Über den Tellerrand...

Started by BX13, 2011/04/11, 00:38:52

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BX13

...geschaut. Und nun?

Die Querelen in der letzten Zeit um aptosid, veranlassten mich dazu mir endlich mal wieder andere Distributionen anzuschauen. Ich war wirklich davon überzeugt, mit aptoid ist es zu ende. Alle Zweifel sind immer noch nicht ausgeräumt.

Seit kanotix/sidux/aptosid bin ich hier dabei, fühlte mich immer gut beraten. Alles funktionierte besser als bei den Distris die ich vorher gefahren hatte. Allerdings war der Lerneffekt dadurch vorher auch höher.  :wink:

Lust was Neues auszuprobieren hatte ich schon lange. Aber Zeit und Lust ein neues System aufzusetzen nicht. Vor allem habe ich hier ein Grafiktablett (wacom) zum laufen bekommen und ich weiß nicht mehr wie. Ich weiß aber noch das ich Stunden und Tage dafür gebraucht hatte, das nochmal...bitte nicht! :shock: Und ich brauche das Teil!

Mein Rechner ist ein zickiges Monster (der müsste auch mal ersetzt werden), die meisten Distris funktionieren nicht so richtig. Was ging war:

1. Open SuSE 11.4
Läuft ganz gut, etwas ungewohnt. Aber firefox (beta oder so) friert ständig den ganzen Rechner ein. Auch das KDE scheint nur halbfertig, alles denglisch. Nichts gegen Aktualität, aber man kann es auch übertreiben...

2. Chakra
Arch-basierend. Optisch macht es einen sehr guten Eindruck. Das nach der Installation obligatorische Update fror aber meinen Rechner ein. Keine Ahnung warum, war mir auch zu müßig, mich mit einem mir neuen Paketsystem auseinander zusetzen. Zumal deutschsprachige Unterstützung noch in den Kinderschuhen steckt. Schade, aber Chakra sollte man im Auge behalten.

3. Mint
Ubuntu-basierend. Platz 2 bei Distrowatch!
Warum? Klarer Fall, weil all die bösen Sachen funktionieren, um die sich ein windows-user nie Gedanken macht.
Aber darüber hinaus muss ich sagen, dass mint auch sonst sehr klasse läuft. Gut, der Lerneffekt wird hier noch geringer sein. Das obligatorische Update mit der distroeigenen Systemaktualisierung nach der Installation funktionierte wegen ungelöster Abhängigkeiten hier auch nicht. Aber gelernt ist gelernt und wie man bei aptosid vernünftig ein d-u macht, führte auch bei mint zum Erfolg!
:D
Ach, und dieser "sudo"-Mist und das es kein eigenes root-Passwort gibt (per Voreinstellung) finde ich unmöglich.

Unterm Strich aber sind die ja alle irgendwie gleich. KDE kennt man, die Anwendungen kennt man, wirklich Neues gibt es nicht. Unterschiede gibt es nur in kleinen Details, das meiste ist Gewohnheitssache.

So, das war's. Musste das mal eben erzählen...hört auf zu streiten

agaida

* Chakra - schon mal in experimental erwähnt - für mich no go - dann lieber das Orginal mit allem drum und dran ohne Schiki-Micki. Man hat dem Schiki die Quell- und Binärkompatibilität zu Arch geopfert, vom Pfusch am Paketmanagement zu schweigen. Schweigen tue ich dann mal auch
* Mint: sudo passwd

* sonst full ack.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

BX13

Quote from: "agaida"
* Mint: sudo passwd

Tja...ich weiß...

Ich sollte aufhören Linux als Alternative zu Windows zu sehen...

agaida

Nicht dass wir uns falsch verstehen, das ist der erste Befehl, den ich böswilliger Weise in grundsätzlich jede meiner *buntu-Installation eingebe, sobald ich das erste Mal als User eingeloggt bin.

Das setzt einfach nur das Root-Passwort und ich habe mit irgendwelchen Supportern auf uu.de schon ernsthaft Ärger dafür bekommen. Aber - ich bin Root, ich darf das. Irgendwie bin ich da Argumenten recht unzugänglich.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

devil

Quote
Irgendwie bin ich da Argumenten recht unzugänglich.
...und das ist gut so.

greetz
devil

holgerw

Hallo @BX13,

Quote1. Open SuSE 11.4
Läuft ganz gut, etwas ungewohnt. Aber firefox (beta oder so) friert ständig den ganzen Rechner ein. Auch das KDE scheint nur halbfertig, alles denglisch. Nichts gegen Aktualität, aber man kann es auch übertreiben...

in OpenSUSE 11.4 wurde Firefox 4 in der Beta Version ausgeliefert, das ist richtig, es ist aber nun schon drei Wochen her, dass durch eine Sicherheitsaktualisierung auf die Firefox 4 Version aktualisiert wurde. Und für openSUSE 11.4 gibt es ein aktuelles KDE Repo, da hast Du dann ein KDE 4.6.2 und das komplett in deutsch.

Viele Grüße,
 Holger

wofritz

Quote
1. Open SuSE 11.4
Läuft ganz gut, etwas ungewohnt. Aber firefox (beta oder so) friert ständig den ganzen Rechner ein. Auch das KDE scheint nur halbfertig, alles denglisch

Hm. das Einfrieren des Rechners habe ich auch. Ist zwar immer im Zusammenhang mit Firefox passiert, scheint aber nicht am SUSE-Firefox zu liegen, da es auch mit einem parallel in /opt installierten Original-Mozilla-Firefox passiert. Auf jeden Fall ist es SUSE-spezifisch, da die Freezes mit dem selben Mozilla-FF unter Debian 6 nicht auftreten.

Denglisch: Hatte ich nach der Installation auch, und es hat mich ziemlich geärgert, denn genau das war der Grund, weshalb ich damals nach der Übernahme von SuSE durch Novell von SuSE weggegangen bin. Aber nach einigen Updates ist es jetzt nahezu komplett deutsch.

@holgerw: Hast Du einen Link auf das SuSE-KDE-Repository?

Gruss,

Wolfgang

ralul

experiencing siduction runs better than my gentoo makes me know I know nothing

OppaErich

Quote
1. Open SuSE 11.4
Schuss in Ofen  :P Gnome(nicht 3!), kein Panel, keine Umschaltung zwischen den Arbeitsflächen, kein gar nichts. Zumindest läßt sich auf der Konsole ein reboot anwerfen.

Und von wegen "soziale Kompetenz"...degegen ist hier das Paradies.

Dabei hätte ich gerne für dreckige Mono Spielchen das Orginal genommen.

wofritz

@ralul: Danke, der Link hat gepasst. Ich habe jetzt KDE 4.6.2.

@OppaErich: Von welcher CD/DVD hast Du denn installiert? Ich hab das KDE-Live-Image genommen und damit lief die Installation einwandfrei durch.

Gruss,
Wolfgang

OppaErich

Die Installation lief bei mir auch durch, der Zustand stellte sich erst nach Online Update ein. CD war eine gepresste aus easyLinux.

BelaLugosi

Ich hab mir jetzt die Susi mit SuSE-Studio "selbstgebaut" und installiert und ich muß sagen, das Ding rennt wie die Sau. Schon lange hab ich kein so schnelles System mehr gehabt. Ich werd wohl erstmal ne Weile dabei bleiben.

BX13

Quote from: "agaida"Nicht dass wir uns falsch verstehen, das ist der erste Befehl [sudo passwd], den ich böswilliger Weise in grundsätzlich jede meiner *buntu-Installation eingebe, sobald ich das erste Mal als User eingeloggt bin.

Das setzt einfach nur das Root-Passwort und ...

Wenn ich nun ein Programm starte das root-Rechte voraussetzt, muss ich trotzdem das User-Passwort eingeben.  :? Zumindest bei den KDE-Anwendungen. In der Konsole (su, root) funktioniert das "normal" (natürlich sudo-frei).

Muss ich noch was machen? Gruppen-Einträge ändern, sudo löschen?

agaida

Mal ganz uncharmant: Hä??

Ausführlicher: Du hast in Ubuntu jeglicher Couleur kein su. sudo passwd dient dazu, dass Rootpasswort zu setzen, um solchen Schwachsinn wie sudo su u.Ä. zu vermeiden, weil man sonst auf die Liste böser Kinder kommt. Nicht mehr und nicht weniger.

Sudo ist nicht ganz einfach zu konfigurieren und kann, falsch angewendet, sehr kontraproduktive Auswirkungen haben. Siehe auch: http://www.aptosid.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=430&start=0&postdays=0&postorder=asc&highlight=sudo

Und natürlich ist klar, dass Du bei sudo, genau wie bei su, bestätigen musst, dass Du das darfts, was Du willst. Das kann man dann über die sudoers auch konfigurieren, das lehne ich aber ab. Die Autorisierung für sudo hält im Standard glaube ich für 5 min. Wenn man bei längeren Befehlen also nicht su werden will, dann empfiehlt sich folgendes:

sudo ls                # hier kommt die Authentifizierung
sudo irgendwas         # ohne PW
sudo irgendwas_anderes # ohne PW

Bei kdesudo wirkt dieser Mechanismus nicht, der fragt immer. Bei gksu bin ich mir nicht sicher.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

BX13

Sorry, verstehe nicht...

Quote from: "agaida"... Du hast in Ubuntu jeglicher Couleur kein su.
Doch. Wieso auch nicht?

Quote from: "agaida"
sudo passwd dient dazu, dass Rootpasswort zu setzen,...
Das ist  klar.

Quote from: "agaida"... um solchen Schwachsinn wie sudo su u.Ä. zu vermeiden, weil man sonst auf die Liste böser Kinder kommt.
Welcher Kinder? Verstehe die Metapher nicht.

Anders: Ich habe das root-Passwort gesetzt. Wenn ich jetzt aber ein KDE-Programm starte welches root-Rechte beansprucht, wird nur das Passwort des Users aus der Installation, nicht das neue root-Passwort akzeptiert.

In der Konsole root werden geht mit dem neuen Passwort.