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2019/12/09, 03:55:25


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Author [EN] [PL] [ES] [PT] [IT] [DE] [FR] [NL] [TR] [SR] [AR] [RU] Topic: win10, der besondere Anlass zum Wechseln  (Read 2947 times)

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Offline solo

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win10, der besondere Anlass zum Wechseln
« on: 2019/08/07, 19:47:05 »
Scherz, lass nach !
https://www.heise.de/ct/artikel/Windows-10-Upgrades-Flexiblerer-Zwang-4481998.html
- - -  und darauf baut der öffentliche und private Sektor - so ein Schwachsinn !
. . . hoffe auf bessere Zeiten  ;D  solo
We did not come to fear the future.
We came here to shape it.
(Barack Obama)

Offline axt

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Re: win10, der besondere Anlass zum Wechseln
« Reply #1 on: 2019/08/07, 21:12:02 »
Wo da nun ausgerechnet jetzt der Grund für Windows-User zum Wechseln sein soll, sehe ich nicht. Wer, so es seine freie Entscheidung ist, immer noch das Zeug fährt, ist schmerzbefreit.

In diesem Artikel steht auch nichts neues im Sinne von noch nicht längst bekannt. G. Born hat nur zusammengetragen...damit c't, früher, sehr viel früher bekannt als eine Computerzeitschrift mit guten Fachartikeln, noch irgendwas verkaufen kann.

Ich wäre der Letzte, der Redmond verteidigen würde (da ist offenbar einfach alles kaputt), aber einen großen Teil der Schuld, wie Windows-Systeme laufen oder eben nicht, tragen die User selbst. Wer im IT-Support arbeitet, sieht das jeden Tag (und ich muß da sicher nicht ins Detail gehen á la ccleaner etc.).

Einen weiteren tragen die Dritthersteller. Mit ihrer Software haben sie sich gefälligst am OS auszurichten und nicht umgekehrt (das ist schon zu Amiga-Zeiten mit Spielen, die nur mit einem bestimmten Kickstart etc. gelaufen sind, nicht begriffen worden).

Aktuell kann bspw. kein kumulatives Update kb4505903 auf 1903 18362.267 durchgeführt werden, wenn Intel Rapid Storage installiert ist (was die meisten User gar nicht brauchen, trotzdem ist der Mist drin)..."konnte nicht installiert werden" ohne nähere Angaben an der Stelle. Deinstalliert man iRST, läuft's durch. Wenn das deinstallierbar ist und nicht "halb drin". Gibt auch eine gefixte Version...aber nur für bestimmte aktuelle Chipsets. Intel schafft es nicht, ein Archiv für sämtliche unterstützten anzubieten.

Die Versionierung dazu ist ein Graus. Derzeit gibt es einen RTL-HDA-Treiber, den man witzigerweise bei Intel ziehen kann. Jaja, der funktioniert zwar, aber bei der Version haben die eine 1 vergessen mit der Folge, daß Windows Update einen älteren drüberbügelt (ja, könnte man auch verhindern, aber sowas ist eben alles nichts für Otto-Normal-User und einfach unnötige Zusatzarbeit).

Wer in größeren Firmen (1000+ Clients) arbeitet oder diese supportet, sitzt i.d.R. an LTSB-Systemen. So einer E 2016 fehlen dann sämtliche Veränderungen zum aktuellen Win10 1903. Die sind durchaus nicht wenig und im Rahmen Windows zu begrüßen.

Tja, die "Funktions-Updates" genannten Upgrades sollte man tunlichst als Inplace Upgrade durchführen, nicht über Windows Update. Sprich .iso ziehen, sicherheitshalber entpacken (es ginge auch mounten) und setup.exe durchführen. Davor checkt man aber, was sich beißen könnte. Und da gibt es eben eine Menge, angefangen von inkompatiblen alten Malware-Scannern. Oder auch mal eine SQL-Version, wovor das Upgrade auch mal gern nicht warnt mit der Folge, daß KHK nicht mehr läuft (und dann geht das Theater mit dem sagenhaften Support von Sage los).

Selbst kumulative Updates ziehe ich jeweils nur 1x, nicht für jedes Kundensystem neu, und installiere nach dem jeweiligen SSU manuell angeworfen. So funktioniert der Kram.

Offline axt

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Re: win10, der besondere Anlass zum Wechseln
« Reply #2 on: 2019/08/07, 21:19:20 »
Was Dein "Hoffen auf bessere Zeiten" angeht, es wird sich in normalen Firmen nichts ändern. Die haben schon immer Windows genutzt, was anderes wird gar nicht in Betracht gezogen.

MA sind dermaßen gefangen in den ein bis wenigen Programmen, die sie seit Jahren täglich nutzen (und doch nicht bedienen können), da sind schon minimale Umstellungen für viele ein Akt. Aber wie ein Wallpaper gewechselt wird, das finden sie komischerweise alle.

Offline melmarker

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Re: win10, der besondere Anlass zum Wechseln
« Reply #3 on: 2019/08/07, 22:54:44 »
@axt - fast 99,5% Zustimmung - und jetze mal Butter bei die Fische: Wat nutzt man denn unter Linux anstelle von sage KHK? Trython? Eher wohl nich.  :) MS Dynamics NAV? Öh, nö, bannich teuer - und der Support macht wirklich keinerlei Spass. Es ist halt nur so, dass manchmal auch die Alternativen ein wenig fehlen, wenn "man einfach nur den Computer nutzen möchte".

Nu wissen wir alle selbst, dass Upgrades nich unbedingt einfach sind, haben aber zumindest einen Vorteil: Alle unsere User machen vor Updates/Upgardes vorbildlich ihre Vollbackups und können in dem seltenen Fall des Falles einfach zurückspielen. Normal, nich.

Leider ist das nicht die gelebte Realität, der Einzige, den ich kenne, der das durchziehen kann und auch wirklich durchzieht ist bluelupo.  Es ist also im Prinzip genau das selbe unter Linux wie unter Windows: Vollsicherung, Upgrade - if anything fails im Zweifel rollback. Einfach nicht? Sollte bei den Usern inzwischen angekommen sein.

Und damit will ich nicht MS verteidigen, sondern einfach nur über User lästern, denen das zum wiederholten Mal den Rechner schreddert und die trotźdem nix dazugelernt haben. Mitleid fehlt mir da irgendwie.

Und ja - schön ist es trotzdem nich.
Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (Benjamin Franklin, November 11, 1755)
Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity. (Hanlons razor)