ist kein Verzeichnis und die darauf abgelegten Einträge sind keine Dateien. Das sind nichts weiter als Einträge in einer Konfigurationsdatei, ich meine plasma-desktop-appletsrc.

Wenn du statt der Standard-Arbeitsfläche die Ordner-Ansicht als Arbeitsfläche verwendest, ist die Arbeitsfläche ein Verzeichnis, und das ist in deinem Fall dann "Schreibtisch".
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Hanisch

Quote from: "spacepenguin"
Quote from: "Hanisch"Aber bei "Standard-Arbeitsfläche" kann ich Programmstarter auf den Desktop ablegen mittels:
Miniprogramm entsperren -> Menü -> Rechtsklick auf einen Eintrag (Programm) -> Zur Arbeitsfläche hinzufügen

Ach soooo... du sprichst von der Plasma-Oberfläche. Deren Arbeitsfläche ist kein Verzeichnis und die darauf abgelegten Einträge sind keine Dateien. Das sind nichts weiter als Einträge in einer Konfigurationsdatei, ich meine plasma-desktop-appletsrc.
Ja,
~/.kde/share/config/plasma-desktop-appletsrc
scheint die von mir gesuchte Stelle zu sein - Danke.

QuoteWenn du statt der Standard-Arbeitsfläche die Ordner-Ansicht als Arbeitsfläche verwendest, ist die Arbeitsfläche ein Verzeichnis, und das ist in deinem Fall dann "Schreibtisch".
Ja, so scheint es zu sein.
Trotzdem finde ich es idiotisch, je nach Spracheinstellung und Distribution den ~/Desktop dann mal in ~/Scheibtisch oder ~/Arbeitsfläche umzubenennen.

Gruß
Ch. Hanisch

spacepenguin

Jepp, da stimme ich dir zu, das finde ich auch blöde. Deswegen nenn ich das, wenn mir irgendwas das umswitchen sollte, auch wieder Desktop (aber ich kenne Leute, die bevorzugen "Arbeitsfläche" und bestehen darauf). Und wenn man das als User einmal selbst festgelegt hat, dann dürfte das eigentlich - eigentlich! - von *nichts* automatisch umgestellt werden dürfen.
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agaida

Nur um hier ein wenig Öl ins Feuer zu giessen - ich für mich persönlich bin der ziemlich festen Überzeugung, dass ich pro Installation nur ein DE haben will :twisted:

Solche Frankendesktops sind für Entwickler ein Greuel und btw. auch nich wirklich zu supporten. Deshalb belasse ich in solchen Fällen den Support auch bei der Feststellung, dass man DEs nicht zu Mutanten machen sollte. Ich stelle mir grad einen Mix aus Gnome 3.6 oder 3.8 und KDE vor und frag mich dann ganz ernsthaft, ob ich bei einer eventuellen Supportanfrage den Klammerbeutel* zum nachpudern rausholen, still den Ort des Geschehens verlassen oder einfach nur Selbstmord begehen soll ....

*)http://de.wikipedia.org/wiki/Klammerbeutel


EDIT: In diesen Kontext passt auch, dass sich die Desktops an die XDG-Spezifikationen halten sollten - und die Distributionen gleich mit - Weil in unserem Fall dann aber immer mindestens 4 Projektekoordiniert zusammenarbeiten müssten, ist so was recht unwahrscheinlich (freedesktop.org, Entwickler von $DE, debian, wir). An uns solls nicht liegen :twisted:
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

spacepenguin

Ach agaida, da waren wir doch schon längst drüber weg...
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agaida

klares nein. $user darf alles machen - und wird bei Sachen, die nicht absurd sind sogar unterstützt. Jeder definiert die Grenzen von absurd halt ein wenig anders.

Und für mich ist die Grenze erreicht, wenn karierte Maiglöckchen gewünscht werden.
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spacepenguin

Da ich unter KDE keine Spiele spielen kann, die die Bildschirmauflösung ändern, ohne dass mir das das Layout meiner Arbeitsfläche zerhaut, finde ich es legitim und normal und nicht "karierte Maiglöckchen", eine zweite leichtgewichtige Oberfläche ohne Schnickschnack installiert zu haben, auf die ich bei Bedarf ausweichen kann, auch als "Notfall"-Umgebung. Und diese Oberfläche soll gefälligst die Pfoten von meiner Standard-Arbeitsumgebung lassen, die soll komplett eigenständig konfigurierbar sein - und erreichbar sein, ohne dass ich neu booten muss. Ich finde es ja schon eine Zumutung, dass ich mich dafür als anderer User einloggen muss, um meine Arbeitsumgebung nicht zu gefährden.
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agaida

Den Wunsch kann ich ja nachvollziehen. Und wenn ich da mehr als ein wenig dickschädelig wirke, dann hat das seine Gründe: Ich bin in den Mist oft genug reingetappt - bei allen Distributionen und das war nicht schön. In ganz spröden Worten: Dein Anspruch ist verständlich, aber unrealistisch. Was Du mit dieser Aussage machst, bleibt Dir überlassen.

Wir versuchen, so gut es geht, nicht in die Usersettings reinzupfuschen. Das ist zum Beispiel auch das Ziel unserers Rewrites der KDE-Settings. Und das geht dann genau so lange gut, wie sich alle Beteiligten an die Regeln halten und/oder sich nichts ändert. Oder andere Pakete ihr "Unwesen" treiben. Oder, oder, oder ... Die Möglichkeit von ganz einfachen Fehlern ist auch nicht von der Hand zu weisen.

Insofern: Wenn Du irgendwas findest, was wir verbessern können - ohne uns in beide Füsse zu schießen, immer her damit, wir sind garantiert die letzten, die uns gegen Verbesserungen sträuben. Es muss allerdings machbar sein.
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spacepenguin

Ich verstehe durchaus deine Bedenken, agaida.

Dass das durch die Einführung des XDG-Standards (ich glaube, das kam mit Gnome2 auf, jedenfalls war ich irgendwann ganz geschockt gewesen, dass plötzlich nach einem Update Veränderungen meines Gnome-Desktops Einfluss auf meinen KDE-Desktop hatten) so kuddelmuddelig geworden ist (obwohl es vereinfachen sollte), gefällt mir auch nicht, deswegen weigere ich mich ja auch seit Jahren mit Händen und Füßen, Gnome und KDE unter ein und derselben Distribution zu installieren, weil ich dieses (in meinen Augen) Fehlverhalten immer mit Gnome assoziiert habe.

Das Problem scheint mir eine halbgare und unvollständige Umsetzung zu sein. Alle relevanten Oberflächen verwenden jetzt zwar die Verzeichnisse und Dateien nach dem XDG-Standard, also nutzen bestimmte Konfigurationsdateien und Verzeichnisse gemeinsam, aber offenbar haben einige DEs das inkonsequent und unvollständig implementiert und/oder es wurde von den DE-Maintainern bei speziellen Eigeneinstellungen nicht bedacht, dass eben andere DEs auch dieselben Einstellungen verwenden müssen und/oder XDG-mäßig wurde für bestimmte Einstellungen (noch?) keine optionale Unterscheidungsmöglichkeit eingebaut. Warum z.B. habe ich in LXDE eine andere Menüstruktur als in KDE und (!) wenn ich in KDE zurückkehre auch diese falsche Struktur? Ich kann es in KDE wieder ändern, das beeinflusst aber nicht das LXDE-Menü. Der simple Aufruf von LXDE beeinflusst aber wieder das KDE-Menü.

Warum nennt eine DE das Desktop-Verzeichnis "Desktop", die andere überschreibt das dominanterweise mit "Schreibtisch", wovon aber die "Desktop"-DE nur die Hälfte mitbekommt? Sie bekommt nur mit, dass das Arbeitsflächen-Verzeichnis jetzt das Verzeichnis "Schreibtisch" sein soll, aber die Dateien aus "Desktop" werden nicht gleichzeitig auch nach "Schreibtisch" verschoben oder das Verzeichnis "Desktop" in "Schreibtisch" umbenannt. Als Folge findet der User plötzlich in der einen DE seine Desktop-Einträge nicht mehr. Entweder völlig gemeinsam, oder völlig getrennt - und nicht so ein Muskelspiel, wer der Stärkere ist. Aber ich fürchte, da könnt auch ihr nichts machen.

Es gibt Zusätze in den Konfigurationsdateien (Autostart, .desktop-Dateien fürs Menü - ich weiß jetzt aber nicht mehr die genauen Bezeichnungen), die aussagen "nur für DE xyz" und "nicht für DE xyz". Ob das nun zum XDG-Standard gehört, weiss ich allerdings nicht. Jedenfalls wenn jede DE (und Distribution) konsequent diese Zusätze als default für ihre Sondereinstellungen nutzen würde, um ein Überschreiben der Einstellungen anderer DEs zu verhindern, wäre die Verwendung von 2 DEs als Nutzer einfacher (als Nutzer kann man das dann ja ggf. auf "gemeinsam" ändern). Aber auch das ist eben glaube ich (noch?) nicht "flächendeckend" eingebaut, siehe "Desktop".

Unabhängig davon sollte aber eine Distribution meiner Meinung nach im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten  dafür Sorge tragen, dass die von ihr supporteten DEs bei der Nachinstallation nicht das Verhalten einer bereits vorher installierten (und ebenfalls supporteten) DE beeinflussen. Mit dieser wbar habt ihr das ja im Nachhinein im Endeffekt sehr gut gelöst.

Naja und dass KDE immer noch diesen nervigen Bug hat, dass bei Auflösungswechsel die Panel in der Größe und Position geändert (und vor allem nicht zurückgeändert!) werden und nur ein Löschen und Neueinrichten (!) das fehlplatzierte Panel korrigiert (was für mich zum Spielen eine Nicht-KDE-Zweitumgebung nötig macht), da könnt ihr eh nichts bei machen.
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agaida

Das Verhalten mit dem Auflösungswechsel könnte man ja mal in Angriff nehmen. Bei so was kann man mit ruhigem Gewissen auch bösartig werden. Ich muss mal ganz kurz ausholen:

1. Die KDE-Settings werden automatisch erstellt, wenn nicht vorhanden. Das passiert durch ein js-script.
2. Die erstellten Sachen werden auch durch KDE gewartet. Dazu gibt es einen Update-Mechanismus, den ich mir nun wirklich noch nicht genauer angeschaut habe, da die einzige Dokumentation der Quelltext ist.
3. Die für Dich relevanten Sachen liegen in ~/.kde4/share/config, da sollten die Datei plasma-desktop-appsrc(??) für das Aussehen des Desktops verantwortlich sein.

Eine Möglichkeit, sich das nervige Neuaufsetzen und Zurechfrickeln des Desktops zu sparen, bestände rein theoretisch durch Einsatz einer geeigneten Versionskontrolle - ich würde da git empfehlen. Im Zweifel bei einer zerstörten Konfiguration mit git diff $file schauen, was passiert ist und mit einem git checkout $file rückgängig machen, am besten in init 3. Is nich hübsch, aber gangbar.

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zum Thema lxde und KDE - das wirklich Doofe an dieser Sache ist, dass da verschiedene Mechanismen zur Menugestaltung greifen. Bei Bedarf würde ich mal eine Session via teamviewer auf Deiner Maschine oder spicec auf einer frischen VM auf dem Buildserver vorschlagen. Ist ein wenig mühselig, aber ist schneller und weniger aufwendig, als wenn ich versuche, dass Verhalten nachzustellen, da ich damit keine Erfahrungen mehr habe, Grund siehe Vorposts. Beim "Zerstören" von Konfigurationen bist Du mir einfach überlegen :twisted:
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