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Author [EN] [PL] [ES] [PT] [IT] [DE] [FR] [NL] [TR] [SR] [AR] [RU] Topic: Linux Mint Debian Edition (LMDE)  (Read 21951 times)

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Offline agaida

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #30 on: 2011/06/15, 14:42:31 »
@hubi: Das mit dem Rollen ist gar nicht so einfach, wenn man den freeze aufholen muss. Ich finde es schon beachtlich, was in letzter Zeit in Sid passiert ist. Debian ist ja nun wirklich das Leichtgewicht unter den Distributionen, da kann eine Änderung im Unterbau schon recht weitreichende Folgen haben. Und dann ist da noch das leidige Thema Stabilität. Wenn ich mir darum keine Sorgen machen muss, kann ich viele Regulatoren einfach weglassen. Und DEs und Anwendungen sind natürlich Überbau, die dann erst kommen, wenn das Fundament fertig ist.

Und genau das mit dem fertig war immer das Problem und wird es immer bleiben. Willst Du was von debian haben, musst Du warten. Nimmst Du fremd, schiesst Du Dir eventuell ins Knie, nimmst Du eine Distribution, die nur Teile von debian verwendet, dann schießt Du Dir fast zwangsläufig ins Knie. Nimmst Du etwas, was ein Aufsatz auf einen Aufsatz ist, werden die Probleme nicht wirklich kleiner ;)

Da ist jetzt keine Polemik gegen Mint oder LMDE. Es stellt sich nur die Frage, was die Entwickler da überhaupt noch machen können, ohne früher oder später einen nicht wartbaren Gau zu haben.

Die Chance, das wirklich aktuell am Rollen zu halten wird also auch weiterhin bei Distributionen liegen, die recht nahe am Auslieferungszustand der Einzelprojekte, möglichst vanilla, sind. Und da fallen mir eigentlich nur 3 Projekte ein, von denen 2 Quellbasiert sind. Aber auch da kommt man um den Einsatz von privaten emerges nicht drum rum.
There's this special biologist word we use for "stable". It's "dead". ~ Jack Cohen

holgerw

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #31 on: 2011/06/15, 14:48:10 »
Hallo,

Quote
Das Problem mit LMDE, wie ich es sehe: es ist ein Liebhaberprojekt, das eigentlich nicht betreut wird. Firefox wurde - wenn ich das richtig sehe - nach neun Monaten endlich mal aktualisiert. Für eine sicherheitskritische Anwendung nicht akzeptabel.


Ich kenne  zwar LMDE nicht, aber ähnlich ist es wohl mit Seven OS Neptune. Da arbeiten auch nur sehr wenige dran, es basiert auf Debian Testing und hat als Ziel, KDE 4.6 so zu integrieren, dass es flott auch auf schwächerer Hardware läuft. Das kann ich bestätigen, das Notebook meiner Frau ist ein betagtes IBM TP R50 mit 768 MB Ram und einer 1,5 GHz Single Core CPU. Darauf läuft Seven OS Neptune erstaunlich schnell. Wie das mit Sicherheitsupdates ist, muss ich mal über einen größeren Zeitrsaum beobachten.

Viele Grüße,
  Holger

Offline hubi

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #32 on: 2011/06/15, 15:08:16 »
Quote from: "agaida"
Da ist jetzt keine Polemik gegen Mint oder LMDE. Es stellt sich nur die Frage, was die Entwickler da überhaupt noch machen können, ohne früher oder später einen nicht wartbaren Gau zu haben.

Soviel Eigenes haben sie nicht und vertraut wird wohl darauf, dass Testing immer funktioniert. Aber wenn der Firefox als Zuckerl angeboten wird, sollte er schon zeitnah aktuell sein (oder auf aktuellem Sicherheitslevel - iceweasel ist zwar alt, aber mit den letzten Sicherheitspatches).

Denn was bleibt? Eine bequeme Art, Testing mit proprietären Hardwarepaketen zu installieren. Mehr wohl nicht. Die proprietäre Anwendersoftware des Repos kriege ich auch direkt vom Hersteller:
http://packages.linuxmint.com/list.php?release=Debian

Das LMDE-Forum scheint ziemlich aktiv zu sein, Nutzerbasis ist wohl da.

hubi

Offline Eppo

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #33 on: 2011/06/16, 16:23:30 »
Quote from: "holgerw"
Hallo,
...Ich kenne  zwar LMDE nicht, aber ähnlich ist es wohl mit Seven OS Neptune. Da arbeiten auch nur sehr wenige dran, es basiert auf Debian Testing und hat als Ziel, KDE 4.6 so zu integrieren, dass es flott auch auf schwächerer Hardware läuft. Holger

Hallo Holger
zunächst es heißt ZevenOS nicht Seven OS ;) aber egal
ZevenOS-Neptune wäre durchaus eine Alternative zu LMDE, mehr elegantes Styling als Klickibuntipopkultur ;)
Leider ist die Community-Aktivität im Gegensatz zu dort ziemlich mau. ;)

Dessenungeachtet ist ZevenOS-Neptune schon ein  erstaunliches Projekt. Wer jemals bei einer Distri von der Sturheit der Devs genervt war, die nur den eigenen einmal eingeschlagenen Weg zur Erleuchtung akzeptieren, bemerkt da das gegenteilige Verhalten. Da können schon einzelne Nörgler einiges an Aktivitäten lostreten, z.B. Neptune mit Debian-Basis selbst als Alternative zur Xubuntu-Basis von ZevenOS oder der Snapshot-manager für alternative desktops speziell für KDE4-Hasser und als jüngstes Beispiel die Testversion ZevenOS-Neptune light, das auf CD-Größe eingedampft ist, weil einigen die iso zu groß ist.

holgerw

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #34 on: 2011/06/16, 22:48:54 »
Hallo @Eppo,

in meiner Signatur habe ich es aber richtig stehen, auch schon vor Deinem Beitrag hier, ich habe da nicht geschummelt :-)

Und auf dem Notebook meiner Frau läuft es sehr gut.

Viele Grüße,
  Holger

Online ayla

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #35 on: 2011/06/17, 08:11:01 »
Quote from: "holgerw"
Ich kenne zwar LMDE nicht, aber ähnlich ist es wohl mit Seven OS Neptune. Da arbeiten auch nur sehr wenige dran, es basiert auf Debian Testing und hat als Ziel, KDE 4.6 so zu integrieren, dass es flott auch auf schwächerer Hardware läuft. Das kann ich bestätigen, das Notebook meiner Frau ist ein betagtes IBM TP R50 mit 768 MB Ram und einer 1,5 GHz Single Core CPU. Darauf läuft Seven OS Neptune erstaunlich schnell. Wie das mit Sicherheitsupdates ist, muss ich mal über einen größeren Zeitrsaum beobachten.


Quote from: "Eppo"

Dessenungeachtet ist ZevenOS-Neptune schon ein  erstaunliches Projekt. Wer jemals bei einer Distri von der Sturheit der Devs genervt war, die nur den eigenen einmal eingeschlagenen Weg zur Erleuchtung akzeptieren, bemerkt da das gegenteilige Verhalten. Da können schon einzelne Nörgler einiges an Aktivitäten lostreten, z.B. Neptune mit Debian-Basis selbst als Alternative zur Xubuntu-Basis von ZevenOS oder der Snapshot-manager für alternative desktops speziell für KDE4-Hasser und als jüngstes Beispiel die Testversion ZevenOS-Neptune light, das auf CD-Größe eingedampft ist, weil einigen die iso zu groß ist.


Klingt ja interessant, da hab ich jetzt doch für's WE was vor... :)

Gruß
ayla
Kernel: 4.18.11-towo.1-siduction-amd64 x86_64
Desktop: KDE Plasma 5.13.5
(mostly) kept current siduction "18.3.0 Patience"
HP EliteBook 8570p; MoBo: HP model: 17A7 v: KBC Version 42.35
Dual core  i5-3320M (-MT-MCP-)
Intel 3. Gen Graphics (Ivybridge) Driver:i915/ intel
 Wifi Intel Centrino N6205

Offline 944

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #36 on: 2011/06/17, 09:55:54 »
Quote from: "holgerw"
Hallo,
 Das kann ich bestätigen, das Notebook meiner Frau ist ein betagtes IBM TP R50 mit 768 MB Ram und einer 1,5 GHz Single Core CPU. Darauf läuft Seven OS Neptune erstaunlich schnell. Wie das mit Sicherheitsupdates ist, muss ich mal über einen größeren Zeitrsaum beobachten.

Viele Grüße,
  Holger


läuft das schneller mit KDE als Aptosid? Also hast du das verglichen?

Danke.

Offline BX13

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #37 on: 2011/06/27, 11:22:55 »
Nach einigen Wochen unterwegs mit LMDE möchte ich hier nun ein paar Eindrücke posten. Vorweg: Mein Vergleich ist nicht ganz objektiv, da LMDE bei mir auf neuerer Hardware läuft als mein aptosid.

Gnome statt KDE - klar, dauert etwas sich daran zu gewöhnen, aber irgendwie sind die Unterschiede doch marginal. Ich halte die beiden GUIs für beliebig austauschbar.

Kernelupdates sind nicht so oft, bin ganz froh darüber, z.Z. läuft 2.6.38, ansonsten gibt es eine Aktualisierungsverwaltung die in der Taskleiste ständig über neue updates wacht. Aber apt-get up**** in der Konsole funktioniert natürlich auch.

Das kabelgebundene Netzwerk funktionierte ohne mein zutun. Einfach so, ohne ceni oder so was. Für Einsteiger sicherlich ein Segen. WLAN habe ich nicht, kann ich also nichts zu sagen.

Als Browser wird aktuell firefox 5.0 geboten. Für e-mails nutze ich erstmals evolution und bin von der schnörkellosen Funktionalität begeistert.

Das ganze System läuft bisher stabil, jede Hardware die ich habe wurde erkannt und unterstützt. LMDE mit Gnome ist wohl etwas ruhigeres Fahrwasser als aptosid mit KDE, deswegen aber trotzdem, oder erst recht, sehr reizvoll.

Was mir nicht gefällt ist dieses sudo. Konnte aber auch noch keine Hinweise darauf finden, dass sudo sicherheitstechnische Nachteile hat.

Fazit: Ich werde noch eine Zeit lang weiter zweigleisig fahren, aber LMDE überzeugt mich Tag für Tag mehr. Man wird halt älter. :wink:

holgerw

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #38 on: 2011/06/27, 14:37:58 »
Hallo @BX13,

Quote
Kernelupdates sind nicht so oft, bin ganz froh darüber, z.Z. läuft 2.6.38, ansonsten gibt es eine Aktualisierungsverwaltung die in der Taskleiste ständig über neue updates wacht.


Falls Du bei Deiner neueren Hardware direkt auf dem Mainboard USB 3 Schnittstellen hast, würde ich versuchen, auf LMDE an einen 2.6.39 Kernel zu kommen, denn erst ab dieser Version funktionieren diese Schnittstellen. Zumindest ist das meine Erfahrung auf meinem neuen Desktop PC, bei Versionen kleiner 2.6.39 liefen die modernen USB 3 Schnittstellen nicht ordentlich, sondern wurden als USB 2 Schnittstellen verwendet mit entsprechend magerer Datenübertragung.

Viele Grüße,
  Holger

Offline BX13

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #39 on: 2011/06/29, 00:07:38 »
Quote from: "holgerw"

Falls Du bei Deiner neueren Hardware direkt auf dem Mainboard USB 3 Schnittstellen hast...

Das wäre ein guter Grund für sidux und gegen LMDE. USB 3.0 habe ich nicht, habe bewusst auf dieses feature keinen Wert gelegt, weil ich nichts habe was ich da anstöpseln könnte.



Quote from: "steve"
Mint ist sicher nicht die einzige Distribution, die mit relativ wenig Eigenentwicklung am Start ist und sonst auf das Repository des Ursprungs zurück greift.

Also auf debian. Wie aptosid, oder? Oder nicht? Zu dieser Frage hätte ich gerne mal Butter bei die Fische. Was macht sidux LMDE gegenüber bei den Eigenentwicklungen denn so überlegen? Beispiele bitte!

Dies ist nicht polemisch gemeint, aber es kommt immer so rüber, dass sidux macht und tut und die anderen debian-Abstauber sich nur auf den Lorbeeren des debian-Projektes ausruhen.

Ich will das ja nicht grundsätzlich in Frage stellen, aber die bloße Behauptung dessen reicht mir eben nicht.


Quote from: "BX13"
Quote from: "hefee"
... Einige Distris geben halt Geld der Contenmafia, so das du als User dich damit nicht mehr rumplagen musst.


Welche?

Kann es sein, dass ich auf diese Nachfrage keine Antwort bekommen habe, weil hefee da Stuss geschrieben hat?

Offline DonKult

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #40 on: 2011/06/29, 12:03:16 »
Quote from: "BX13"
Dies ist nicht polemisch gemeint, aber es kommt immer so rüber, dass sidux macht und tut und die anderen debian-Abstauber sich nur auf den Lorbeeren des debian-Projektes ausruhen.


Du fast das einfach nur falsch auf. Die allermeisten Derivate benutzen alleinig ihr eigenes Archive und kopieren ab und an Pakete aus Debian rüber in ihr Archive (okay, meistens bauen sie es auch neu oder machen andere automatisierte Änderungen). sidux bzw aptosid hingegen verwenden eigentlich nur das Archive ihrer Mutter und legen ein zusätzliches Archive an in dem sie spezielle Sachen verteilen, wie Artwork oder eigenen Kernel -- aber ein Großteil der Pakete kommt unverändert direkt von der Mutter.
Dann gibt es noch einen Mittelweg dazwischen: Die Distro hat in ihrem eigenen Archive alles was nötig ist um die CD/DVD zu bauen was also per Default Installiert und/oder Empfohlen und Supportet wird. Überdies hat sie auch noch das Archive der Mutter in den sources.list - schreibt aber mehr oder minder dick drauf, dass das nicht offiziell supportet wird.

Das aptosid-Modell ist recht ungewöhnlich, weil man viel Kontrolle abgibt. Wenn das Archive der Mutter kaputt ist kann auch die Tochter nichts machen. Die anderen lachen sich ins Fäustchen und importen zu diesem Zeitpunkt einfach nicht.
Allerdings fällt so aber auch die Zeit weg die benötigt wird um diese Imports zu machen, wodurch man sich auf andere Sachen konzentrieren kann, wie z.B. der Mutter zu helfen, da man ja als Tochter auch direkt davon profitiert.
.

Quote from: "BX13"
Quote from: "BX13"
Quote from: "hefee"
... Einige Distris geben halt Geld der Contenmafia, so das du als User dich damit nicht mehr rumplagen musst.


Welche?

Kann es sein, dass ich auf diese Nachfrage keine Antwort bekommen habe, weil hefee da Stuss geschrieben hat?


Contentmafia ist so ein böses Wort… ;)
Siehe z.B. hier: http://www.mp3licensing.com/licensees/index.asp
Suche z.B. nach Canonical.
MfG. DonKult
\"Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.\" ~ unbekannter Autor

Offline brummer

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #41 on: 2011/06/29, 12:21:51 »
Quote

Du fast das einfach nur falsch auf. Die allermeisten Derivate benutzen alleinig ihr eigenes Archive und kopieren ab und an Pakete aus Debian rüber in ihr Archive (okay, meistens bauen sie es auch neu oder machen andere automatisierte Änderungen). sidux bzw aptosid hingegen verwenden eigentlich nur das Archive ihrer Mutter und legen ein zusätzliches Archive an in dem sie spezielle Sachen verteilen, wie Artwork oder eigenen Kernel -- aber ein Großteil der Pakete kommt unverändert direkt von der Mutter.
Dann gibt es noch einen Mittelweg dazwischen: Die Distro hat in ihrem eigenen Archive alles was nötig ist um die CD/DVD zu bauen was also per Default Installiert und/oder Empfohlen und Supportet wird. Überdies hat sie auch noch das Archive der Mutter in den sources.list - schreibt aber mehr oder minder dick drauf, dass das nicht offiziell supportet wird.


Schön geredet, DAS, alles, trifft aber auf LMDE nicht zu, . . . in diesem Punkt verhält LMDE sich so wie aptosid gegenüber "ihrer Mutter".
Im übrigen genauso wie z.b. AV-Linux (remastersys):wink:

Quote
2. Is LMDE fully compatible with Debian?

Yes, 100%. LMDE is compatible with repositories designed for Debian Testing or Debian Squeeze.


Quote
Die Einstellungen in der etc/apt/sources.list (Software-Quellen) verweisen auf die Paket-
Quellen von 'Testing'.

holgerw

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #42 on: 2011/06/29, 12:54:08 »
Hallo,

in diesem Zusammwenhang interessiert mich, ob es überhaupt eine rollende Distribution gibt, die das Debianformat benutzt, aber sich nicht an Testing und Sid dranhängt, sondern weitgehend selber Pakete macht.

Bei rpm basierten Distributionen fällt mir sofort PCLinuxOS ein, im Gespräch bei den Mageia Leuten ist, ab Cauldron eine rollende Distribution heraus zu geben.

Viele Grüße,
  Holger

Offline DonKult

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #43 on: 2011/06/29, 13:45:15 »
Quote from: "brummer"
Quote

Du fast das einfach nur falsch auf. Die allermeisten Derivate benutzen alleinig ihr eigenes Archive und kopieren ab und an Pakete aus Debian rüber in ihr Archive (okay, meistens bauen sie es auch neu oder machen andere automatisierte Änderungen). sidux bzw aptosid hingegen verwenden eigentlich nur das Archive ihrer Mutter und legen ein zusätzliches Archive an in dem sie spezielle Sachen verteilen, wie Artwork oder eigenen Kernel -- aber ein Großteil der Pakete kommt unverändert direkt von der Mutter.
Dann gibt es noch einen Mittelweg dazwischen: Die Distro hat in ihrem eigenen Archive alles was nötig ist um die CD/DVD zu bauen was also per Default Installiert und/oder Empfohlen und Supportet wird. Überdies hat sie auch noch das Archive der Mutter in den sources.list - schreibt aber mehr oder minder dick drauf, dass das nicht offiziell supportet wird.


Schön geredet, DAS, alles, trifft aber auf LMDE nicht zu, . . . in diesem Punkt verhält LMDE sich so wie aptosid gegenüber "ihrer Mutter".
Im übrigen genauso wie z.b. AV-Linux (remastersys):wink


"Schön geredet…", aber warum werde ich den schon wieder angeblafft :?:
Hab ich irgendwas über Mint gesagt… Aber gut, damit man wenigstens einen Grund hat mich anzublaffen blaff ich halt mal zurück:
'Mint Debian' beinhaltet auch Pakete wie firefox, thunderbird als Import oder als Selfbuild von Cairo z.B. mit dem Tag Upstream. Oder eben "main" nicht nur mit ihrem Artwork sondern auch z.B. dropbox. Sowas wirst du bei aptosid nicht finden, weswegen 'Mint Debian' irgendwo zwischen aptosid und der dritten Kategorie liegt - oder willst du mir z.B. erzählen iceweasel wird supported wenn man firefox vertreibt?
Und irgendwo zwischen 'Mint Debian' und der Dritten ist dann auch 'Mint Ubuntu' zu finden, da die auch noch Sachen wie grub mitschleppen… Und der Hinweis auf nicht supporten von Ubuntu Paketen in Mint ist auch nicht schlecht: Einfach keinen Key installieren und den Nutzern erzählen man solle wenn APT fragt einfach auf 'ja' drücken… Spitzen Idee… Wer braucht den auch schon security, wird vollkommen überbewertet.
http://forums.linuxmint.com/viewtopic.php?f=46&t=27075

So, und nun kannst du "Schön geredet, DAS, alles, trifft aber auf LMDE nicht zu, ." in genau der Betonung sagen die die mir vielen Kommas suggerieren.

Ich glaub es hackt…


@holgerw:
Ich habs wo anders schon mal erwähnt: RPM ist nicht RPM, daher können die sich nicht so gut untereinander bedienen.
Auch hat Debian als Mutter einen gewaltigen Vorteil: Durch die strikte Trennung in main, contrib und non-free weiß jede Tochter sofort, dass sie mit main anstellen kann was sie möchte (naja fast), die Freiheit hat man nicht mehr sobald dropbox oder firefox oder oder oder im selben Archive mit rumgeistern… Auch sind Firmen ungerne von anderen Firmen im großen Stile abhängig. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte Ubuntu hätte man auch auf RedHat Basis machen können, aber ob sich die beiden Firmen vertragen hätten? Immerhin müssen sie beide mit ähnlichen Produkten Geld verdienen.
Es ist sicher auch eine große Portion Glück dabei, dass Debian so einen großen Stammbaum entwickelt hat, aber zumindest mittelfristig wird sich daran nun nichts mehr ändern: Welche neue Distro ist schon so verrückt und will ernsthaft mit Debian konkurrieren um den Platz als (Groß-)Mutter. Und wenn man das nicht will, warum nicht den Bonus von mehreren tausend Paketen ohne zutun mitnehmen… Ergo: Mir wäre keine deb-basierende Distro bekannt die nicht irgendwie von Debian erbt, ob nun Rolling oder nicht.
MfG. DonKult
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Offline brummer

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Linux Mint Debian Edition (LMDE)
« Reply #44 on: 2011/06/29, 14:14:16 »
Quote

"Schön geredet…", aber warum werde ich den schon wieder angeblafft Question

Sorry, ich kann dein Problem nicht sehen  :?:
aber auf deinen Mod modus hab ich keinen bock.
Von mir aus, denke über aptosid und LMDE was du willst,aber klar, du hast natürlich recht, nur aptosid ist das "reine, wahre, klare debian", ganz ohne natürliche Zusätze, und der support, erst Sahne. Läuft alles ganz locker, freundlich, . .
Bei Mint hingegen, die packen einfach alles dazu was sie wollen und leisten dann für original debian Pakete keinen support mehr, weil sie auf ihre Eigenen Pakete verweisen.
Ja, JA, die haben ganz strenge Regeln bei Linux Mint  :wink: