Nicht mehr unterstützte Software

Started by hefee, 2011/05/27, 18:27:19

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hefee

Hallo,

wie kann ich eigentlich rausbekommen, ob ein Paket nicht mehr unterstützt wird oder ob nur noch nicht geupdatet ist:


apt-get dist-upgrade
Paketlisten werden gelesen... Fertig
Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut      
Statusinformationen werden eingelesen... Fertig
Paketaktualisierung (Upgrade) wird berechnet... Fertig
Die folgenden Pakete werden ENTFERNT:
 kappfinder kdelibs5 kdevelop libakonadiprivate1 network-manager-kde plasma-widget-networkmanagement

apt-cache sagt mir das die Pakete noch in sid exisiteren & das deren Versionsnummer noch bei 4.4 steht...

Ok bei plasma-widget-networkmanagement bekomme ich durch bugs.debian.org raus, das hier noch ein update bereitsteht, das noch nicht bis zu meinem Mirror durchgedrungen ist, weil es einen Bug mit einer Version schließt die noch nicht bei mir ist.

Aber bei kappfinder, kdelibs5, libakonadiprivate1 verweisen die changelogs auf package.debian.org immer nur auf das Hauptpaket: kdebase,akonadi etc. heißt dies, das eine entsprechende Version noch aussteht?

Gibt es eine Möglichkeit rauszufinden, ob irgendein Paket ersetzt wurde bzw. nicht mehr unterstützt wird? Das letzte mal ist mir dies mit python-keyring passiert, wo das Paket python-keyring-kwallet einfach nicht mehr geupdaetet wurde. Bis ich dann irgendwann rausgefunden habe, das dies nun alles in einem Paket zusammengeführt wurde.

Wie kann ich transitional Pakete rausfinden? packages.debian.org kenne ich, aber wie per Komandozeile?

ralul

Ich spiele dafür mit aptitude herum. Wenn Du das Drücken der "g" Taste zweimal hintereinader vermeidest, stattdessen nach dem ersten "g" ein kleines "q" für quit drückst, ist aptitude einfach nur informativ, ohne es für das installierte Debian System zu benutzen.
experiencing siduction runs better than my gentoo makes me know I know nothing

agaida

debian Pakete und selektiv lesen lernen. Klingt vielleich komisch, ist aber so. mir ist das zuletzt diese Woche bei ntfsutils aufgefallen. Da kam dann auch nur: wird entfernt. Der Weg ist dann, zu schauen, ob die Bestandteile durch ein anderes Paket bereitgestellt werden oder die benötigten Pakete einfach noch nicht fertig oder aber fehlerhaft sind. Abhängigkeitspoker ist was Feines.

Nachtrag: Leider hat es sich innerhalb von debian noch nicht herumgesprochen, dass es manchmal ausgesprochen sinnvoll sein kann, bestimmte Informationen konsistent, zeitnah und vor allem vollständig zur Verfügung zu stellen. Das diese Informationen z.B. für kdevelop nicht einfach zur Verfügung gestellt werden, könnte auch am Maintainer liegen. Der Mann ist imho einfach nur nicht sonderlich kommunikativ begabt. Sonst würde man in der Paketbeschreibung evtl. so etwas finden: http://anonscm.debian.org/gitweb/?p=pkg-kde/kde-std/kdevplatform.git

Damit wäre dann auch geklärt, dass es mit dem Paket weitergeht. Infos zu Archpaketen zu finden macht demgegenüber richtig Spass, ist aber auch irgenwo langweilig, da die Herausforderung fehlt. Die selbe Tippel-tappe-Tour wäre dann auch für den Rest Deiner Liste notwendig.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

agaida

Transitional: dpkg -l | grep transitional

Immer hoffend, das das auch so deklariert ist.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

DonKult

Quote from: "agaida"Transitional: dpkg -l | grep transitional

Hilft natürlich nur wenn die Pakete bereits installiert sind...



Generell: Leider gibt es da kein Allheilmittel - wenn es das gäbe hätte man es ja in APT einbauen können. Es gibt einige Heuristiken, aber die sind recht oft mit false positives gesegnet...
Generell rate ich Maintainern, die beim APT team um Hilfe bei upgrade-problemen mit ihren Paketen bitten dazu "einfach" das ein oder andere "sinnlose" Breaks/Conflicts zu entfernen (sinnlos hier weil es nicht im Policy Sinne verwendet wird, sondern einfach um den Paketnamen freizuboxen oder weil man sich zu fein für transitional Pakete ist...[die man ja nicht mal bräuchte mit 'disappearing packages', aber das ist ein anders Thema...]). Natürlich fragt nicht jeder und zuhören tun auch nicht alle... Das Problem kommt für gewöhnlich dann zum Ende des Releasezykluses wieder - diesmal dann vom Release Team vorgetragen, die im Zweifelsfall dann auch mehr Autorität besitzen. Will ja keiner den "Ehrentitel" Herr/Frau "ich verzögerte den Debian Release wegen meiner Sturheit" Mustermann führen ;)


Aus Anwendersicht: Am einfachsten ist abwarten und hier lesen. Eventuell selber einen Thread anzetteln mit der Frage nach den Paketen.


Ein relativ sicheres Zeichen ist es wenn das Paket aus unstable verschwunden ist. Das dauert aber meist eine weile, weil NBFS (not build from source - Pakete die keine Quelle mehr haben) "nur" semiautomatisch entfernt werden (false positive sind hier Pakete die nie in unstable waren: Per hand installiert z.B.). Betrachten der reverse Breaks/Conflicts kann ein guter Indikator sein:
apt-cache rdepends -o APT::Cache::ShowDependencyType=1 paket1 paket2 ...
Bugreports natürlich. -o Debug::pkgProblemResolver=1 verrät auch manches mal was los ist.

agaida

Recht hast Du - bei nicht installierten Paketen habe ich aber auch keine Update-Problematik ;)
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen