grafische Fernwartung mit Linuxmitteln

Started by holgerw, 2012/09/28, 11:28:54

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ayla

Hi,

ich hatte mal testweise -zu sidux-Zeiten- für die Wartung des Rechners meiner Mutter VNC über ssh laufen. Dazu hatte ich meiner Mutter einen zweiten User eingerichtet den sie bei Problemen starten sollte nachdem sie mich kontaktiert hatte. Bei diesem User wurde dann automatisch die ssh-Verbindung vorbereitet, die IP auf dem Schirm ausgegeben  und auf die Kontaktaufnahme von mir gewartet -gpg-gesichert- . Danach konnte ich VNC starten. Leider ist das wegen der erforderlichen Bandbreite dann letztendlich doch eingeschlafen, funktionierte aber -mit Geschwindigkeitsproblemen über die 80 kM; beim Test in meinem Heimnetzwerk -soweit ich mich erinnere- ohne große Probleme. Die Freigabe der Ports an den Routern war einfach.

Hmm, jetzt hab ich VDSL statt DSL-light und außerdem gerade Urlaub.... vielleicht die Gelegenheit mich da nochmal rein zu wurschteln und das doch noch brauchbar hin zu bekommen.

Gruß
ayla

hsp

Ich benutze für Fernzugriffe VNC SSH-getunnelt.

...

captagon

Hat jemand von Euch einen Geschwindigkeitsvergleich zwischen x2go und vnc?

planlos

Die denkbar einfachste, ressourcenschonende und plattformunabhängige Fernwartungsoftware (grafisch) ist: tada - Chrome! (Ja, der Browser)

Mir sind auch keine Sicherheitslücken bekannt.

Ich benutze das sehr häufig, weil es auch bei sehr schwachbrüstiger Leitung problemlos funktioniert.

Grüße
planlos

michaa7

@ planlos

ähm, könntest du diesen in der tat etwas überraschenden vorschlag mit ein paar details schmücken? Sowas in der art wie man damit eine verbindung zu einem entfernten rechner aufbauen können soll? Dann müßte chrome ja einen server beinhalten? Und was soll man da zu gesicht bekommen? Und chromium kann das auch?

Fragen, nix als fragen ... :?:
Ok, you can't code, but you still might be able to write a bug report for Debian's sake

bluelupo

Quote from: "Nex"
[...]
FreeNX würde zwar auch gehen, aber auch hier war ich von der Geschwindigkeit alles andere als angetan.
[...]
...da wird der Overhead von der SSH "mitgeschleppt". Aber eine SSH-Verbindung ist von Haus aus sicher :-)

planlos

@michaa7

https://chrome.google.com/webstore/detail/gbchcmhmhahfdphkhkmpfmihenigjmpp?hl=de&utm_source=chrome-ntp-launcher

QuoteDann müßte chrome ja einen server beinhalten?
In der Tat, das tut er.

Folge dem obigen Link. Das Plugin heißt Chrome Remote Desktop und ist von Google selbst. Wie gesagt, das funktioniert erste Sahne. Beim Verbindungsaufbau wird ein Schlüssel generiert, welchen die zu wartende Seite der verbindenten Seite mitteilt und los gehts :-)

Gruß
planlos

edit: Hier ist eine kleine Diskussion über Chrome Remote Desktop mit Chromium:

https://groups.google.com/a/chromium.org/forum/?fromgroups=#!topic/chromium-dev/Aq4JOrfYWLg

michaa7

Ok, you can't code, but you still might be able to write a bug report for Debian's sake

dieres

@towo
Bei mir läuft teamviewer derzeit ausschließlich auf Installationen,
die noch das alte ia32-libs Paket installiert haben.(alle amd64)

Auf einer neuen Installation ist es mir nicht gelungen Temaviewer
zum laufen zu bewegen. (multiarch + 32bit teamviewer)

Wenn Du weißt, wie man das Problem "besiegt" wäre ich sehr interessiert. Teamviewer finde ich sehr praktisch mit seinen Möglichkeiten.

FreeNX ist wenn es denn läuft auch ziehmlich genial.
thightvnc bedarf zusätzlich auf der Hostseite einen laufenden sshserver und ein portforwarding im router.
Für Windows (in Professional Variante) ist auch remotedesktop eine Möglichkeit :
pro= Laufwerke mountbar, Druckerumleitung
contra = auf der hostseite sieht man nicht was gemacht wird.

towo

Ich kann das Problem nicht nachvollziehen.
Ich habe multiarch aktiviert und Teamviewer installiert.
Ohne nähere Hinweise, wo Dein Problem ist, kann ich dazu nix weiter sagen.
Ich gehe nicht zum Karneval, ich verleihe nur manchmal mein Gesicht.

ReinerS

Bei mir läuft der Teamviewer auch mit Multiarch problemlos.

Grüße

Reiner
slackware => SuSE => kanotix => sidux => aptosid  => siduction

dieres

werde noch einmal einen Test starten, diesmal auf Intel Plattform und mich dann mit näherem melden, dann aber in einem neuen Thread unter Software.

Nex

Quote from: "bluelupo"
Quote from: "Nex"
[...]
FreeNX würde zwar auch gehen, aber auch hier war ich von der Geschwindigkeit alles andere als angetan.
[...]
...da wird der Overhead von der SSH "mitgeschleppt". Aber eine SSH-Verbindung ist von Haus aus sicher :-)
Da gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Aber selbst eine ssh getunnelte VNC Verbindung war schneller. Ich will natürlich nicht ausschließen, dass ich etwas grundlegendes mit FreeNX falsch gemacht habe. Es wird schließlich immer wieder im Netz empfohlen. Meine Erfahrungen sind auch schon ca. zwei Jahre her. Da VNC aber genau das macht, was ich mir vorstelle und das auch zufriedenstellend, habe ich es nicht mehr versucht.

Beste Grüße

whistler_mb

@holgerw
Du kannst es auch mit reverse vnc versuchen. Das hat den Vorteil, dass du nur für deinen Rechner eventuell nötige Port Weiterleitung einrichten musst.

Auf heise gibt einen Artikel dazu
http://www.heise.de/netze/artikel/Windows-Fernsteuerung-auf-Doppelklick-221454.html

Für die Varianten Linux zu Linux benutze ich es.

Dazu musst du auf deinem Rechner einen Benutzer (z.B. hilflos) einrichten. Die Authentifizierung bei ssh wird über eine id_rsa gelöst.

Auf deinem Rechner musst du zuerst den vnc-client im lausch-Modus starten xvnc4viewer -LowColourLevel 2 -PreferredEncoding ZRLE -AutoSelect=0 -listen 5500
Anschließend startet der Hilfesuchende die ssh-Verbindung und den vnc-server ssh -f -L 5500:localhost:5500 -i /foo/bar/id_rsa hilflos@IP-des-Helfersystems sleep 10; x11vnc -connect_or_exit localhost:5500
Du brauchst natürlich entweder eine feste IP oder du verwendest dyndns. Falls du dyndns meiden willst, besteht auch die Möglichkeit, dass du deine aktuelle IP in einer Datei auf einem von Dir betreuten Web-Server ablegst und diese Datei vom Script des Hilfesuchenden ausgelesen wird.

Hinweis:
Wenn man als Helfer über UMTS ins Netz geht muss man einen APN verwenden, bei dem man auch eine öffentliche IP bekommt, sonst ist man selber hinter einem NAT und es geht dann nicht.

Bei t-mobile muss man als APN folgenden verwendeninternet.t-d1.de
Den verwende ich aber nur, wenn ich helfen soll

ayla

Wenn der Helfer die Verbindung aufbaut:

Wiki

Nachteil: ssh-Port am Router des Servers permanent durchgeleitet, allerdings abgesichert mit gpg.