SID in desolaten Zustand

Started by bluelupo, 2011/06/03, 20:03:05

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reddark

@towo: Sehe ich auch so. Nicht einer dieser Probleme hier hab ich auch nur ansatzweise bisher gehabt ... Zumindest zur udev-fehlermeldung wird im Forum mind. 2x gesagt, was dazu installiert werden muss ;)

devil

ich auch nicht, und die aussagen von oldie, naja...

greetz
devil

Lanzi

@oldie: Ich habe am Freitag den Läppi meiner Eltern auf den aktuellen Stand gebracht, der hatte seit Februar kein DU mehr und ich habe in der Nacht davor meinen dritt PC auf den neusten Stand gebracht, der hatte 2010-03 drauf. Nie aktualisiert, also mindestens 5-6 Monate alte Pakete. Dort gab es einen Abbruch des DU, dann habe ich es neu gestartet und musste händisch ein Packet entfernen. Lief ansonsten alles glatt.

Insofern stimme ich towo zu. Wie man mit nur 10 Tagen Pause alles zerstört ist mir ein kleines Rätsel. meine Freuquenz liegt ca. auch immer so in dem Rahmen: Alle 1-2 Wochen ein DU.

cryptosteve

Quote from: "Lanzi"Insofern stimme ich towo zu. Wie man mit nur 10 Tagen Pause alles zerstört ist mir ein kleines Rätsel. meine Freuquenz liegt ca. auch immer so in dem Rahmen: Alle 1-2 Wochen ein DU.
Das läßt sich ohne tiefere Einblicke ins System ohnehin nicht beantworten. Weiss der Geier, was die einzelnen User über preferences, Fremdquellen, etc. konfiguriert haben.
- born to create drama -
CS Virtual Travel Bug: VF6G5D

agaida

@bluelupo:
Quote
Fehler 2:
Das deutsche Tastaturlayout wird nicht geladen da eine Fehlermeldung beim Booten angezeigt wird. Als Folge kann ich mich nicht als root einloggen (wegen div. Sonderzeichen im Passwort)
kann ich nachvollziehen, siehe den Post von Ferdinand in den Warnungen - geht wieder - . Allerdings hatte ich das Problem, dass ich vom deutschen Layout nicht mehr wegkam.

Fehler 6:
Quote
udev Fehlermeldungen seit einigen Wochen beim Booten.
Kann ich nachvollziehen, ist nicht schön. Ich habe mich dazu entschlossen, das einfach zu ignorieren und einfach nichts zu tun. Allerdings bin ich grad am überlegen, mein Startsystem von debian sid auf stable oder arch umzustellen. Wobei mir arch am stabilsten vorkommt. :twisted: Von den restlichen Problemen blieb ich verschont. Momentan ist es halt ein wenig wild, wobei sich natürlich wieder einmal die Sinnfrage für den täglichen Einsatz stellt.

Um ganz deutlich zu werden: Findest Du etwas, was stabiler und aktuelle als sid ist, ganz laut rufen. Ein weiteres Kriterium: Ich will mir nicht in einem halben Jahr wieder mit pre-alpha-Software ins Knie schießen, die dann in diesem Zustand verbleibt. Damit fallen 2 Distributionen mit debian-Paketen aus. Bei Sid habe ich wenigstens Abwechslung und kann über sich ändernde Fehler kotzen. Bei den nicht namentlich erwähnten Distris sind die Probleme für mindestens 6 Monate statisch. Was ist jetzt besser?

In die Hölle RPM-basierter Distributionen möchte ich mich nicht begeben, das ist mir zu heftig, so verzweifelt bin ich nicht. Für den Desktop solltest Du Dir eventuell mal Arch anschauen, da ist der Wahnsinn Programm und hat Methode. Da die Jungs ihr Programm beängstigend konsequent durchziehen, kann ich von meiner Wenigkeit behaupten, das das die Distribution mit den wenigsten Problemen ist, die ich bisher probiert habe. Allerdings ist die Einarbeitung nicht ganz ohne und dauert seine Zeit, das Wort Problem ist auch ein wenig anders besetzt. Fakt ist aber: Läuft es einmal, ist es verdammt schwer, diesen Zustand in nicht laufend zu ändern.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

bluelupo

Quote from: "RoEn"Wir hatten mal nen Thread "Ist sidux für Anfänger geeignet" (frei zitiert). Es ergab sich ein leichter Überhang derjenigen, die feststellten, dass eine sid-basiertes Debian-Derivat durchaus nicht nur für Anfänger geeignet ist. Es ist erfrischend für Körper und Geist. ;-)
Regelmäßiges d-u gehört dazu, und der Einsatz von aptosid für den richtigen Zweck.
Hi RoEn,
eine Erfrischung ist ab und zu ganz gut und du hast Recht wenn du feststellst das Sidux bzw. aptosid keine Distri für Anfänger ist. Aber der Spass und die Erfrischung hört sich auf wenn ich gerade mal eine Woche Pause mache zwischen zwei d-u's und mir dieser dann ein absolut unbrauchbare Systeme beschert mit dem ich nicht mehr arbeiten kann. Ich habe seit Beginn des Jahres bereits fünfmal eine Situation in aptosid erlebt, bei der ich ein unbootbares oder nicht für meine Zwecke benutzbares System vorgefunden habe. Ich habe es meiner vorsichtigen Strategie zu verdanken das ich die betroffenen Notebooks innerhalb von 30 Minuten zurücksichern konnte.

Der Arbeitsaufwand den mir aptosid bzw. DebianSID momentan beschert halte ich für mich nicht mehr tragbar. Es gibt auch noch ein Leben ausserhalb von PC's ;-)

Aufgrund der aktuellen Fehlersituation habe mich entschlossen meine Systeme, wie schon weiter oben beschrieben, auf eine "pflegeleichtere" Linuxvariante umzustellen. Ich teste gerne Programme im Stile von SID, aber wenn es einen nur noch "kaputte" Systeme beschert dann stimmt etwas an der Qualität von einander abhängigen Systemkomponenten in SID nicht mehr.

bluelupo

Quote from: "reddark"@towo: Sehe ich auch so. Nicht einer dieser Probleme hier hab ich auch nur ansatzweise bisher gehabt ... Zumindest zur udev-fehlermeldung wird im Forum mind. 2x gesagt, was dazu installiert werden muss ;)
@reddark: die udev sind nur geringsten meiner Probleme. Was mich wirklich wurmt ist das ständige NFS/rpcbind Problem und meine Freezes bei einem ganz simplen Backup einer Partition mit dd der auf eine NAS-Box (mit NFS angebunden) schreibt. Das Problem ist reprozierbar auf drei meiner Kisten wenn sie einen Kernel nach 2.6.38-6.slh installiert haben. Für mich ist das ein unhaltbarer Zustand der dringend nach einer Lösung "schreit".

reddark

QuoteWas mich wirklich wurmt ist das ständige NFS/rpcbind Problem und meine Freezes bei einem ganz simplen Backup einer Partition mit dd der auf eine NAS-Box (mit NFS angebunden) schreibt.
Ok, das nutze ich nicht, weshalb ich dazu logischerweise nix sagen kann.
Aber wie gesagt, alles andere, was mir mein System bieten soll, läuft bei mir ohne Probleme ;)

bluelupo

Quote from: "reddark"
Aber wie gesagt, alles andere, was mir mein System bieten soll, läuft bei mir ohne Probleme ;)
...da hast du Glück gehabt ;-)
Bei mir ist's halt die massive Häufung der Probleme die mir zu schaffen macht.

oduffo

Quote from: "bluelupo"Was mich wirklich wurmt ist das ständige NFS/rpcbind Problem und meine Freezes bei einem ganz simplen Backup einer Partition mit dd der auf eine NAS-Box (mit NFS angebunden) schreibt.
Wir greifen per NFS mit zwei Desktops und zwei Laptops über WLAN auf eine NAS-box zu, auf der alle unsere Daten liegen. Das rpcbind-Problem besteht nur in ein paar Meldungen beim Boot, die ignoriert werden können. Der Übergang von portmap auf rpcbind erfolgte bei einem d-u ohne Probleme. Backup wird täglich gemacht per luckybackup und zwar (ungewöhnlich) vom NAS auf die Rechnerplatten. Insofern kann ich die geschilderten Probleme nicht nachvollziehen.
Aber wie schon oben erwähnt, man weiß nicht, was der jeweilige "Beschwerdeführer" alles auf seinem Rechner installiert oder geändert hat.

Ich bin seit Kanotix Xmas-edition dabei und habe nie ein Problem gehabt, das sich nicht mit Foren- und IRC-Hilfe innerhalb weniger Tage lösen ließ.
Für mich gibt es immer ein Indiz: Wenn andere das Problem nicht haben, muss es an meiner Konstellation liegen, also suche ich zuerst bei mir, bevor ich aptosid/sid/debian verteufele.
Die gilt hoffentlich auch noch für mein derzeitiges Problem mit dem plasma-desktop Auslastung --> http://www.aptosid.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=987

Gruß
oduffo

OppaErich

Auch nicht schlecht:

Ich wollte meinen überquellenden Downloadordner mal aufräumen, habe einige Dateien verschoben oder gelöscht. Nun sind alle Dateien in Dolphin 4KB groß, egal welche. Das ist Gottseidank nur in Dolphin so, die Dateien sind noch OK. :?

bluelupo

Hi oduffo,
Quote from: "oduffo"Das rpcbind-Problem besteht nur in ein paar Meldungen beim Boot, die ignoriert werden können. Der Übergang von portmap auf rpcbind erfolgte bei einem d-u ohne Probleme.
....eine Fehlermeldung besagt immer das es ein Problem gibt. Meine Einstellung kommt nicht von irgendwo her sondern das ich einige Jahre im Second-Level-Support gearbeitet wo genau diese Fehlermeldungen Tagesgeschäft waren.

Quote from: "oduffo"
Backup wird täglich gemacht per luckybackup und zwar (ungewöhnlich) vom NAS auf die Rechnerplatten. Insofern kann ich die geschilderten Probleme nicht nachvollziehen.
Das ist absolut nicht vergeliechbar mit meiner Situation vergleichbar. Luckybackup benutzt rsync und hat wenig mit einem dd zu tun.

Quote from: "oduffo"
Aber wie schon oben erwähnt, man weiß nicht, was der jeweilige "Beschwerdeführer" alles auf seinem Rechner installiert oder geändert hat.
Es sind gewöhnliche Standard NB's (zB LENOVO T60) ohne irgendwelche "verdrehte" Konfigurationen

Quote from: "oduffo"
Für mich gibt es immer ein Indiz: Wenn andere das Problem nicht haben, muss es an meiner Konstellation liegen, also suche ich zuerst bei mir, bevor ich aptosid/sid/debian verteufele.
...das hilft mir jetzt aber nicht wirklich weiter ;-)
Aber wenn an 3 von meinen 4 Systemen z.B. die Probleme mit NFS und dem Freeze auftreten hat das erst mal nichts mit meiner Konfiguration zu tun. Das ist eindeutig ein aptosid-Kernel Problem, das seit Wochen nicht gefixt wurde.

autoandimat

Quote from: "bluelupo"Aufgrund der aktuellen Fehlersituation habe mich entschlossen meine Systeme, wie schon weiter oben beschrieben, auf eine "pflegeleichtere" Linuxvariante umzustellen.
Die Erfahrungen von agaida mit Arch decken sich komplett auch mit meinen. Arch ist bei mir im Linux-Bereich bisher das pflegeleichteste System gewesen.
Ich nutze beides, hatte selber allerdings keine grösseren Probleme mit aptosid dist-upgrades.
Sollte dein Entschluss auf etwas anderes umzusteigen aber unumstösslich und felsenfest getroffen sein, würde ich auch Arch einen Blick widmen.

devil

bluelupo,
ich kann grade deinen report eines bugs im kernel auf aptosid.com nicht finden...

greetz
devil

agaida

Quote from: "autoandimat"
Quote from: "bluelupo"Aufgrund der aktuellen Fehlersituation habe mich entschlossen meine Systeme, wie schon weiter oben beschrieben, auf eine "pflegeleichtere" Linuxvariante umzustellen.
Die Erfahrungen von agaida mit Arch decken sich komplett auch mit meinen. Arch ist bei mir im Linux-Bereich bisher das pflegeleichteste System gewesen.
Ich nutze beides, hatte selber allerdings keine grösseren Probleme mit aptosid dist-upgrades.
Sollte dein Entschluss auf etwas anderes umzusteigen aber unumstösslich und felsenfest getroffen sein, würde ich auch Arch einen Blick widmen.
Ich bin mir nicht sicher, woran es liegt, aber seitdem ich arch zum Laufen (dauerhaft und mit Feinheiten) überredet habe, hatte ich eigentlich mit keinerlei Distribution mehr größere Probleme. Vielleicht ist das einfach darauf zurückzuführen, dass man abstumpft und sich gleichzeitig die persönlichen Möglichkeiten erweitern.

Ich bin vor dem großen Rundumschlag immer dafür, direkte Rache am Subjekt des Ärgers zu nehmen. Wenn also wirklich der Kernel Stein des Anstoßes sein sollte - weg damit. Das ist grade mal ein apt-get entfernt. Sollte dann das Problem beseitig sein, weiss man sicher, dass es am Kernel lag. (Und hat das Problem nicht mehr). Danach kann man slh immer noch regelmäßig anschubsen - ob es was bringt oder nicht. Ist allerdings meine persönliche Meinung. Genau so wie die Meinung bin, dass ich nicht unbedingt jeder Entwicklung folgen muss, wenn ich partout nicht will.  Und aptosid reduziert sich für mich nicht auf ein Bestandteil und sei es der Kernel. Linux gibt einem die Freiheit, alles zu tun und zu lassen, was man will und kann. Nutzen muss man diese Freiheit allerdings selbst und das kann schwer werden.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen