Stallman vs ubuntu

Begonnen von ayla, 2012/12/08, 14:21:59

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ayla


cryptosteve

Und wer macht sich jetzt die Mühe, dem Stallmann zu erklären, was Spyware ist?
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ayla

naja, wenn es richtig ist daß Ubuntu standardmäßig Daten seiner Nutzer sammelt (zu welchem Zweck?) ohne dies explizit und deutlich jedesmal zur Kenntnis  zu bringen (so wenigstens hab ich den Kontext verstanden) dürfte der Gebrauch des Begriffs doch in diesem Fall zutreffend sein?

Ein generelles Einverständnis über Nutzungsbedingeungen usw finde ich -je nach Art der Daten die gesammelt werden- nicht als ausreichend.

Im Kontext des Artikels fühle ich mich da doch sehr an "Windows telefoniert mit zu Hause" erinnert.

Und wenn ich bei mir lokal was suche und per default die Amazonsuche zugeschaltet bekomme... ohne Worte

cryptosteve

Hmm ... ok, ich habe gerade nochmal über den Begriff nachgedacht ... der Umstand, dass ich von der "Datenlieferung" an Amazon weiss, heisst natürlich nicht, dass jeder Neuuser das auch weiss. Und der Umstand, dass es abschaltbar ist, macht das natürlich auch nur bedingt besser.

Zur (Un-)freiheit nach Definition eines RMS hingegen habe ich meine ganz eigene Meinung und seine Einstellung dazu schneidet da nicht immer gut ab.
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ayla

Zitat von: "cryptosteve"
Zur (Un-)freiheit nach Definition eines RMS hingegen habe ich meine ganz eigene Meinung und seine Einstellung dazu schneidet da nicht immer gut ab.

Da bin ich auch deutlich weniger extremistisch eingestellt, seine Meinung zu proprietärer Software halte ich zwar grundsätzlich für richtig, aber solange wir nicht in einer perfekten Welt leben müssen halt Kompromisse mit der Benutzbarkeit her.


Hier ist übrigens der Link zu dem entsprechenden  Blog-Beitrag

cryptosteve

Zitat von: "ayla"Da bin ich auch deutlich weniger extremistisch eingestellt, seine Meinung zu proprietärer Software halte ich zwar grundsätzlich für richtig, aber solange wir nicht in einer perfekten Welt leben müssen halt Kompromisse mit der Benutzbarkeit her.
Naja, es gibt haufenweise Software, die freier ist als das, was RMS allzu gerne propagiert.

Auf proprietären Kram kann man bei Bedarf ja gerne verzichten, sofern es die Benutzbarkeit nicht allzu sehr einschränkt.
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holgerw

Hallo,

schwierig finde ich bei solchen Themen immer, dass die Kritik meist erst bei der Software auf dem Computer anfängt. Da hatte Luther schon recht: An was man sein Herz hängt, das wird zu einem Gott und auf Biegen und Brechen verteidigt. Gerade zu naiv ist der Freiheitsbegriff bei solchen Diskussionen. Wenn der konsequente Nutzen freier Software in bezug auf die zu erledingende Angelegenheit zu massiven Einschränkungen führt, kann von mehr Freiheit für mich wohl kaum noch die Rede sein.

Ich nutze seit kurzer Zeit neben OpenSUSE und siduction auch kubuntu 12.04 LTS. Es ist die einzige größere Distribution, die standardmäßig das noch ordentlich funktionierende digikam 2.5.0 ausliefert - ab Version 2.6 gibt es diverse Schwierigkeiten mit verschiedenen Verbesserungswerkzeugen, die auch mit der Beta von 3.0 noch nicht ausgeräumt sind. Nun kann ich 2.5 auch in das aktuelle OpenSUSE oder gar Debian hinein frickeln, das führt jedoch zu Schwierigkeiten mit dem Paketmanagement.

Zu RMS und seinen Positionen: Es muss vermutlich Leute geben, die manch extreme Position konsequent vertreten, um etwas zu verändern. Wie weit man dabei geht, sich solchen Positionen anzuschließen, die natürlich an verschiedenen Stellen auch zu Widersprüchen führen können, muss jeder selbst entscheiden.

Viele Grüße,
 Holger

dieres

Zitat von: "holgerw".....

Zu RMS und seinen Positionen: Es muss vermutlich Leute geben, die manch extreme Position konsequent vertreten, um etwas zu verändern. Wie weit man dabei geht, sich solchen Positionen anzuschließen, die natürlich an verschiedenen Stellen auch zu Widersprüchen führen können, muss jeder selbst entscheiden.

Viele Grüße,
 Holger

Besser kann man das wohl nicht mehr formulieren
+1

Didi

devil

Seine Art, sich in den Mittelpunkt zu stellen und seine extremen und oft praxisfremden Ansichten sind nicht jedermanns Sache. aber wie Holger schon sagte, nur durch diese Überhöhung erreicht er etwas.

Ohne ihn und die FSF stünde Linux und Freie Software heute ärmer da.

RMS for president ;)

greetz
devil

michaa7

Übertreibungen sind ein recht glitschiges brett, aber auch bei mir war es der erste gedanke: Nur oder zumindest vor allem durch seine konseqente (wenn auch nicht immer praxistaugliche) haltung (argumentation und handlung)  ist freie software heute leichter zu erhalten als freibier ;-) .

Und BTW, er hat den gcc auf den weg gebracht ohne den freier quellcode nicht mehr wäre als eine akademische fingerübung für irgendwelche ablagen.
Ok, you can't code, but you still might be able to write a bug report for Debian's sake

ayla

Grundsätzliche Zustimmung zu dem in den Beiträgen vorher gesagten.

Nur durch deutliches und klares Herausstellen der Position kann etwas erreicht werden.

Es sind aber gerade diese Überhöhungen die ihn so umstritten machen und ich denke auch oft, wenn ich mal ein Video mit ihm als Diskussionsteilnehmer sehe, er könnte doch mit den Nerven seiner Diskussionspartner etwas schonender umgehen.
Andererseits vertritt er seine und die Position der FSF offen und klar, was man von seinen Diskussions"partnern" -ob jetzt in offener Runde oder auf dem medialen "Schlachtfeld"- oft nicht so ganz behaupten kann.

Zu dem Thema "Kommerzialisierung des Desktops" kann -mMn- aber von Überhöhung keine Rede sein.
Kommerzielle Werbung hat für mich bei Linux -auf'm Desktop- überhaupt nix verloren, beim Betrieb eines Forums z.B. -unaufdringlich- einen Sponsor zu nennen ist eine ganz andere Sache. Dies auch noch mit der lokalen! Suche zu koppeln, dafür hat Canonical mehr als eine heftige Watsche verdient.

Und eine Empfehlung von Ubuntu kann ich damit sowieso nicht mehr abgeben wenn ich nicht gleichzeitig Werbung für Amazon machen will und vor möglichem Datenabgriff warnen muß.

cryptosteve

Zitat von: "michaa7"Und BTW, er hat den gcc auf den weg gebracht ohne den freier quellcode nicht mehr wäre als eine akademische fingerübung für irgendwelche ablagen.
Könntest Du das etwas genauer umschreiben bzw. erläutern?
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agaida

There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

cryptosteve

Genauer, nicht ungenauer.
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agaida

Und zum Person Stallman: Der Mann ist ein (notwendiges?) Übel, manchmal habe ich den Eindruck, dass er mehr Schaden anrichtet als Gutes tut. Das sind mir solche Leute wie Linus T. lieber. Eine provokative Frage, die sich mir manchmal stellt ist: Wo wäre Linux heute, wenn es Personen wie Stallman nicht geben würde. Kann man leider so nicht beantworten.

Immer, wenn ich an seine neusten Ergüsse lese, frage ich mich, was aus seinen Ideen geworden wäre, wenn nicht zufälligerweise mal jemand was Brauchbares als Basis für diese Ideen geschaffen hätte: Einen funktionierenden Kernel z.B.

Und noch eine Frage stellt sich dann in diesem Zusammenhang: WZT ist dann der Kernel GPL2, ist Linus einfach zu sehr Realist, sich diesen teilweise spinnerten "Visionen" Stallmans anzuschließen?
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen