firestarter nox - wie?

Started by farinet, 2013/08/16, 16:32:10

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farinet

Ich habe mit firestarter nox amd64 herumgespielt und habe jetzt einige Fragen dazu (Rechner ist ein Samsung 535UC mit 1366x768 screen):

Ich boote von einem 4gb Usbstick aus. Nur den gfx mode kann zum Starten verwendet werden. Andernfalls ist der Bildschirm einfach ein Chaos. Damit komme ich in eine Konsole, von der aus ich einiges machen kann. Ich habe einfach mal Lynx, fluxbox, slim etc. installiert. Das hat soweit auch geklappt, die Bildschirmdarstellung ist dann erst einmal in Ordnung.

Nun meine Fragen:

Wie kann man den live modus so tunen (durch die grub config zeile), dass auch der Standardlivemodus funktioniert?

Gibt es auf für die nox Distribution so etwas wie eine Installationsroutine, ein Script oder so? Auf den ersten Blick habe ich das nicht gefunden ... (?)

Auf dem Rechner besteht eine lvm formatierte Installation, die ich eigentlich weiter verwenden möchte; meine Idee wäre, nur die Root Partition "platt" zu machen, /home aber zu behalten. Ich habe die Installation damals mit dem Debian Installer erstellt, Root, Home und Swap zu einem logischen Volume zusammengefasst und eine kleine physikalische Partition (0,25 GB) gelassen auf der grub und die zum Start notwendigen Routinen liegen (so habe ich das wenigstens verstanden). Könnte ich diese Installation also beibehalten?

Vielen Dank im Voraus.

farinet

Ich antworte mir mal selber:

settings für grub -> ati radeon und es funktioniert

su cli-installer -> installations Script

lvm setup wird erkannt.

Aber hier habe ich mehrere Fragen:

a) Ich wähle die existierende root Partition der lvm-Gruppe, filesystem ext4. Soweit alles klar, aber muss die formatiert werden oder nicht? (Es befindet sich ja ein altes System darauf).

b) Dann werde ich nach weiteren Mountpoints gefragt. Logischerweise würde ich /home angeben für die bereits existierende /home. Hier nun habe ich ein Problem: Es ist doch nicht so, dass dadurch die in der /home existierenden Dateien gelöscht werden, oder?

c) Swap auf die bestehende swap ist vermutlich problemlos (?)

Da der wlan-chip im Samsung mit athk9_htc Treiber arbeitet, habe ich kein Problem mit der firmware, wenigstens nicht zu Beginn (ceni stellt die Verbindung anstandslos her). Sollte ich trotzdem die sources lists vor dem Start der Installation anpassen (mit contrib non-free)?

Vielen Dank für eine rasche Antwort (hänge ein wenig zwischen Baum und Borke mit dem Rechner ;) )

bluelupo

Hi farinet,
ich versuche mal eine Antwort auf Teile der Fragen zu finden.

zu a) wenn du das Root-LV nicht brauchst kannst du das formatieren lassen. Das alte Root-LV mit einer Neuinstallation zu mixen ist keine gute Idee.

zu b) ich würde ein neues HOME-LV erstellen und danach nur deine Daten von der alten auf die neue kopieren.

zu c) die alte Swap kannste löschen und in der Volumegroup ein neues SwapLV anlegen.

farinet

Also ich habe es jetzt so ähnlich gemacht.

Vor der Installation, aber schon gebootet vom usb Stick habe ich

1) die repositories um non-free ergänzt,

2) dann ein (vorläufiges) Rootpasswort gesetzt und schliesslich

3) mit mkfs.ext4 die root Partition auf der LV-Group "platt" gemacht. Die Installation habe ich dann *OHNE* formatieren durchgeführt und auf er HOME den alten user bestehen lassen (um später rüber zu kopieren. ABER: Gäbe es auch eine Möglichkeit den alten user wieder zu aktivieren in dem neuen System - wenn man das denn wollte?).

Nun noch ein Problem, eine Frage zu ceni: Während ich vom USB Stick ceni wunderbar aufrufen kann, funktioniert das nach der Installation, wenn ich von der neuen Festplatte aus starte nicht. Ceni zeigt mir nur eth0, aber nicht wlan0 - obwohl die Internetverbindung steht. Woran kann das liegen?

farinet

Quote from: "bluelupo"...

zu b) ich würde ein neues HOME-LV erstellen und danach nur deine Daten von der alten auf die neue kopieren.

Da ich leider ein Opfer des "missratenen" dist-upgrades für sid geworden bin (wegen des fehlenden perl-upgrades) und sich mein gesamter Desktop deinstalliert hat, musste ich am Ende firestarter nox noch einmal installieren.

Dabei bin ich so vorgegangen, dass ich in meinem LV-Setup /dev/mapper/debian-root neu formatiert habe (mit mkfs.ext4), home habe ich gelassen und einen neuen user installiert.

Zu diesem Punkt zwei Fragen:

1) Wenn ich aus dem alten user (der von cli-installer erkannt wird, als directory nehme ich mal an, aber der installer verweigert mir, den alten User(namen) als neuen User zu installieren) die ganzen Dateien einschliesslich der unsichtbaren 'rüberkopiere, dann geht das nur als root. Mit dem blöden Nebeneffekt, dass sich überall root als Besitzer einträgt. Kann man das irgendwie vermeiden? Oder wenigstens für den ganzen Ordner /home/username setzen, ohne jeden Ordner und jede Datei von Hand durchgehen zu müssen.

2) Oder gibt es eine alternative Möglichkeit, indem man einfach den alten User wieder aktiviert? Ich habe ein wenig durch die Manuals geschaut und z.B. usermod gefunden. Aber wenn ich da mit 'usermod -l <neuername> <altername>' eine Änderung vornehme, dann scheint sich das nur auf den Login zu beziehen; der Verzeichnisname ist weiterhin der alte Name.

Vielen Dank im Voraus!

michaaa62

Mit der Option -a werden zum Beispiel die Benutzerrechte beibehalten: Was vorher Benutzer 1000 gehörte wird auch nach einem Kopiervorgang durch root, aka. 0, dem Benutzer 1000 gehören.

farinet

Quote from: "michaaa62"Mit der Option -a werden zum Beispiel die Benutzerrechte beibehalten: Was vorher Benutzer 1000 gehörte wird auch nach einem Kopiervorgang durch root, aka. 0, dem Benutzer 1000 gehören.

Tut mir leid für die dumme Frage: 'cp -a' ?

Wenn ja, dann habe ich ein, logisches, Problem: Nehmen wir an, ich war der User "Tom". Nun habe ich siduction nox neu installiert, /home (=/dev/mapper/debian-home) habe ich gelassen bei der Neuinstallation. Cli-installer hat mir nicht erlaubt, einen neuen User "Tom" zu installieren (denn der User existiert für den Installer bereits - ich vermute, weil er das Verzeichnis sieht). Also richte ich den - neuen - User "Tim" bei der Installation ein.

Nun kann ich mich aber beim Restart entweder als root oder als Tim einloggen, nicht aber als Tom. Wie man Tom als user wieder zum Leben erwecken könnte, ist mir unklar. Ich hatte das schon mal gefragt, aber keine Antwort erhalten; also geht das vermutlich nicht. Deshalb würde ich also alle Dateien von Tom nach Tim kopieren - als root, dann Tom löschen und Tim in Tom umbenennen (naiverweise vielleicht (?) ;) , denke ich das könnte gehen).

ABER: Wie kann das System erkennen, dass Tom ein User ist? Und das müsste es doch, um die Eigenschaften und Rechte der Dateien und Ordner beim Kopieren zu erhalten? Oder verstehe ich da etwas miss?

Danke für Deine/Eure Geduld!

michaa7

Ein paar basisinfos en block:

- "cp -a" ist soetwas wie der standard befehl für das kopieren von partitionen, weil eben alle metadaten erhalten bleiben.

- natürlich muß man nicht händisch die rechte für jede einzelne datei ändern, falls diese nicht stimmen/geändert werden müssen. Dafür gibt es bei allen möglichen dateimanipulationen den "-r" schalter (oder auch der "-R" schalter, dazu sollte man immer mal die manpages konsultieren) mit dem man "rekursiv", d.h. automatisch in die verzeichnisse hinabsteigend den gewünschten befehl ausführt.
Wenn du nun versehentlich für dein home bei allen datein die rechte auf root:root gesetzt hast, mußt du mit root verhandeln ob er so nett wäre die dateien deines homes wieder dir zu übertragen: # "chown -R tom:tom /home/tom/" (es ist in diesem fall tatsächlich "-R", nicht "-r")

(Mit cp -a wäre das unnötig)

- Wenn du trotz gleichem usernamen das home nicht nutzen kannst dann liegt das daran dass dein neu installiertes system für diesen user eine andere UID vergeben hat als auf dem alten system. Du mußt diese angleichen, dann gehts.

- Welche steine dir ggf. der installer in den weg legt vermag ich jetzt nicht zu überblicken (mein letzter install ist ewigkeiten her). Eigentlich sollte er dir erlauben den vorhandenen user zu nutzen. Ich habe das aus vorsicht jedoch immer so gemacht dass ich dem installer mein home *verschwiegen* habe und dies erst nach *erfolgreichem* install in der /etc/fstab zurechtgebogen habe (*zuvor* den inhalt des neu erzeugten home/<user> löschen, weil du das danach nicht mehr sehen kannst, der platz aber belegt bleibt).

Das system erkennt einen user an der UID>1000, glaube ich ;-)
Ok, you can't code, but you still might be able to write a bug report for Debian's sake

michaaa62

Nur die Kombination von explizit gewähltem User und existierendem Nutzeraccount auf der Partition führt zum Verweigern der Installation.

Mir scheint der einfachste Weg wäre es kein separates /home anzulegen bei der Installation. Dann legt der Installer den Ordner /home ganz normal an und legt auch das Benutzeraccount Tom problemlos an. Der Installer lässt dich alle Partitionen automatisch mounten, wenn du ein Häkchen setzt.

Nach dem Reboot, kannst du dann die Einstellungen für /dev/mapper/debian-home in der /etc/fstab ändern und auf /home umlenken.

Nebenbemerkung: Bei der Installation wird der Ordner /home mit ein paar MB Daten bestückt. Dieser "Datenmüll" wäre auf der /root-Partition hinter deinem dedizierten /home versteckt, also könntest du vor dem Umbau alles in /home löschen.

farinet

Erst einmal vielen Dank an die beiden Michas :D

Ok, ich lerne. Meine Organisation der Festplatte sieht so aus:

sda1: ext2 /boot
sda2: lvm /dev/mapper/debian-root (ext4)
         /dev/mapper/debian-home (ext4)
         /dev/mapper/debian-swap

Nun sind die Siduction Installer so freundlich, dass sie nicht automatisch entweder die alte Festplatte "überrollen" oder parallel eine neue Installation vornehmen, sondern dass sie die bestehende Installation respektieren und sich einfügen.

Wie gesagt, root habe ich neu formatiert, home gelassen und swap "umgewidmet" (in home habe ich einen ganzen Haufen Konfigurationsdateien - fluxbox, fontconfig, styles etc. Daran hänge ich ;) , deshalb der ganze Aufwand).

Vielleicht habe ich das überlesen, aber noch einmal: Wo werden die Uid festgelegt? /etc/fstab ?

Ich werde das ganze nachher noch einmal durchgehen. Zuvor aber noch eine Frage zu 'usermod -l <neuername> <altername>':

Verstehe ich das richtig, dass das nur so eine Art symbolischer Link von <altername> auf <neuername> ist. Denn wenn ich das mache, logge ich mich zwar als <neuername> ein, aber mein home Verzeichnis bleibt <altername> ... (?)

Einen schönen Sonntag! :D :D

michaaa62

Entweder Installer oder usermod sind zwei Unterschiedliche Wege um zum Ziel zu gelangen, aber nicht beide gleichzeitig einsetzbar!

Zum Installer:
In der Vorbereitung der Installation aktivierst du alle LVM-teile, damit swap automatisch eingefügt werden kann und alle Teile dem Kernel/System bekannt sind.

http://manual.siduction.org/de/hd-install-de.htm#Inst-prep
Im 4.Schritt werden die Partitionen, also auch die Teile des LVMs den Systemordnern zugeordnet.

In deinem Fall würdest du nur /dev/sda1 als /boot hinzufügen zur obligatorischen root-Partition. Außerdem würdest du durch Option 'Beim Booten mounten? Ja!' für das Volume /dev/mapper/debian-home einen kompletten Eintrag in der Datei /etc/fstab des zu installierenden Systems erzeugen lassen.

Diesen kannst du nach dem Reboot, genau genommen sogar schon direkt nach der Installation, bearbeiten. Dabei wird der vom Installer erzeugte Einhängeordner durch /home ersetzt.
Den richtigen Eintrag identifizierst du durch die Abfragenls -al /dev/disk/by-uuid
ls -al /dev/disk/by-label


Der Installer hatte deinen User mit einem Homeverzeichnis auf /dev/mapper/debian-root angelegt als /home/$USER. Wenn du mit der geänderten /etc/fstab fortfährst (mount -a ODER reboot)wird dieses Verzeichnis hinter dem eingehängten LVM verborgen.

Zu usermod:
usermod hat zwar auch Optionen um das /home/$USER zu verlegen, aber die Manpage warnt, dass manuelle Änderungen erforderlich sein könnten.
Also macht man es gleich selbstsu
mv /home/USER1 /home/USER2
chown -r USER2 /home/USER2
Ich bin mir aber nicht sicher, ob der letzte Befehl tatsächlich notwendig ist.

michaa7

Quote from: "farinet"...

Vielleicht habe ich das überlesen, aber noch einmal: Wo werden die Uid festgelegt? /etc/fstab ?
Nee, fstab ist die File System TABelle und hat mit user und gruppen IDs nichts zu tun.

Die UIDs werden beim anlegen von user:gruppe vergeben. Ich bin nur einmal drübergestolpert als ich mit alten und neuen homeverzeichnissen hantiert hatte und ein ähnliches problem hatte wie du: gleicher nutzername, verschiedene UIDs. Ich habe das damals, noch unter KDE, mit dem KDE user manager erledigt. Das sollte natürlich mit usermod genauso funktionieren ( wobei klar ist, dass wenn derartige manipulationen notwendig werden du beim install irgendwie um ein paar ecken zuviel gedacht hast).

QuoteIch werde das ganze nachher noch einmal durchgehen. Zuvor aber noch eine Frage zu 'usermod -l <neuername> <altername>':

Verstehe ich das richtig, dass das nur so eine Art symbolischer Link von <altername> auf <neuername> ist. Denn wenn ich das mache, logge ich mich zwar als <neuername> ein, aber mein home Verzeichnis bleibt <altername> ... (?)

[blink] info info info [/blink] ;-)

the user's home directory name should probably be changed to
reflect the new login name


Usernames and User IDs
Ok, you can't code, but you still might be able to write a bug report for Debian's sake

farinet

Quote from: "michaa7". . .
[blink] info info info [/blink] ;-)

the user's home directory name should probably be changed to
reflect the new login name


Usernames and User IDs

Thanks!

Ok, ich verstehe (oder ahne): Einen User (respektive dessen Home Directory) aus einer *ALTEN* Installation zu einem User in einer*NEUEN* Installation zu machen, ist schwierig (wenn nicht gar unmöglich; Kopieren aus der alten in die Directory des neuen Users scheint die bessere Option). Vielleicht sollte man den *ALTEN* User (respektive dessen Home Directory) vor der Installation umbenennen, wenn man den alten Usernamen behalten will.

Jetzt noch eine Frage: Wo (in welcher Datei) werden die UIDs verwaltet/gespeichert?

Auf jeden Fall vielen Dank!

dibl

Quote from: "farinet"Wo (in welcher Datei) werden die UIDs verwaltet/gespeichert?



# cat /etc/passwd
System76 Oryx Pro, Intel Core i7-11800H, ASRock B860 Pro-A, Intel Core Ultra 7 265KF, Nvidia GTX-1060, SSD 990 EVO Plus.

michaa7

Quote from: "farinet"...
Ok, ich verstehe (oder ahne): Einen User (respektive dessen Home Directory) aus einer *ALTEN* Installation zu einem User in einer*NEUEN* Installation zu machen, ist schwierig (wenn nicht gar unmöglich;...

Quatsch. Habe  ich mich so undeutlich ausgedrückt?
Das ist überhaupt kein problem und wird nur dann zu einem klitzekleinen wenn du mit zig usern rumspielst: Auf einem einmann system ist root "0" und der user "1000". Und das ist auf einem neuen system nicht anders.
Vergibst du aber auf dem neuen system erst tim und dann tom, dann hat tim uid 1000 und tom uid 1001. Wenn aber tom der nutzer des alten systems ist, dann hat er dort vermutlich die uid 1000, dann passt das nicht und du mußt eine uid ändern, das ist die ganze kunst ...


QuoteJetzt noch eine Frage: Wo (in welcher Datei) werden die UIDs verwaltet/gespeichert?

Habe ich eben gefunden, wie gesagt ich habs mit der kde user verwaltung gemacht, kann sein dass das mit der /etc/passwd auch geht
Ok, you can't code, but you still might be able to write a bug report for Debian's sake