Netzwerkkonfiguration vereinfachen

Started by bluelupo, 2012/03/02, 09:00:01

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reddark

Quoteaber auf keinen Fall ceni weglassen. Wenn die gui mal streikt, gibt es kaum was einfacheres.
+1

absolut

vll sollte man an dieser stelle etwas differenzieren:

1) desktop rechner mit ethernet und dhcp/fixer ip brauchen network-manager nicht wirklich. da wird per ceni oder manuell die konfiguration vorgenommen, und gut ist.
etwas anderes ist natürlich, wenn man VPN verbindungen komfortabel managen will. aber das kann man auch mit anderen vpnc GUIs

2) nutzer  von notebooks (und andere mobile geräte, die in diese kategorie fallen) profitieren durch network-manager ganz deutlich, wie die vielen beiträge hier zeigen.

wie frage, ob network manager per default mitgeliefert werden sollte, würde ich bejahen. andererseits beißen sich ceni und network-manager, wenn es ums konfigurieren geht. was die sache möglicherweise kompliziert machen würde ist wenn man eine irgendwie geartete logik einbauen wollte, die bei der installation den nutzer fragt, was er nun auf dem rechner nutzen wolle

devil

Das wäre unumgänglich, da nm (wie auch wicd) das Netzwerk für sich in Beschlag nehmen, e/n/i ist, bis aud lo, ausser Funktion, so dass ceni nicht funktionieren würde. Ich bin, nicht nur aus diesem Grund, strikt gegen eine Auslieferung ohne ceni.

greetz
devil

hefee

wie ich schon in einem vorherigen post ausgeführt habe lässt sich nm und e/n/i zusammenbringen mit ifupdown=True. Ich nutzte das für mein eth0. Aber ob dies auch für ein device klappt (wlan0 - einige mit ceni anlegen, andere mit nm) weiß ich nicht.

Wenn nm standard würde müsste das zusammen mit e/n/i spielen auf init3 gehen und auch für das debugging sollten skripte da sein...

bluelupo

Hallo dieres,
du kannst den Networkmanager zu Fuß konfigurieren, dazu sind unter /etc/NetworkManager/system-connections die Dateien entsprechend anzupassen wie hier sehr gut beschrieben. Wenn zB. mein KDE nicht funktioniert nach einen d-u könnte ich die Netzwerkconfig in den oben beschriebenen Dateien modifizieren.

Ceni ist ebenso ein nur Aufsatz für die vereinfachte Netzwerkkonfiguration wie der NM, nur halt eben nicht mit dem Funktionsumfang bzw. textbasiert.

EDIT: Hier zwei typische (LAN und WLAN) Konfigurationsbeispiele des NM, damit wir wissen von was wir reden ;-)
LAN:


[802-3-ethernet]
port=mii
mac-address=0:1a:24:aa:b9:66

[connection]
id=Bluelupo LAN
uuid=38776a9-7ede-4a5d-7d76-5c197958bcef
type=802-3-ethernet
timestamp=1330456933

[ipv6]
method=ignore

[ipv4]
method=manual
dns=192.168.178.1;
dns-search=192.168.178.1;
addresses1=192.168.178.40;24;192.168.178.1;


WLAN:

[connection]
id=wlan0
uuid=82ca20ea-5e44-4c71-b846-718fac108741
type=802-11-wireless
autoconnect=false

[802-11-wireless]
ssid=BlueLupo-WLAN
mode=infrastructure
security=802-11-wireless-security

[802-11-wireless-security]
key-mgmt=wpa-psk
psk=1234567890

[ipv4]
method=manual
dns=192.168.178.1;
dns-search=192.168.178.1;
addresses1=192.168.178.40;24;192.168.178.1;

[ipv6]
method=ignore

bluelupo

Hi zusammen,
ich möchte kurz klar stellen das es mir nicht darum geht ceni zu verteufeln, weil es mir nicht gefällt. Mir geht es darum eine Diskussion in Gang zu bringen, was hiermit hoffentlich auch gelungen ist, die bestehenden Standardtools einer Community-Distribution auf seine Alltagstauglichkeit und Bedienerfreundlichkeit zu überprüfen und dementsprechend  anzupassen.

Hier sehe ich persönliche einigen Nachholbedarf bei unser noch recht jungen Community-Distribution.

Lanzi

Habe jetzt mal nen Test gemacht und der NM läuft auf Anhieb gut!

Bin für Devils Vorschlag Ceni auf jeden Fall bei der Installation von siduction mit an Bord zu lassen und unterstütze Bluelups Vorschlag NM als Standard zu nehmen.
Das Argument:
Quote
Um's kurz auf einen Nenner zu bringen, die Netzwerkkonfiguration muss heute ohne Komandozeilentools komfortabel vom Desktop zu bewerkstelligen sein.
finde ich zum Abbau von Einsteigerhürden sehr gut.
Ich unterstütze immer das genannte Ziel

Quote
Standardtools einer Community-Distribution auf seine Alltagstauglichkeit und Bedienerfreundlichkeit zu überprüfen und dementsprechend anzupassen.

Dazu gehören klare Angaben für Einsteiger im Handbuch und nat. einfache Tools.

ayla

@Lanzi: +1

NM als Standard und Ceni als "Fallback" würde ich auch als meine bevorzugte Variante sehen und eine klare Anleitung im Handbuch/Wiki was in den entsprechenden Fällen zu tun ist.

Gruß
ayla

ReinerS

Ich habe mir Network-Manager jetzt mal ne Woche angesehen und meine Eindrücke sind zwiespältig.

Beim Laptop, wie zu erwarten, eigentlich sehr positiv, wobei ich unter XFce doch etwas suchen musste bis ich ein entsprechendes GUI-Programm fand. Das nmcli fand ich eher zu Haare raufen (OK, ich hatte mich auch nicht wirklich tief eingelesen).
Da ich bei meinem Laptop bishernur per Kabel oder WLAN ins Netz gehe war auch wi-cd sehr hilfreich.

Beim Desktop/Workstation erstmal kein Unterschied zu ceni da Network-Manager wohl die bisherigen Einstellungen erstmal übernahm. Da ich aber diese Woche auch Ärger mit meinem DSL-Router hatte und diesen im laufenden Betrieb austauschte hatte ich erstmal kein Netz mehr. Die gewohnte "ifdown /ifup -Prozedur" funktionierte nicht mehr da network.manager das anders handelt. Wi-cd half auch hier aus. :wink:

Ich würde daher auch dafür plädieren ceni und network-manager mit siduction auszuliefern wenn dies möglich ist bzw. wenn sich die beidern "vertragen". Im Moment scheint mir dass network-manager Einstellungen vornimmt die die mit ceni eingerichteten disabled.
Ausserdem richtet mir network-manager die Netzwerkschittstellen etwas zuuu selbsständig (windowsmäsig)  ein. Besonders beim Einrichten und Testen von Netzwerken komme ich, als alter Bastler, mit ceni erheblich besser zurecht.

Grüße

Reiner
slackware => SuSE => kanotix => sidux => aptosid  => siduction

cryptosteve

Ceni fehlen halt leider Möglichkeiten im Umgang mit UMTS-Devices. Ich habe kürzlich versucht, mit einem BILDmobil-Speedstick via sidcution online zu gehen, das ist um sooo vieles frickeliger, als es mit NetworkManager-basierten Distributionen wie Ubuntu oder Mint ist.

Und für mich ist UMTS heute nunmal ein vollwertiger Netzzugang, den ich häufiger benötige als beispielsweise WLAN.
- born to create drama -
CS Virtual Travel Bug: VF6G5D

Lanzi

@Crytpsteve:
Stimme Dir voll zu. Wenn ich im Urlaub bin, dann ist der UMTS-Stick mein Fallback, wenn im Appartment das Wlan nicht geht. Weihnachtne hatte ich den Fall, dass ich mal ausnahmsweise keine spanische SIm aktiviert hatte, aufs Wlan hoffte, und dann genau dies ausfiel.
Zum Glück haben die Spanier überall freies Wlan... Mit Ceni hat dieses Szenario nat. nun genau den Nachteil, dass man jedesmal auf die Konsole muss...

Also mein Fazit: Für Lappis ist NM eine Erleichterung, die zeitgemäß ist.

michaa7

Frage:

Der output von Ceni, besteht der in etwas anderem als "nur" dem generieren einer neuen "/etc/network/interfaces"?
Ok, you can't code, but you still might be able to write a bug report for Debian's sake

cryptosteve

Quote from: "Lanzi"Also mein Fazit: Für Lappis ist NM eine Erleichterung, die zeitgemäß ist.
Dem stimme ich zu und ergänze, dass ich bislang keinen Fall hatte, den ich mit Ceni, nicht aber mit NetworkManager, lösen konnte.
- born to create drama -
CS Virtual Travel Bug: VF6G5D

devil

Wir haben auf dem heutigen Core Meeting beschlossen, network-manager bis zum feature-freeze für 2012.1 zu testen.

devil

hefee,

das von Dir in Deinem ticket angegebene Paket modem-manager existiert nicht.

greetz
devil