seduction
 Language:
Welcome, Guest. Please login or register.
Did you miss your activation email?
2020/08/12, 14:15:28


Help

Author [EN] [PL] [ES] [PT] [IT] [DE] [FR] [NL] [TR] [SR] [AR] [RU] Topic: Sabayon - Gentoo für faule Geeks  (Read 16240 times)

0 Members and 1 Guest are viewing this topic.

Offline agaida

  • User
  • Posts: 1.760
    • http://g-com.eu
Sabayon - Gentoo für faule Geeks
« Reply #30 on: 2011/07/16, 05:26:53 »
:lol: Sei's drum, auf jeden Fall hab ich jetzt die berechtigte Chance, mal einen gepflegten Blick hinter die Kulissen zu werfen. Was die Jungens da noch so alles an wirklich schicken Sachen eingebaut haben, ist beachtlich. Ohne die Erfahrungen mit arch und aptosid hätte ich mich wirklich schwer damit getan, das zum Laufen zu bewegen. Einige schicke Sachen hätte ich mir an anderer Stelle gewünscht. Die sehr gut bestückte Konsole macht ja auch Sinn, da man sich anfangs, anders als beworben, doch die ein oder andere Stunde darin aufhalten wird.  

Eigentlich ist da reines Gentoo oder auch LFS der einsteigerfreundlichere Weg, eine Meta-Distri zu betreiben. Alles baut aufeinander auf, bevor man was kaputtgemachen kann, muss man es überhaupt erstmal eingerichtet bekommen. Das dauert, übt ungeheuer und dürfte sehr selektiv sein. Auf jeden Fall setzt es eine gewisse Leidensfähigkeit und Freude an Schmerzen voraus.

Wenn man diese Form des Einstiegs wählt, dann dürfte man mit anderen Distributionen eigentlich nur noch marginale Probleme haben, da man an das Verbrennen von Zeit gewöhnt ist und eigentlich nicht davon ausgeht, innerhalb weniger Tage oder Wochen produktiv mit dem System arbeiten zu können. Sind halt zwei unterschiedliche Paar Schuhe.

Auf jeden Fall dürften dann andere Distributionen leider nicht mehr die große Herausforderung darstellen. Nur das ungewohnte Gefühl, dass einfach mal fast alles auf Anhieb und vor allem einfach und relativ nachvollziehbar funktioniert, dürfte für Verunsicherung sorgen. Man würde einfach seine Probleme lösen und im Hinterkopf krampfhaft nach einem Haken suchen, Irgendwie würde man wahrscheinlich auch die Probleme anderer Leute mit Kleinigkeiten nicht wirklich nachvollziehen können, da man ja alles recht fix, in wenigen Stunden oder Tagen,  selbst fixen könnte.  :twisted:
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

Offline cryptosteve

  • User
  • Posts: 675
Sabayon - Gentoo für faule Geeks
« Reply #31 on: 2011/07/16, 09:58:03 »
Wer Gentoo kann, kann auch jedes andere Linux. Wer trotzdem noch neue Herausforderungen sucht, wechselt von Gentoo nach FreeBSD -> DragonFlyBSD -> NetBSD -> OpenBSD -> Plan9.
- born to create drama -
CS Virtual Travel Bug: VF6G5D

Offline agaida

  • User
  • Posts: 1.760
    • http://g-com.eu
Sabayon - Gentoo für faule Geeks
« Reply #32 on: 2011/07/16, 11:47:01 »
Ich bin kein Masochist. Das bedeutet, BSD ist erst einmal gestorben. So rein aus Hobby könnte man aber mal ein sauberes LFS anfangen. Bitte nicht falsch verstehen, ich nutze Compis durchaus auch produktiv. Das soll in Zukunft wieder ein wenig häufiger passieren als im letzten Jahr.

Was ich im ersten Jahr Linux an Zeit und Nerven geopfert habe, um da halbwegs fit drin zu werden, war nicht wenig. Ganz privat ziehe ich es sehr vor, wenn sich der Anteil bezahlter Tätigkeiten an irgendwelchen Rechenknechten wieder drastisch erhöht. Dann hat sich das gelohnt. Ein System zu beherrschen nur um des Beherrschens willen war nie mein Ding.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

Offline devil

  • Administrator
  • User
  • *****
  • Posts: 4.431
Sabayon - Gentoo für faule Geeks
« Reply #33 on: 2011/07/16, 18:48:16 »
falls du doch mal an BSD ranwillst, abends/nachts haben wir einen BSD-spezi (nox-) im #frickelplatz, der uns seit jahren nachts unsere channels bevölkert.

greetz
devil

Offline cryptosteve

  • User
  • Posts: 675
Sabayon - Gentoo für faule Geeks
« Reply #34 on: 2011/07/16, 20:16:20 »
BSD ist kein Hexenwerk und nicht schwerer (eher leichter) als Linux. Aber es gibt dort seit jeher Schwierigkeiten mit proprietärem Krams und zunehmend leider auch Probleme mit der Softwarequalität bzw mit dem Softwaredesign, weil immer mehr Projekte sich auf Linux ausrichten, was dann unter BSD (wo es am einen oder anderen Dienst fehlt) Schwierigkeiten erzeugt.
- born to create drama -
CS Virtual Travel Bug: VF6G5D

Offline agaida

  • User
  • Posts: 1.760
    • http://g-com.eu
Sabayon - Gentoo für faule Geeks
« Reply #35 on: 2011/07/16, 20:44:57 »
BSD würde ich eher im Bereich Server sehen. Da halte ich mich momentan mit debian in meinen Augen aktuell genug.Nur mal so unter uns - Je länger ich dabei bin, desto weniger sehe ich es ein, ständig neuen Sachen hinterherzuhecheln. Das mag daran liegen, dass ich langsam ruhiger werde. Glaub ich aber nicht - ich weiss nicht, ob es täuscht, aber in den letzten 2 Jahren ist eine ganze Menge passiert. Viele Sachen, die so vor 2 Jahren nicht möglich gewesen währen, gehen heute problemlos, so dass ich glaube, dass langsam eine Zeit der Konsolidierung folgt, in der nicht mehr nur neue Leichen produziert werden, sondern auch mal angefangen wird, die Altlasten zu entsorgen und auch mal die Keller versteckten Körper wegzuräumen.

Wenn sich bei dieser Gelegenheit BSD auch weiterentwickelt, könnte es eine Alternative werden, wobei ich aber eigentlich sagen muss, dass ich, wenn es dann soweit ist, lieber zum Hirten umschulen würde.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

Offline ralul

  • User
  • Posts: 1.809
Sabayon - Gentoo für faule Geeks
« Reply #36 on: 2011/07/16, 21:05:22 »
@agaida, sehe ich auch so: aufräumen. Aber es wird eher noch wilder: systemd und upstart erkämpfen Terrain gegen oldSchool sysv.

Was Bsd angeht: Es war endlich die Hal Infrastruktur nach Bsd portiert, als die Linuxler beschlossen Hal abzuwickeln.
experiencing siduction runs better than my gentoo makes me know I know nothing


Offline agaida

  • User
  • Posts: 1.760
    • http://g-com.eu
Sabayon - Gentoo für faule Geeks
« Reply #38 on: 2011/07/17, 02:01:36 »
Einfach nur clever und lange überfällig. Wenn das wirklich richtig funktioniert, haben beide Seiten was davon. Ich bin sicher nicht der Einzige, der jahrelang mit und durch Microsoft-Produkte gelebt hat. Diesen unsinnige "Mein Eimerchen"-Spielen gehört ein Riegel vorgeschoben.

Der schlimmste Albtraum eines Kunden in der heutigen Zeit ist ein Lock In (oder Lock Out). Für mich als Kunden ist es extrem unbefriedigend, wenn ich meine Vorstellungen meiner IT-Landschaft nicht umsetzen kann, weil einige Leute Kindergarten spielen. Grade das Thema Hypervisor ist hochgradig interessant. Das dürfte die Hemmschwelle weiterer Linux-Integration senken. Alle sind glücklich und verdienen sich dumm und dusselig. ;) Und vom Integrationsgedanken ist es naheliegend, dass ich den MS HyperV verwende, wenn ich hauptsächlich auf MS setze. Da auf einer potenten Maschine ein paar Linux-Server schmerzfrei integrieren zu können, wäre was Feines. Ich möchte nicht wirklich darüber nachdenken müssen, auf KVM oder VMWare zu setzen. Somit blieben dann nur XEN und HyperV über, beide mit Vor- und Nachteilen, die dann über die jeweilige Implementation entscheiden.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen